"Nicht das, wofür wir stehen wollen"

Die Stimmen nach dem Pokalaus in Paderborn

Niclas Füllkrug schießt.
Die Aufholjagd des SV Werder wurde nicht belohnt (Foto: WERDER.DE).
Profis
Mittwoch, 19.10.2022 / 23:10 Uhr

Von Justus Pludra und Fiona John

Für den SV Werder war der Pokalabend beim SC Paderborn voller Emotionen. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte ging der SVW mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Grün-Weißen jedoch mal wieder zurück. Nach der Einwechslung von Leonardo Bittencourt, der nicht nur für neuen Schwung, sondern auch für ein Tor und einen Assist sorgte, schaffte Werder sogar den Ausgleich. Doch im Elfmeterschießen avancierte Werders vermeintlicher Matchwinner zum tragischen Helden, als er den letzten Elfer vergab. "Das ist Fußball, das gehört dazu. Er hatte erstmal einen großen Anteil daran, dass wir überhaupt zurückgekommen sind", erklärte Werner im Anschluss an das Duell.

WERDER.DE fasst die Stimmen von Ilia Gruev, Leonardo Bittencourt, Niclas Füllkrug und Trainer Ole Werner zusammen:

Zum Spielverlauf:

Ilia Gruev: "Das war echt schlecht von uns. Besonders im Pokal können wir so nicht auftreten, da gibt es nur eine Chance. Nach dem 0:2 machen wir es eigentlich gut, kommen wieder zurück. Dann wird uns ein klares Tor aberkannt. Keine Ahnung warum."

Leonardo Bittencourt: "Mit Blick auf die ersten 45 Minuten, war es nicht das wofür wir stehen wollen. Das war richtig schlecht. Danach kommen wir zurück und machen sogar das 3:2. Das wird uns, aus welchen Gründen auch immer, aberkannt. Dann entscheidet das Elfmeterschießen. Einer muss gewinnern, einer verlieren. Ich habe es heute verkackt, da kann ich mich nur  bei der Mannschaft entschuldigen. Aber es geht weiter, auch wenn das heute extrem bitter ist für die Mannschaft. Es war klar, dass Paderborn nicht zu Unrecht da in der zweiten Liga steht, wo sie stehen. Eine extrem unangenehme Mannschaft, die eine guten Ball spielt und gute Spieler in ihren Reihen hat. Aber das ist der Pokal. Da musst du von der ersten Sekunden an da sein."

Niclas Füllkrug: "Ich bin schon sehr enttäuscht, besonders von den ersten 35 Minuten. Ich glaube da waren einige mit den Köpfen noch in der Kabine. Es gab nach dem Mainz-Spiel nicht den erhofften Leistungsschub, den es gebraucht hätte. Das ist sehr schade, aber jetzt müssen wir versuchen es gegen Freiburg besser zu machen."

Ole Werner: "Wir haben es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht geschafft, saubere Pässe zu spielen. Dazu haben wir viele Bälle im Gegenpressing verloren und sind dadurch in Konter gelaufen. Und dann haben wir es bei beiden Gegentoren in der letzten Kette auch sehr schlecht verteidigt. Insgesamt war es die ersten 55 Minuten eine sehr schlechte Leistung von uns. Danach wurde es, auch durch die Wechsel mit denen wir eine andere Aktivität auf dem Platz hatten, besser. Trotzdem haben wir ab da nicht die Sterne vom Himmel gespielt. Sondern wir haben den Pokalfight angenommen und sind dann darüber auch verdient ins Spiel zurückgekommen."

Zum aberkannten Tor:

Ilia Gruev: "Wir machen das 3:2 und jubeln alle. Der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt, dass es ein ganz klares Tor ist. Und auf einmal mischt sich der Linienrichter ein. Ich weiß nicht wieso er das macht."

Leonardo Bittencourt: "Das ein Spieler nach einer Ecke mal auf dem Boden liegt, ist klar. Dann entscheidet der vierte Offizielle, der an der Mittellinie steht, dass vor der Ecke eine Hand im Gesicht war. Also bei aller Liebe, denn die Schiedsrichter haben heute eigentlich einen guten Job gemacht: Manchmal habe ich das Gefühl, dass die ohne Videoschiedsrichter nicht mehr können. Meiner Meinung nach bringt die Entscheidung des vierten Offiziellen unnötig Chaos in ein eigentlich tolles Pokalspiel."

Niclas Füllkrug: "Uns wurde auf dem Platz vom Schiedsrichter kommuniziert, dass Fabios Hand vor dem Eckball im Gesicht seines Gegenspielers war. Gesehen hat das der vierte Offizielle, der 50 Meter entfernt an der Mittellinie stand. Dann wurde die Ecke wiederholt, obwohl vorher gar nicht abgepfiffen wurde. Also alles ganz wirr. An sich mache ich ein ganz normales Kopfballtor. Ich glaube auch nicht, dass die Szene von Fabio dafür entscheidend war."

Ole Werner: "Ich verstehe nicht, warum das Tor zurückgenommen wurde. Besonders die Art und Weise, wie es dann passiert ist, ist schon bemerkenswert. Im Elfmeterschießen haben wir trotzdem noch die Chance das Ding zu ziehen, weil die Elfmeter auch überwiegend gut geschossen waren. So ist es ein extrem bitterer Abend für uns."

Zu Leonardo Bittencourt:

Ilia Gruev: "Erstmal muss ich sagen: Hut ab, wie er reinkam. Er hat sofort ein Tor gemacht, die Mannschaft gepusht, die Fans mitgenommen und ist extrem aktiv gewesen. Das er dann den Elfmeter verschießt ist extrem bitter, aber das kann jedem von uns passieren."

Ole Werner: "Das ist Fußball, das gehört dazu. Er hatte erstmal einen großen Anteil daran, dass wir überhaupt zurückgekommen sind. Weil er mit seiner Einwechslung frischen Wind reingebracht hat. Nicht nur, weil er das Tor erzielt hat, sondern weil er auch die Mannschaft mitgerissen hat. Das hat uns vorher ein bisschen gefehlt."

 

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