Erstes Heimspiel, zweiter Sieg: Wallenhorst trifft zum 1:0

Erzielte das entscheidene Tor des Tages: Maren Wallenhorst.
Frauen
Sonntag, 22.08.2010 // 19:26 Uhr

In einem durchschnittlichen Zweitliga-Spiel konnte das Team von Werder Bremen die Heimpremiere gegen den FSV Gütersloh 2009 für sich entscheiden. Die Grün-Weißen gewannen...

In einem durchschnittlichen Zweitliga-Spiel konnte das Team von Werder Bremen die Heimpremiere gegen den FSV Gütersloh 2009 für sich entscheiden. Die Grün-Weißen gewannen die Partie gegen die Ostwestfalen durch ein Tor von Maren Wallenhorst mit 1:0 (0:0).

Ein aktiver Beginn der Spielerinnen von Trainer Holger Stemmann ließ zunächst mehr vom zweiten Saisonspiel der Fußballerinnen von Werder Bremen erwarten. So waren es in den ersten zehn Minuten besonders Katharina Hamann mit den beiden Sturmspitzen Nahrin Uyar und Maren Wallenhorst, die für viel Bewegung im Angriffsspiel der Werderanerinnen sorgten und die Hintermannschaft der Gütersloherinnen unter Druck setzten. Ein Freistoß von Lea Notthoff, ein 20-Meterschuss von Maren Wallenhorst und ein Kopfball von Lisa-Marie Scholz nach einer Ecke waren die torgefährlichsten Szenen in der Anfangsphase. Notthoff, Scholz und Wallenhorst waren es auch, die im Laufe der ersten Halbzeit mehr und mehr das Werder-Spiel in die Hand nahmen. Angriffe in Tornähe wurden jedoch zunächst solide von der Gütersloher Abwehr um U 20-Weltmeisterin Kristina Gessat gestoppt.

Nach einem passiven Beginn fanden nun auch die Gäste in die Begegnung und hielten spielerisch dagegen. In der 23. Minute kam Katrin Posdorfer aus 16 Metern zur ersten Chance der Gütersloherinnen, nachdem Juniorennationalspielerin Annabel Jäger eindrucksvoll in den Werder-Strafraum dribbelte und mit viel Übersicht in den Rücken der Abwehr spielte. Der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Werder hielt dagegen und erkämpfte sich Möglichkeiten. Nach einer Flanke von der rechten Seite und einem Querschläger der Ostwestfalen versuchte zunächst Wallenhorst per Direktabnahme den Ball in Richtung Tor zu bringen, dieser landete vor den Füßen ihrer Sturmpartnerin Nahrin Uyar, die das Spielgerät im Tor unterbrachte. Vorher jedoch hatte das Schiedsrichtergespann auf Abseits entschieden. Kurz vor der Pause war es erneut Nahrin Uyar, die Werder hätte in Führung bringen können. Nach Pass von Mira William scheiterte die Angreiferin an Gäste-Torfrau Anja Berger.

Zur zweiten Halbzeit kam für die angeschlagene Werder-Torhüterin Maria Doll, Jennifer Martens ins Spiel. Für Katharina Hamann kam Jessica Golebiewski, die auf der rechten Seite mit guten Aktionen zu mehreren Angriffen beitrug. Die zweite Hälfte begann aber mit einer Schrecksekunde: Nach einer Gütersloh-Ecke und verunglückter Kopfballabwehr landete der Ball überraschend vor Brigitta Schmücker, die den Ball allerdings nicht verwerten konnte. Die Entscheidung sollte in der 54. Minute fallen: Nach starker Balleroberung und Pass von Werders Lisa-Marie Scholz landete der Ball bei Maren Wallenhorst. Die setzte sich gegen die FSV-Verteidigerin Kristina Gessat durch und schloss eiskalt zum 1:0 ab.

Was folgte war noch einmal ein Aufbäumen der Gütersloherinnen. So vergaben Claassen und Lina Magull gegen Jennifer Martens. Die Angriffsbemühungen nahmen jedoch ab, als bei Werder Alexandra De Nuzzo ins Spiel kam und auf der rechten Seite, gemeinsam mit Jessica Golebiewski, für frischen Wind und für Entlastung sorgte. Torchancen ergaben sich nun wieder für Werder. Mit einem sehenswerten Distanzschuss auf die kurze Ecke prüfte Golebiewski Güterslohs Anja Berger. Ebenfalls aus Distanz probierte es kurze Zeit später Spielführerin Lea Notthoff. Ihr Schuss verfehlte das Gehäuse nur knapp.

Zur letzten Torchance für die Gäste aus Gütersloh kam die Weltmeisterin Kristina Gessat. Nach einer Ecke in der 89. Minute hielt sie aus 16 Metern drauf, verfehlte jedoch.

„Das war ein hartes Stück Arbeit, aber so hatten wir das Spiel auch erwartet. Der Sieg war die Leistung des kompletten Teams. Ich hätte uns allerdings gerne noch ein bisschen präsenter und selbstbewusster gesehen“, sagte Trainer Holger Stemmann nach dem Schlusspfiff.

Erik Rossel

Werder Bremen: Doll (46. Martens) – William, Schröder, Holsten, Votava - Hamann (46. Golebiewski), Scholz, Notthoff, Schneider– Wallenhorst, Uyar (70. De Nuzzo)

FSV Gütersloh 2009: Berger – Barwinsky, Gessat, Posdorfer, Jäger (83. Bentkämpfer) - Hackmann, Magull, Hermes, Buller, - Rubzov (46. Claassen), Schmücker

Tor: 1:0 Wallenhorst (54.)

Gelbe Karte: Wallenhorst (Werder)

Schiedsrichterin: Imke Meinerling (Hamburg)

Stadion „Platz 12“: 153 Zuschauer