Fehlstart für die B-Juniorinnen: 1:5 gegen Leipzig

Eine der wenigen mit Normalform gegen Leipzig: Meggie Schröder.
Frauen
Freitag, 05.06.2009 // 23:28 Uhr

Werders B-Juniorinnen haben das erste Spiel der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft im baden-württembergischen Ruit gegen den Leipziger FC 07 mit 1:5 verloren. „Die Niederlage ist verdient, aber die Höhe schmerzt“, sagte Trainerin Birte Brüggemann. Unnötig viele individuelle Fehler in der Defensive sorgten für das letztlich sehr deutliche Ergebnis. Schon nach 30 Sekunden konnte eine Leipzigerin den Norddeutschen Meister schocken und unbedrängt zum 0:1 einschieben. Danach fanden die Grün-Weißen langsam zu ihrem Spiel, standen kompakt in der Abwehr und kombinierten gefällig nach vorn. Der schnelle Lohn: das 1:1 durch Nathalie Martens, nachdem Cindy König mit einem tollen Pass die Viererkette ausgehebelt hatte (5.).

 

In der 14. Minute hätte Meggie Schröder fast die überraschende Führung erzielt, vertändelte jedoch im Sechzehner den Ball. Die Quittung folgte prompt – mit einem Doppelschlag nach zwei ärgerlichen Patzern in eigentlich harmlosen Situationen zogen die Leipzigerinnen in der 16. und 19. Minute auf 1:3 davon. In der Pause bekam die Mannschaft laut Brüggemann „ein Donnerwetter“ zu hören. Zehn Minuten lang fruchteten die Ansagen, dann verfiel das Team wieder ins fehlerhafte Spiel der ersten Halbzeit. Als in der 50. Minute eine Leipzigerin gleich von einer Handvoll Verteidigerinnen zum Torschuss aus 16 Metern eingeladen wurde und sich die Chance nicht entgehen ließ, war die Entscheidung gefallen. Das 1:5 kurz vor Schluss fiel dann kaum noch ins Gewicht, entstand aber wieder aus einem vermeidbaren Fehler.

 

„Hier zu verlieren ist okay“, fasste Birte Brüggemann zusammen, „aber die Art und Weise nicht. Wir haben einfach kein Defensivverhalten gezeigt, einige haben ihre Normalform nicht annähernd erreicht.“ Nur Meggie Schröder, Nathalie Martens und Cindy König konnte die Trainerin ein gutes Spiel bestätigen. „Leipzig hat unsere junge Mannschaft alt aussehen lassen.“ Zwei Chancen zur Rehabilitation gibt es noch: am Samstag gegen Duisburg und am Sonntag gegen Sindelfingen.

 

von Enrico Bach