Werders neue Siegesserie nach vier Spielen gerissen
Trotz 2:3 in Bergneustadt weiter gute Play-off-Chancen
13.02.26
Im oberbergischen Karneval hatte Tischtennis-Bundesligist SV Werder schon lange vor Aschermittwoch kaum etwas zu lachen. Bremen musste durch ein mitunter dramatisches und insgesamt unglückliche 2:3 beim Play-off-Anwärter TTC Schwalbe Bergneustadt nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen und verpasste damit die zumindest vorläufige Rückkehr an die Tabellenspitze.
Im Kampf um einen Platz bei der Final-Four-Endrunde Ende Mai in Frankfurt hingegen halten die Grün-Weißen, denen Einzelpunkte von Mattias Falck und Kirill Gerassimenko nicht zum 14. Saisonerfolg reichten, weiterhin alle Trümpfe in der Hand. Für die Play-off-Qualifikation aus eigener Kraft benötigt die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas unverändert noch zwei Siege aus den noch ausstehenden fünf Hauptrundenspielen. Schützenhilfe anderer Klubs gegen Bremens Rivalen TTF Liebherr Ochsenhausen und Borussia Dortmund auf den ersten Nicht-Play-off-Plätzen könnte Werders Weg zum Saisonshowdown am Main noch abkürzen.
„Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen – alle haben gut gespielt, aber Bergneustadt war in diesem Spiel besser“, resümierte Werders Teammanager Sascha Greber in fairer Sportsmann-Manier. Tamas quittierte die zweite Rückrundenniederlage nur 48 Stunden nach dem 3:1-Heimsieg gegen Meister Ochsenhausen mit Blick auf die Halbfinal-Ambitionen ebenfalls unaufgeregt: „Es ist nichts passiert.“
Dabei verlief die Begegnung bis zur Bremer 2:1-Führung geradezu nach Plan. Zwar blieben im Eröffnungseinzel die Werder-Hoffnungen auf eine Wiederholung von Irvins Bertrands Erfolg bei 3:1-Hinspielsieg gegen Bergneustadts Vizeeuropameister Benedikt Duda unerfüllt (1:3), aber danach fuhren Falck gegen Adrien Rassenfosse und Gerassimenko gegen Leo de Nodrest zwei eingeplante Punkte ein. Danach aber kippte die Begegnung – genauer gesagt im zweiten Satz des Spitzeneinzels von Falck gegen Duda. Nachdem das Werder-Ass den ersten Durchgang gewonnen hatte, ließ der Schweden im zweiten Satz während einer selten langen Verlängerung (21:23) gleich sieben Chancen zur vorentscheidenden 2:0-Führung ungenutzt und geriet dadurch letztlich nach zuletzt wieder vier Einzelsiege in Serie aus der Erfolgsspur. Gerassimenko/Bertrand mussten anschließend im entscheidenden Match gegen das euphorisierte TTC-Duo Rassenfosse/de Nodrest trotz Chancen sogar Bremens erste Saisonniederlage in einem Doppel hinnehmen.
„Es gab“, analysierte Tamas die erst dritte „Nullnummer“ seines Quartetts im neunten Auswärtsspiel der Saison, „es gab zwei entscheidenden Phasen: „Hätte, erstens, Mattias gegen den wieder sehr starken Duda auch den zweiten Satz gewonnen, wäre es für Duda sehr schwer gewesen, nochmal zurückzukommen und unseren Sieg noch zu verhindern. Und hätten, zweitens Kirill und Irvin im zweiten Doppelsatz ihre 7:2-Führung zum Ausgleich durchgebracht, wäre das Match womöglich noch zu unseren Gunsten gekippt.“
Tamas und seine Spieler können den Dämpfer nun ohne jede Hektik verarbeiten. Das nächste Punktspiel steht wegen einer Saisonunterbrechung aufgrund mehrerer internationaler Turnier erst wieder am 16. März (Montag/19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) in eigener Halle gegen den Post SV Mühlhausen statt. (Foto: Thomas Long)
Tischtennis, Bundesliga, 17. Spieltag:
TTC Schwalbe Bergneustadt - Werder Bremen 3:2
Benedikt Duda – Irvin Bertrand 3:1 (11:8., 8:11, 11:3, 11:8)
Adrien Rassenfosse – Mattias Falck 1:3 (11:8, 10:12, 11:13, 7:11)
Leo de Nodrest - Kirill Gerassimenko 1:3 (6:11, 11:8, 5:11, 6:11)
Duda – Falck 3:1 (13:15, 23:21, 11:8, 11:5)
Rassenfosse/de Nodrest – Gerassimenko/Bertrand 3:0 (11:7, 11:8, 11:9)
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