Werders U 17 mit Mühe zum Punkt

Kam mit seinem Team nicht über ein 1:1 auf St. Pauli hinaus: U 17-Trainer Viktor Skripnik.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

FC St. Pauli: Krogmann - Waskow, Safo-Mensah, Reichenberg, Wüstling - Bastek (63. Tikvic), Kurt, Karakaya (76. Heine), Tiedemann, Sinan (54. Pinarlik) - Borges (66. Keskinler)

Am Ende eines zerfahrenen B-Juniorenspiels gegen den FC St. Pauli kann die U 17 des SV Werder Bremen beim 1:1 wenigstens einen Punkt auf der Habenseite verbuchen. Die Partie im Hamburger Sternschanzen-Park war geprägt durch kämpferischen Einsatz beider Teams. Attraktive Spielkombinationen wurden den Zuschauern dagegen selten geboten.

Werder Bremen fand von Anfang an keine klaren zielstrebigen Aktionen. Vielmehr waren die Grün-Weißen offensichtlich vom kompromisslosen Spiel des Gastgebers beeindruckt. Nach knapp zwanzig Minuten wäre der FC St. Pauli beinahe in Führung gegangen. Werder-Kapitän Lukas Fröde hatte sich auf der Sechser-Position einen Ballverlust erlaubt, den Luca Zander gegen einen St. Pauli-Stürmer gerade noch ausbügeln konnte. Die Bremer Gäste hatten bis dahin durch einen allerdings schwachen Kopfball von Maximilian Schulwitz nach einem Eckball nur eine ernsthafte Torchance vorzuweisen.

Die Partie war weiterhin durch hektisches, kampfbetontes Spiel auf beiden Seiten geprägt. Dennoch, wie aus dem Nichts, ging Werder Bremen in Führung: Lasse Meyer spielte aus dem rechten Halbfeld heraus einen flachen Diagonalball in den St. Pauli-Strafraum. Maximilian Schulwitz spritzte in den scharf geschossenen Pass mit einem langen Bein hinein und drückte den Ball am St.Pauli-Torhüter Torben Krogmann vorbei zum 0:1 ins Netz (35.). Mit dieser knappen Führung wechselten beide Teams die Seiten.

Den Werderanern gelang trotz der Führung auch im zweiten Spielabschnitt kein geordnetes Spiel. Die Unsicherheit im gesamten Team war deutlich zu spüren. Der Ausgleichstreffer für die Hamburger Gastgeber stellte vor diesem Hintergrund auch nicht wirklich eine Überraschung dar, wenngleich die St. Paulianer vom Pech des Werderaners Jannik van Geene profitierten. Werders Innenverteidiger rutschte unbedrängt auf dem Rasen aus und eröffnete den St. Paulianern dadurch freie Bahn auf das Werder-Tor. Philipp Borges hatte dann auch keine Probleme, den Ball zum 1:1 ins Netz zu setzen (49.).

Werder Bremen versuchte in der Folge mehr Druck auf das St. Pauli-Tor auszuüben. Richtig gefährlich wurden die Werderaner aber nicht aus dem Spiel heraus, sondern durch einige wenige Standards. So in 55. Minute als St.Pauli-Torwart Torben Krogmann einen Freistoß von Marcel Hilßner nicht festhalten konnte und Werders Stürmer einfach nicht wach genug waren, um aus diesem Fauxpas Kapital zu schlagen. Im Gegenzug rettete Werder-Torwart Jeroen Gies mit einer Glanzparade das Unentschieden, als ein St. Pauli-Stürmer an der Strafraumgrenze frei zum Schuss kam. In den letzten zehn Spielminuten dominierte der Werder-Nachwuchs zwar das Spiel, ohne die entscheidende Aktion zu erzwingen. Somit blieb es beim gerechten 1:1-Unentschieden.

Werder Bremen: Gies - Zander, Lingerski, Fröde, van Geene (59. Kunkel) - L. Meyer (67. Neldner), Hilßner, Bockhorn, Holtmann (62. Eggestein) - Schulwitz, Breustedt

Tore: 0:1 Schulwitz (35.), 1:1 Borges (49.)

Gelbe Karten: Kurt, Karakaya (beide Pauli) - Schulwitz, Bockhorn (beide Werder)

Schiedsrichter: Florian Lechner

Sternschanzenpark: 150 Zuschauer