Erfolg dank Selbstvertrauen

Alexander Kluge im Viererketten-Gespräch

"Ein besonderes Spiel" sei das in Magdeburg gewesen, Werder gewann am Ende mit 1:0 (Archivfoto: Haß).
Frauen
Donnerstag, 08.06.2017 // 13:06 Uhr

Von Marcel Kuhnt und Maximilian Prasuhn

Die Spielzeit 2016/17 ist vorüber. Zeit also, auf das Jahr  der Werder-Teams zurückzuschauen. WERDER.DE traf sich mit den Trainern des WERDER Leistungszentrums und analysierte mithilfe des Interviewformates Viererkette die abgelaufene Saison. Dabei beantworteten die Coaches drei allgemeine Fragen sowie eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. Heute: Trainer Alexander Kluge und seine U 17-Juniorinnen.

Werders U 17-Juniorinnen erlebten in dieser Spielzeit eine Saison, die für dieses Jahr wohl irgendwie Werder-Typisch ist. Während nach der Hinrunde gerade mal 11 Zähler auf dem Konto standen, avancierten die Grün-Weißen in der Rückrunde zu einem der Top-Klubs der Liga, sammelten 24 Punkte und waren somit das beste Team der zweiten Saisonhälfte. Um am Ende auch noch ganz oben anzugreifen und den Potsdamern den Titel in der Staffel Nord/Nordost streitig zu machen, fehlten ein paar Punkte. Dennoch: Der Verlauf dieser Spielzeit ist erfreulich, die U 17-Juniorinnen haben sich unter ihrem Trainer Alexander Kluge sehr positiv entwickelt und das nötige Selbstvertrauen getankt, um auch den Spitzenteams wie dem SV Meppen Punkte streitig zu machen. 

Die Mannschaft hat sich super weiterentwickelt und darauf können wir stolz sein.
Alexander Kluge, Trainer der U 17-Juniorinnen

Was für ein Fazit kann man für diese Spielzeit ziehen?

Alexander Kluge: "Wir können gerade mit der zweiten Saisonhälfte sehr zufrieden sein. Die Saison hat spielerisch und punktemäßig schlecht begonnen. Nach einer guten Vorbereitung waren wir in den ersten Spielen nicht fokussiert. Wie die Mädels trotz dieser Rückschläge nie aufgehört haben, an sich zu arbeiten, wissbegierig blieben und lernwillig waren und sich dann auch die Punkte zurückgeholt haben, das war schon richtig gut. Dann haben sie auch eine saustarke Rückrunde gespielt."

Wer war die Entdeckung der Saison?

Alexander Kluge: "Man kann von ganz vielen Entdeckungen sprechen. Gerade Anneke Borbe hat eine gute Entwicklung gemacht, mit dem Umzug nach Bremen sowohl persönlich als auch sportlich. Nora Clausen ist auch eine Spielerin, die ganz viel Talent mitbringt, oder auch Selma Licina. Kim Baade, Jana Siedler - unsere Küken in der Mannschaft, die sich nicht versteckt und frischen Wind reingebracht haben. Sie haben auch einen großen Anteil daran, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat."

An welches Spiel denkst du am liebsten zurück?

Alexander Kluge: "Da fallen mir einige Spiele ein. Ein besonderes Spiel war der 1:0 Sieg gegen Magdeburg. Da sind wir sehr schlecht gestartet und konnten dann doch einen überraschenden Dreier einfahren. Auch die Partie in Jena zähle ich dazu, die sehr offen war. Dort haben wir eine super Moral bewiesen. Kurz vor Schluss gewinnen wir nach einem besonderen Moment von Nora Clausen mit 1:0. Was auch sehr schön war, war das Spiel in Meppen. Die mussten ihre einzige Saisonniederlage gegen uns einstecken. An dem Tag hat wirklich alles geklappt."

Wie sehr ärgert es dich, dass die Mannschaft manchmal ihr volles Potenzial nicht abgerufen hat?

Alexander Kluge: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann man sagen, dass wir dazu in der Lage gewesen wären, um die Meisterschaft mitzuspielen. Am Saisonanfang merkte man aber, dass wir nicht fokussiert und selbstbewusst waren. Das Selbstvertrauen haben wir uns während der Saison erarbeitet. Von daher brauchen wir gar nicht unbedingt in die Vergangenheit schauen. Die Mannschaft hat sich nämlich super weiterentwickelt und darauf können wir stolz sein."