"Geduldig geblieben und Qualität gezeigt"

Die Stimmen nach dem Auswärtssieg gegen Aue

Niklas Schmidt bejubelt seinen Treffer zum 3:0 in Aue.
Zum Ende hin belohnt: Werder schlägt Erzgebirge Aue mit 3:0 (Foto: WERDER.DE).
Profis
Sonntag, 08.05.2022 / 17:10 Uhr

Von Fiona John

Im letzten Auswärtsspiel der Saison tat sich der SV Werder lange schwer. Erst in der Nachspielzeit vielen die erlösenden Treffer zum 3:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue (zum Spielbericht) nachdem man lange mit der 1:0-Führung zittern musste. „Wir haben am Ende unsere Qualität gezeigt und sind geduldig geblieben. Darüber freue ich mich“, erklärte Torschütze Niclas Füllkrug im Anschluss an die Partie.

Werder.de fasst die Stimmen nach dem Spiel zusammen:

Zum Spielverlauf:

Niclas Füllkrug: "Das 3:0 hört sich einfacher an, als es war. Man hat gesehen, dass viel aus dem Spiel geht. Man versucht dann ein Spiel so anzugehen, dass hinten nichts passiert. Offensiv hat es mir heute nicht gefallen. Wir hatten viele Ballverluste und waren individuell nicht an der Leistungsgrenze. Trotzdem haben wir unsere Qualität am Ende nochmal gezeigt, sind geduldig geblieben. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Drang entwickelt und sind so in Führung gegangen. Super, dass ein Abwehrspieler das 1:0 macht – das haben wir gebraucht um das Spiel in unsere Richtung zu lenken. Am Ende ist es ein Arbeitssieg. Wir hatten viel Ballbesitz und gute Lösungen, haben aber immer schlecht zu Ende gespielt. Dann hilft so ein Standardtor enorm. Ich freue mich einfach. Wir haben nicht aufgegeben und sind klar im Kopf geblieben. Dann kann man auch noch zwei Tore machen und das Spiel zu seinen Gunsten drehen."

Niklas Schmidt: "Das ist völlig egal, wir haben das Spiel gewonnen. Wenn du gestern das Spiel gegen Schalke gesehen hast, die haben auch irgendwie gewonnen. Wir haben jetzt auch irgendwie gewonnen, aber die Art ist mir egal. Wir haben jetzt drei Punkte und wollen in der nächsten Woche den Deckel draufmachen.“

Marco Friedl: "Es war ein absoluter Arbeitssieg. Wir wussten, dass das ein schwieriges Spiel wird, weil Aue letzte Woche auch in der Höhe unglücklich verloren hat. Sie hatten ihr letztes Heimspiel, waren schon abgestiegen, hatten nichts mehr zu verlieren. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, haben aber auch die ein oder andere Chance ausgelassen. Das haben wir in der Pause auch klar angesprochen. Seit Freitag haben wir wieder alles in der eigenen Hand, das ist uns völlig klar. Nach der Halbzeit hatten wir das Spiel besser im Griff, sind dann ja auch recht früh in Führung gegangen. Trotzdem haben wir einige Chancen nicht gut ausgespielt, aber in der Höhe dennoch verdient gewonnen.“

Ole Werner: "Wir freuen uns über den Sieg. Sicherlich sehr wichtig, zwei Spieltage vor Schluss. Jetzt geht’s weiter. Ich habe mich gefreut, aber bin auch erleichtert, dass das Spiel jetzt vorbei ist, dass wir die Punkte im Sack haben. Das Tor von Marco Friedl war wichtig in der Phase, in der wir aus der Halbzeit kommen und das Spiel direkt entscheidend in unsere Richtung lenken. In der ersten Halbzeit hatten wir schon mehr Probleme gehabt, mal einen Rhythmuswechsel zu haben. Wir hatten zwei Chancen, einmal ein Querpass, der nicht ganz ankommt und einmal Romano Schmid mit einem Abschluss, wo wir vielleicht in Führung gehen können. Daher war es eben wichtig, dass Marco nach der kurz ausgeführten Standardsituation zur Stelle war.“

Zur Favoritenrolle vor dem Spiel:

Niclas Füllkrug: "Ich hatte noch nie ein einfaches Spiel in Aue. Dass ich gesagt habe, wir wollen so hoch gewinnen wie möglich, hing nicht mit dem Gegner Aue zusammen, sondern mit der Faktenlage, dass das Torverhältnis so eng ist. Da hätte auch jeder andere Gegner kommen können. Man hat gemerkt, dass wir mit einer gewissen Vorsicht rangegangen sind, aber trotzdem ganz klar waren. Wir wollten das Spiel gewinnen."

Leonardo Bittencourt: „Letztendlich ist es uns egal, wer uns gegenübersteht. Wir müssen unsere Punkte holen. Da kann man nicht sagen ‚die haben letzte Woche auf’n Sack bekommen, die kriegen jetzt wieder auf’n Sack.‘ Das sind alles Männer, die auch ihre Ehre haben, die sich nicht jede Woche abschießen lassen wollen. Das haben wir auch gemerkt. Von daher war es für uns heute ein schwieriges Spiel. Letztendlich war es glaube ich ein verdienter Sieg."

Niklas Schmidt: "Wir haben die Aufgabe sehr ernst genommen. Klar, Aue wollte sich positiv mit ihrem letzten Heimspiel aus der zweiten Liga verabschieden. Sie haben letzte Woche 6:0 verloren und da haben wir uns schon gedacht, das Spiel heute kann nur ein Geduldsspiel werden. Das wurde es dann auch. Wir hatten auch in der ersten Halbzeit gute Phasen, natürlich sieht es dann etwas verkrampft aus. Der Trainer hat uns in der Halbzeit nochmal richtig eingeschworen und gesagt „habt Geduld“. Das haben wir auf dem Platz dann gemacht. Wir waren immer positiv eingestellt und sind sehr froh, dass wir den Sieg eingefahren haben.“

Ole Werner: "Von außen wurde viel geredet. Intern wurde anders geredet, wie es oft immer so ist. Uns war klar, dass es heute hier nicht einfach wird, dass wir zwei Spieltage vor Schluss den Druck, den wir vor dem Spiel hatten, auch erst mal standhalten mussten und dass Aue sich sicherlich anders präsentieren wolle als letzte Woche."

Zum Saisonfinale gegen Regensburg:

Niclas Füllkrug: "Zu nächster Woche geht mir noch gar nichts durch den Kopf. Das wird ein ganz emotionales Spiel, aber wir müssen einen kühlen Kopf behalten, es souverän angehen, ruhig bleiben und das Spiel wie jedes andere spielen. Dann hoffen wir, dass wir unsere Fans glücklich machen. Wir sind aber auch demütig und eher entspannt. Wir werden da aber nicht auf einen Punkt spielen, es ist ein Heimspiel, das wir bestmöglich gestalten und gewinnen wollen. Ich bin stolz und froh, dass wir es heute geschafft haben. Wir haben nächste Woche ein ganz wichtiges Spiel, deshlab beginnt heute die Regeneration für nächsten Sonntag."

Leonardo Bittencourt: "Die Ergebnisse von Freitag und Samstag sind egal, solange wir alles in der eigenen Hand haben. Der Blick geht nur nach vorne, der Blick liegt auf Regensburg. Wir schauen nur auf unsere Aufgaben, nicht nach links und rechts. Wir wollen nächsten Sonntag gewinnen.“

Marco Friedl: "Wir werden jetzt direkt mit der Vorbereitung auf Regensburg starten. Wir wissen genau, was jetzt für uns möglich ist, was wir uns erarbeitet haben, obwohl wir schon so weit weg waren. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Der Sieg heute ist schön, bringt uns aber nur etwas, wenn wir nächste Woche auch gewinnen. Letzte Woche haben wir es verbockt, die anderen Mannschaften drängen von hinten, wir müssen das Spiel für uns positiv gestalten.“

Niklas Schmidt: "Es tut sehr gut, wieder alles in der eigenen Hand zu haben. Das muss Selbstvertrauen geben. Wir dürfen auf keinen Fall eine Sekunde nachlassen. Der Trainer sagte im Kreis, heute können wir uns freuen. Ab morgen gilt der volle Fokus auf Regensburg. Es ist noch ein Spiel, das wollen wir unbedingt positiv gestalten. Wir haben nächste Woche ein schweres Spiel vor uns, das wollen wir aber unbedingt gewinnen.“

Ole Werner: "Ich freue mich auf das Spiel nächste Woche. Ich bin voller Vorfreude, dass wir im Saisonfinale dabei sind, wenn es um die begehrten Plätze geht. Aber der Blick gilt jetzt erst mal zu der Arbeit, die wir zu verrichten haben. Und die Arbeit muss unter der Woche, ab heute eigentlich, anfangen, mit einer guten Regeneration und mit einer guten Trainingsleistung, sodass wir gut vorbereitet sind und dann gegen Regensburg gut zu spielen.“

Zur Unterstützung der Fans:

Marco Friedl: "Die Fans sind geil. Wie sie uns unterstützen taugt mir richtig! Unsere Fans sind unglaublich, das wissen wir nicht erst seit heute. Ich freue mich, dass wir ihnen heute etwas zurückgeben konnten. Danke an alle Fans!“

Niklas Schmidt: "Absolut phänomenal. Auf dem Weg zum Stadion war schon jedes Auto am Hupen. Da haben wir uns gedacht, das können doch nicht nur 1.000 Fans sein. Wir haben uns riesig darauf gefreut, dass so viele da sind. Ich glaube, zu den Fans muss man nicht viel sagen. Sie sind unglaublich und pushen uns unglaublich nach vorne, jetzt wollen wir sie auch beschenken.“

Ole Werner: "Das war heute ein halbes Heimspiel von der Stimmung und vom Support her. Überall, wo du hingeguckt hast, nicht nur in unserem Block, überall eigentlich immer klar erkennbare grüne Flecken – so muss es sein und das hat uns sicherlich heute auch ein Stück weit getragen.

 

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