Mit Spaß, Freude und Leidenschaft dabei!

Dieter Eilts und Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Dieter Eilts ist zum SV Werder Bremen zurückgekehrt. Der 47-Jährige übernimmt ab sofort die Leitung der neuen WERDER Fußballschule, die ab Februar an den Start geht. WERDER.DE sprach mit Werders Ehrenspielführer über seine neue Aufgabe bei den Grün-Weißen.

Herr Eilts, was ist es für ein Gefühl, zum SV Werder Bremen zurückzukehren?
Ich bin rund achteinhalb Jahre weggewesen. Das ist eine lange Zeit. Ich freue mich, dass ich jetzt wieder nah dabei sein kann. Und mit der WERDER Fußballschule habe ich etwas gefunden, was mir sehr viel Spaß machen wird. Ich habe schon seit letztem Jahr in Bassum eigenständig eine Fußballschule betrieben. Das ist genau das, was ich machen möchte. Daher freue ich mich auch riesig auf die Aufgabe bei Werder.

Wie wird Ihre Tätigkeit genau aussehen?
Die gesamte Organisation der WERDER Fußballschule liegt in meinen Händen. Das heißt, die genaue Planung der Camps, Trikotbestellungen, die Suche nach Unterkünften und Partnern, die Einteilung der Trainer und ich möchte auch immer versuchen, selbst vor Ort zu sein. Nur bei der Buchhaltung hoffe ich auf ein wenig Unterstützung (lacht).

Das Angebot der WERDER Fußballschule ist weitreichend. Was muss man sich beispielsweise unter dem ProfiCAMP vorstellen?
Wir werden mit der WERDER Fußballschule dort ein Fußballcamp organisieren, wo sich die Profi-Mannschaft von Werder im Trainingslager befindet. Zum Beispiel im Zillertal. Wir möchten dort mit den Kindern und Jugendlichen trainieren und ihnen die Möglichkeit geben, exklusive Einblicke in das Trainingslager der Stars zu erhalten. Sei es bei den Trainingseinheiten oder bei den Testspielen.

Und was verbirgt sich hinter CAMPontour?
Da gehen wir mit der WERDER Fußballschule raus in Vereine, Schulen, Firmen oder auch Sozialeinrichtungen. Wir stellen auf deren Sportanlage unser Knowhow zur Verfügung und werden mit den Kids aus der Region, die sich bei uns für das Camp bewerben können, ein mehrtätiges Camp absolvieren.

Gibt es bestimmte Aufnahmekriterien, die ein Kind erfüllen muss, um an den Angeboten teilzunehmen?
Nein, die gibt es nicht. Es kann jedes Mädchen und jeder Junge im Alter zwischen 6 und 13 Jahren an den Camps teilnehmen. Sie sollen einfach Spaß am Fußball haben. Die Vergabe der freien Plätze geht nach Einsendung der Anmeldung. Wer sich früh anmeldet, hat seinen Platz auch so gut wie sicher.

Gibt es eine bestimmte Anzahl an Teilnehmern pro Camp?
Ja, die ist unterschiedlich. Am OsterCAMP können rund 100 Kinder und Jugendliche teilnehmen, beim SommerCAMP und bei CAMPontour sind es rund 60, beim HeimspielCAMP 25 und beim TrainingsCAMP 48. Es kann aber auch mal sein, dass wir die Größe der Gruppen von Camp zu Camp variieren. Wir wollen die Gruppen auch nicht zu groß werden lassen, schließlich möchten wir mit den Kids intensiv arbeiten.

Dient die WERDER Fußballschule auch zum Zweck der Talentsichtung?
Nein, das ist nicht unser Ziel. An den Angeboten kann jeder teilnehmen, egal wie viel Talent in ihm steckt. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen ein wenig Fußball extra bieten und in ihnen die Begeisterung für den Sport wecken oder sie weiter fördern. Der Spaß und nicht der Leistungsdruck soll im Vordergrund stehen.

Sie waren als Trainer für Werder, den DFB und den FC Hansa Rostock tätig. Wird man Sie noch einmal als Trainer in der Bundesliga wiedersehen?
Nein, meine Trainerkarriere habe ich direkt nach meinem Engagement in Rostock ad acta gelegt. Daher stellt sich die Frage nicht mehr. Ich habe nach Rostock gemerkt, was ich nicht mehr will, und das war der Profi-Bereich. Ich habe keine Lust mehr auf den permanenten Druck, dem man unterzogen wird. Bei der WERDER Fußballschule kann ich mit Spaß, Freude und Leidenschaft arbeiten. Die Begeisterung für den Fußball, die noch in mir steckt, kann ich direkt an die Kinder weitergeben. Und ein Kinderlachen gehört für mich zu den schönsten Dingen dieser Welt.

notiert von Norman Ibenthal