Skripnik sauer über Gelbsperren von Fritz und Junuzovic

Cheftrainer Viktor Skripnik zeigte sich verärgert über die gelben Karten von Fritz und Junuzovic (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 05.03.2016 // 21:03 Uhr

Riesenfreude bei allen Werderanern nach dem grandiosen 4:1-Sieg über Hannover 96. Lediglich zwei Gelbsperren trübten ein wenig die Vorfreude auf einen selbstbewussten Auftritt in der kommenden Woche bei Meister Bayern München. Kapitän Clemens Fritz muss nach einem Foulspiel aufgrund seiner zehnten gelben Karte pausieren, Zlatko Junuzovic bekam wegen Zeitspiels die fünfte gelbe Karte.

Für Irritationen sorgten nach Abpfiff Aussagen von Zlatko Junuzovic, der durchblicken ließ, dass er mit der Sperre gut leben kann und von Absprachen im Team redete. Gedanken, die seinen Cheftrainer richtig ärgerten. „Für uns sind auch solche Spiele gegen eine Mannschaft wie die Bayern wichtig. In solchen Spielen kann sich unser Team auch weiterentwickeln. Ich weiß nicht, was die Spieler untereinander absprechen, aber wenn sie für sich entscheiden, sich eine Sperre zu holen, halte ich das für falsch. Ich habe in der Kabine schon ein paar kritische Worte für Zladdi gefunden.“ Skripnik weiter: „Auf so eine Partie schaut das ganze Land und da will man natürlich bestmöglich aussehen. Das wird ohne zwei solche Leistungsträger noch schwerer, aber wir wollen uns dennoch gut verkaufen.“

Auch Claudio Pizarro pflichtet vor seiner Rückkehr zu seinem Ex-Team seinem Trainer bei. „Diese Partie nächste Woche ist eine ganz besondere für mich. Ich treffe meine alten Kollegen und die Fans, die mich auch sehr unterstützt haben. Ich würde dort natürlich auch gern erfolgreich sein, aber da fehlen uns natürlich jetzt zwei absolut Leistungsträger.“ Jannik Vestergaard überraschte das Thema nach dem Schlusspfiff. „Ich hatte das ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm. Dass die beiden fehlen, höre ich jetzt zum ersten Mal. Für die Aufgabe in München ist das natürlich schlecht.“

Clemens Fritz gibt sich gelassen in dieser Diskussion. „Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt für eine Sperre. Sicher ist es ärgerlich, dass ich in München fehle, aber die nachfolgenden Partien sind auch wichtig. Ich bin aber auch froh, dass wir zwei Mal nach München fahren. Im Pokal kann ich diese Atmosphäre in der Allianz-Arena ja miterleben.“