Gefragte Führungsqualität

Kazior und Co. wollen im Abstiegskampf die Ruhe bewahren (Foto: hansepixx).
U23
Donnerstag, 13.04.2017 // 17:26 Uhr

Von Marcel Kuhnt

So langsam geht es auch in der 3. Liga in die heiße Schlussphase der Saison. Wenn am Samstag in Regensburg das Spiel angepfiffen wird, sind es für Werders U 23 noch sieben Partien, um die nötigen Zähler für den Klassenerhalt einzufahren. Auch in Regensburg erwartet die Kohfeldt-Elf eine stimmungsvolle Kulisse. Mit 5.500 Zuschauern im Schnitt liegt der Jahn zwar nur im Mittelfeld der Publikumstabelle der 3. Liga, doch für eine gute Atmosphäre ist das Team aus Bayern bekannt. „Gerade bei hitzigeren Spielen oder mit mehr Zuschauern ist es wichtig, sich nicht davon beeindrucken zu lassen, sondern sich auf seine eigene Leistung zu konzentrieren“, sagt Rafael Kazior.

Werders U 23-Kapitän weiß aufgrund seiner Erfahrung wie schwer es sein kann, vor einer lautstarken Kulisse zu spielen. Doch für Kazior, der mittlerweile 134 Spiele in der 3. Liga zu Buche stehen hat, können Gesänge gegnerischer Fans auch motivierend sein: „Man sollte sich nicht davon anstecken, sondern eher beflügeln lassen. Es ist dasselbe Spiel und das Tor ist genauso groß.“

Beflügelt in den Saisonendspurt? Genau das ist es, worauf der 34-Jährige setzt. Einen erneuten Krimi wie in der letzten Spielzeit, als man sich erst in letzter Sekunde retten konnte, will sowohl er als auch die übrige Mannschaft vermeiden. Hierbei ist entscheidend, dass die Grün-Weißen ihr volles Leistungsvermögen abrufen. Und dafür gibt es ein einfaches Rezept. „Wir müssen Ruhe bewahren. Ich denke, dass hat uns letztes Jahr stark gemacht. Wir dürfen keine Unruhe aufkommen lassen und uns auf unsere eigenen Stärken besinnen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist ebenfalls ein großes Plus“, sagt ‚Rafa‘.

Dass er als Mannschaftsführer dabei eine besondere Rolle einnimmt, weiß Werders Nummer 32 zur Genüge. Trotz der Kapitänsbinde nimmt er aber auch die anderen Kollegen in die Pflicht auf dem Feld voranzugehen. „Früher war der, der die Binde trägt, der absolute Chef auf dem Platz und Wortführer. So etwas bin ich nicht unbedingt, sondern empfinde einfach Spaß daran. Ich bin schon immer einer gewesen, der versucht hat, die Fahne hochzuhalten und seinen Mann zu stehen, auch wenn es einmal schlecht läuft“, unterstreicht er. Und dennoch wird er vorangehen, wenn es am Samstag in Regensburg um wichtige Punkte geht.