Werder-Frauen mit drei Punkten zum ersten Advent

Werders Fußballerinnen freuen sich mit ihrer Torschützin Maren Wallenhorst über das Siegtor (Foto:Gloth).
Frauen
Sonntag, 28.11.2010 // 14:33 Uhr

Das war ein ganz schön hartes Stück Arbeit! Werders Fußballerinnen setzten sich am Sonntagmorgen in einem Geduldsspiel knapp mit 1:0 (0:0) bei Tennis Borussia Berlin durch. „Wir sind sehr glücklich, dass wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen können. Es war ein schwieriges Unterfangen. Der Gegner stand sehr tief und der Boden war schwer bespielbar. Doch wir haben es geschafft, die Berliner immer wieder zu beschäftigen und zu Fehlern zu zwingen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Daher haben wir letztendlich auch verdient gewonnen“, zeigte sich Trainer Holger Stemmann nach dem Schlusspfiff zufrieden.

 

Die Grün-Weißen waren von Beginn an das dominierende Team im Mommsenstadion, konnten sich aber gegen den auf Defensive ausgerichteten Gegner in der ersten Halbzeit nur wenige Tormöglichkeiten erspielen. Lediglich Maren Wallenhorst versuchte es wenige Minuten nach dem Anpfiff aus rechter Position, zielte jedoch zu hoch (2.) und kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Lisa-Marie Scholz nach einer Ecke von Lea Notthoff an den Ball, traf ihn jedoch nicht richtig (41.).

 

Den Gästen, die bis dahin nur durch vereinzelte Vorstöße für Entlastung gesorgt haben, gehörte dagegen die Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Ein flacher Schlenzer von Jessica Stegermaier von der linken Seite ging am langen Pfosten vorbei (46.) und Anne-Rose Lindner scheiterte wenig später in aussichtsreicher Position an Werder-Schlussfrau Jennifer Martens (48.).

 

Anschließend übernahmen jedoch wieder die Bremerinnen das Zepter auf dem gefrorenen Boden. Nahrin Uyar scheiterte nach guter Vorarbeit von Jessica Golebiewski aus elf Metern an TeBe-Torhüterin Kerstin Prusas (50.), ein Weitschuss von der eingewechselten Laura Kersting ging knapp am Tor vorbei (64.) und beim Flachschuss von der starken Lisa-Marie Scholz zeigte sich die Berliner Torfrau sicher (66.).

 

Ganz anders beim Siegtor, das nur kurze Zeit später fiel. Nach einem langen Ball von Lea Notthoff in den Lauf von Maren Wallenhorst hatte Prusas den Ball eigentlich schon sicher, ließ ihn aber aus den Händen gleiten. Werders erfolgreichste Torjägerin ließ sich die Chance nicht nehmen, zog in den Fünf-Meter-Raum und traf zum 1:0 (73.). Ihr zwölfter Saisontreffer.

 

Die Führung war für die Grün-Weißen wie ein Befreiungsschlag, denn plötzlich lief der Ball richtig gut durch die Reihen den Hanseatinnen. Nur wenige Minuten nach der Führung hatte Maren Wallenhorst den zweiten Treffer auf dem Fuß, zielte jedoch zu hoch (75.). Eine Minute später holte die TeBe-Torhüterin noch eine verunglückte Kersting-Flanke aus dem kurzen Eck (76.) und Augeblicke später bekam auch Jessica Golebiewski nicht genug Druck hinter den Ball (76.). Und da auch Lisa-Marie Scholz den Ball aus 15 Metern nicht im Tor unterbringen konnte (79.), blieb es letztendlich beim knappen aber verdienten Sieg für die Grün-Weißen, die damit den dritten Tabellenplatz festigten.

 

Norman Ibenthal

 

Tennis Borussia Berlin: Prusas - Stegermaier, Holzhaus, Müller, Seidemann - Brückner, Hess, Behrendt, Felsch (56. Hoppe) - Lindner, Wenk

 

Werder Bremen: Martens – Zunker (60. Kersting), Schröder (46. Möhlmann), Holsten, Votava – Notthoff, Scholz, Wallenhorst, Freyhat, Golebiewski (83. Haar) – Uyar

 

Tor: 0:1 Wallenhorst (73.)

 

Schiedsrichterin: Imke Lohmeyer (Holtland)

Mommsenstadion: 52 Zuschauer