U 17-Team erkämpft 0:4 gegen Meister Potsdam

Die Potsdamerin Sandra Starke drückt den Ball zum 0:3 aus Bremer Sicht über die Linie.
Frauen
Samstag, 05.06.2010 // 17:47 Uhr

Werders Fußballerinnen haben sich am zweiten Tag der deutschen U 17-Meisterschaften achtbar aus der Affäre gezogen. Gegen Titelverteidiger Turbine Potsdam unterlagen die Grün-Weißen mit 0:4, konnten jedoch mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Trainerin Birte Brüggemann hatte im Vergleich zum Spiel gegen den FC Bayer München am Vortag auf drei Positionen gewechselt. Verteidigerin Merle Liebs kam für Denise Depken und Nathalie Martens kam für Vanessa Lorenz.

 

 

Als Glücksgriff erwies sich dabei der Tausch der Torhüterinnen. Die junge Theresa Franzlüning bewahrte den Bremerinnen mit spektakulären Aktionen lange Zeit vor dem erwarteten Rückstand. So kamen die Potsdamerinnen zwar immer mal wieder durch die dicht gestaffelte und leidenschaftlich kämpfende Werder-Defensive, doch Franzlüning wehrte allein vier Großchancen der Brandenburgerinnen ab. Erst in der 24. Minute ging der haushohe Favorit in Führung. Vanessa Müller kam mit einem Aufsetzer aus 16 Metern erfolgreich. Mit dieser aus Bremer Sicht erferulichen Ergebnis ging es in die Pause, die bei ommerlichen Temeporaturen um 27 Grad Celsius auf dem sonnenüberfluteten Platz sehr willkommen kam.

 

Im zweiten Durchgang trauten sich die disziplinierten Werderanerinnen dann mehr zu und schickten immer wieder Manjou Wilde und Cindy König sowie mit langen Pässen auf die Reise. Zunächst konnte jedoch Potsdam nachlegen. In der 34. Minute überwand Sandra Starke, die herausstürmende Werder-Keeperin, Rettungsaktionen der Mitspielerinnen halfen nichts mehr. Doch Werder zeigte sich vor dem Potsdamer Gehäuse. Ein Distanzschuss von Alina Liesigk stellte kein Problem für die Turbine-Keeperin dar.

 

 

In der 45. Minute unterlief dann die Werder-Abwehr komplett ein Flanke Maike Lotze, so dass wiederum Sandra Starke die Kugel über die Linie drücken konnte. Es folgte die gelungenste Aktion der Grün-Weißen. Nach einem Doppelpass zwischen Ylenia Sachau und Cindy König flankt Sachau auf Cindy König, die per Direktabnahme aus acht metern nur Zentimeter über die Latte schoss.

 

Nach eine weiteren starken Parade von Franzlüning, kam nur wenig später auf Potsdam schließlich zum Endergebnis. Die gerade eingewechselte Joana Beckers verwertete einen Lattenabpraller nach einem Schuss von Kristin Demandt.

 

Nach Schlusspfiff zeigte sich Trainerin Birte Brüggemann zufrieden mit der Leistung des Teams und dem Ergebnis: „Unsere junge Mannschaft hat hier sehr mutig gegen den deutschen Meister gespielt und dieses für uns gute Ergebnis erreicht. Unsere Mädchen müssen das ganz realistisch einschätzen. Sie haben als Nachwuchsteam eines jungen Frauenfußballprojekts, als Unterbau eines Zweitligisten gegen die Talenteschmiede des Champions-League-Gewinners gespielt, deren zweite Mannschaft sogar in der Spitze der zweiten Bundesliga mitkickt.“

 

Am Sonntag müssen die Werder-Mädchen dann gegen das U 17-Team des FCR 2001 Dusiburg antreten. Die Partie wird um 10.30 Uhr im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen angepfiffen.

 

 

Werder U 17: Theresa Franzlüning, Merle Liebs, Saskia Bohling, Melina Schoote, Mirja Budde, Nathalie Martens, Ylenia Sachau, Manjou Wilde, Meggie Schröder (54. Nina Woller), Cindy König, Alina Liesigk (44. Sarina Meier)

 

von Michael Rudolph