Rückrunden-Fehlstart für Herbstmeister SV Werder
Bremen unterliegt Außenseiter TSV Bad Königshofen 1:3
13.01.26
)
Herbstmeister Werder Bremen hat in der Tischtennis-Bundesliga zum Rückrundenauftakt einen Dämpfer hinnehmen müssen. Ausgerechnet gegen Schlusslicht TSV Bad Königshofen kassierten die Grün-Weißen mit 1:3 im sechsten Heimspiel der Saison ihre erste Niederlage vor eigenem Publikum. Dennoch bleibt die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas aufgrund der besseren Spieldifferenz Tabellenführer vor dem punktgleichen Rekordmeister Borussia Düsseldorf.
Nach zuvor drei Siegen in Folge reichte Bremen ein Punkt zum Auftakt durch Mattias Falck nicht zum erhofften Erfolg. Denn in der Folge mussten sich nacheinander Marcelo Aguirre, Kirill Gerassimenko und auch Falck ihren Kontrahenten geschlagen geben. Matchwinner der unterfränkischen Gäste war ausgerechnet der frühere Werder-Spieler Bastian Steger durch seine Erfolge gegen Aguirre und im entscheidenden Match gegen Falck.
„Die zwei knappen Niederlage von Marcelo und Kiril waren entscheidend, auch weil auch wir diese Spiele hätten gewinnen können. Aber so ist manchmal im Sport: Im Hinspiel haben wir nach zwei Fünfsatz-Spielen 3:0 gewonnen, dieses Mal Bad Königshofen. Aber auch wenn wir manchmal vielleicht nicht die richtige Entscheidung getroffen haben, haben die Jungs gut gespielt und gut gekämpft“, sagte Werder-Coach Tamas nach dem mehr als dreistündigen Duell.
Bremens Teammanager Sascha Greber blickte schon auf das nächste Punktspiel am Freitag (19.00/Livestream bei Dyn) bei Vorjahresaufsteiger TTC OE Clarity Telefonie Systeme Bad Homburg voraus: „Da wollen wir uns die zwei Punkte zurückholen.“
Der SV Werder verpasste durch das Ende seiner Erfolgsserie die Chance zum Ausbau seines Vorsprungs auf den ersten Nicht-Play-off-Platz auf acht Punkte. Nach ihrer dritten Saisonniederlage liegt die Tamas-Mannschaft unverändert sechs Punkte vor dem Tabellenfünften TTC Schwalbe Bergneustadt.
Auch die Gelegenheit zu zwei Heimrekorden ließen die Hausherren aus: Weiterhin sind saisonübergreifende acht Erfolge nacheinander aus den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 die längste Siegesserie der Grün-Weißen in eigener Halle. Außerdem schaffte Werder erneut nicht das Kunststück, die ersten sechs Heimspiele einer Saison zu gewinnen.
Die Begegnung gegen Bad Königshofen begann für die Gastgeber nach Plan. Falck sorgte durch seinen vierten Einzelsieg in Folge mit einem standesgemäßen 3:0 gegen die deutsche Nachwuchshoffnung Andre Bertelsmeier für die erwartete Führung.
Schon danach allerdings durchkreuzte Aguirres 2:3-Niederlage nach überzeugendem Kampf gegen den schon 44 Jahre alten TSV-Oldie Steger erstmals den Erfolgsplan von Tamas. Doch damit nicht genug: Gerassimenko war im dritten Spiel gegen Daniel Habesohn – auch dieses Duell hatte wie die beiden vorherigen Matches schon im Hinspiel stattgefunden – ebenfalls in fünf Sätzen nach einer kaum fassbaren Serie von Netz- und Kantenbällen zugunsten seines Gegners unterlegen.
Somit unter absoluten Erfolgsdruck konnte Falck das Spiel für seine Mannschaft gegen den an seiner früheren Wirkungsstätte überragenden Ex-Nationalspieler Steger nicht mehr wenigstens ins Entscheidungsdoppel retten: Mit 1:3 musste der Schwede erstmals eine Niederlage gegen den ehemaligen EM-Dritten quittieren.
Tischtennis, Bundesliga, 12. Spieltag:
Werder Bremen – TSV Bad Königshofen 1:3
Mattias Falck – Andre Bertelsmeier 3:0 (11:5, 11:7, 11:5)
Marcelo Aguirre – Bastian Steger 2:3 (4:11, 15:13, 9:11, 12:10, 9:11)
Kirill Gerassimenko – Daniel Habesohn 2:3 (11:8, 7:11, 13:15, 13:11, 8:11)
Falck – Steger 1:3 (8:11, 13:11, 4:11, 8:11)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)