Die Serie soll halten! Auch im vierten Bundesligaspiel seit der Zusammenarbeit mit Mentaltrainer Jörg Löhr wollen die Grün-Weißen ungeschlagen bleiben. In der Woche vor dem Spiel gegen den Rückrunden-Tabellenfüher 1. FC Nürnberg gaben die Hanseaten über die Kooperation mit dem ehemaligen Handball-Nationalspieler, der zu den gefragtesten Persönlichkeitstrainern Deutschlands zählt, bereitwillig Auskunft.

Mentaltrainer als Ergänzung zur täglichen Trainingsarbeit

Schaaf verriet, dass der Kontakt zu Löhr "nach Gesprächen mit den Geschäftsführern und mir zustande kam." Empfohlen wurde der Experte aber auch von Handball-Bundestrainer Heiner Brand, mit dem der Werder-Coach telefonierte. Löhr hatte unter anderem 2007 vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land mit der Handball-Nationalmannschaft gearbeitet, die damals den WM-Titel gewann. Heute wird der 49-Jährige regelmäßig aus Wirtschaft und Sport gebucht, betreut Spitzensportler, Nationalmannschaften und seine Referenzen im Firmenbereich sind namhaft: IBM, Oracle, Daimler, SAP, Porsche, Deutsche Telekom, ADAC, BASF, Siemens, L'Oréal, BMW und weitere Unternehmen. Erfahrungen bringt er auch aus der eigenen Karriere mit. 94 Mal lief er im Nationaltrikot auf, wurde Europa-Cup-Sieger und Deutscher Meister (mit der SG Wallau-Massenheim), Deutscher Pokalsieger (mit dem TSV Milbertshofen) und passt damit bestens zu Werder.

Dass die Treffen mit einem Mentaltrainer jedoch nur eine Ergänzung zur täglichen Trainingsarbeit sein können, ist in Bremen allen Verantwortlichen klar. Trotz der drei Spiele ohne Niederlage ging es am Weser-Stadion in dieser Woche gewohnt konzentriert zu. "Entgegen dem Eindruck der von außen manchmal wahrgenommen wird, ist bei uns keine Ruhe eingekehrt. Wir müssen weiter hellwach sein, weiter alles ausschöpfen, was sich an Verbesserungsmöglichkeiten bietet. Wir sind nicht in der Gefahr, die Lage falsch einzuschätzen. Es ist längst noch nicht alles getan", unterstrich Klaus Allofs vor dem Nürnberg-Spiel noch einmal dick. Schaaf weiß das: "Unsere Arbeit ist wie ein Puzzle, dass ständig neue zusammengesetzt werden muss, damit es ein Bild ergibt."