Werder dank Doppel-Stärke weiter oben dabei
BEIM 3:2 GEGEN DEN ASC GRÜNWETTERSBACH PUNKTEN ALLE SPIELER
25.01.26
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Der SV Werder mischt in der Tischtennis-Bundesliga nach dem ersten Heimsieg im neuen Jahr weiter ganz oben mit. Dank einer buchstäblich geschlossenen Mannschaftsleistung und der unveränderten Stärke im Doppel feierte Bremen gegen den ASC Grünwettersbach einen wichtigen 3:2-Arbeitssieg. Die Grün-Weißen bleiben damit nicht nur Tabellenzweiter punktgleich mit dem führenden Rekordmeister Borussia Düsseldorf, sondern verteidigten vor allem ihren komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-Off-Platz hinter dem Spitzenquartett erfolgreich.
„Man hat unserer Mannschaft zu jedem Zeitpunkt angemerkt, dass allen die Gesamtsituation bewusst ist“, bewertete Werder-Trainer Cristian Tamas nach dem mehr als dreieinhalbstündigen Schlagabtausch mit dem früheren Pokalsieger die erfolgreiche Revanche für die 0:3-Niederlage seiner Mannschaft im Hinspiel besonders als mentale Spitzenleistung. Doch auch spielerisch habe sein Team „eine richtig gute Leistung gezeigt“.
Kirill Gerassimenko mit seinem dritten Einzelsieg nacheinander, Marcelo Aguirre durch seinen ersten Erfolg in der Rückrunde und das auch im dritten gemeinsamen Einsatz erfolgreiche Doppel Mattias Falck/Irvin Bertrand machten den sechsten Sieg des Herbstmeisters im siebten Auftritt vor eigenen Fans perfekt. Die vorangegangenen Rückschläge durch Niederlagen von zunächst Falck und später Gerassimenko gegen Grünwettersbachs Spitzenspieler Tiago Apolonia fielen dadurch praktisch nicht mehr ins Gewicht.
Werders Teammanager Sascha Greber ordnete den zweiten Sieg in Folge nach dem Rückrundenfehlstart auch vor dem Hintergrund der Bremer Play-off-Hoffnungen ein. „Wir haben natürlich das Ziel Halbfinale und haben unsere gute Ausgangslage, die wir für die kommenden Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe gut brauchen können, gehalten“, meinte Greber.
Auch Bertrand, der durch den Doppelerfolg mit Falck seine persönliche Bilanz in Entscheidungsspielen auf vier Siege in vier Spielen verbesserte, machte am Dyn-Mikrofon nach dem siebten Sieg gegen die Karlsruher Vorstädter in eigener Halle aus den Ambitionen seiner Mannschaft auf die Teilnahme an der Final-Four-Endrunde Ende Mai in Frankfurt kein Hehl: „Ich hoffe, dass wir es schaffen, dabei zu sein. Wir probieren jedenfalls alles.“
Dazu gehörte auch der leicht überraschende Matchplan von Tamas. Sein Aufstellungspoker vor Spielbeginn erwies sich jedoch nur teilweise als Erfolg für die Hausherren. Durch Falcks Verschiebung auf Nummer zwei blieb dem Schweden zwar wie erhofft ein Wiedersehen mit seinem Hinspielbezwinger Tobias Hippler am Tisch erspart, doch im Duell der Routiniers mit Tiago Apolonia konnte der ehemalige WM-Zweite durch ein 2:3 nach einer nur zwischenzeitlich gelungenen Aufholjagd die Bremer Führung durch Gerassimenkos Sieg gegen Hippler nicht behaupten.
Im vorangegangenen Eröffnungseinzel hatte der Kasache vor seinem dritten TTBL-Einzelsieg in Serie einmal mehr eine emotionale Achterbahnfahrt erlebt: Gerassimenko geriet gegen den aus dem Bremer Umland stammenden „Falck-Schreck“ nach einem souverän gewonnenen Auftaktdurchgang mit 1:2 Sätzen in Rückstand, musste nach wieder einmal unglückseligen Reihe von Netzrollern und Kantenbällen sogar zwei Matchbälle abwehren und konnte erst im Decider nach seinem zweiten Matchball ebenso erlöst wie umjubelt auf die Knie sinken.
Nach der Pause übernahm Aguirre Verantwortung und sprang gegen ASC-Winterzugang Tom Jarvis für Falck in die Bresche. Der Südamerikaner zeigte gegen den englischen TTBL-Neuling, der erst kürzlich schon überraschen konnte, eine überzeugend stabile Vorstellung und sorgte nach vier Sätzen für den ersten Bremer Matchball. „Letztlich hat uns Marcelo damit schon auf die Siegerstraße gebracht“, lobte Tamas rückblickend. Doch Gerassimenko konnte gegen Apolonia die Scharte seines 2:3 im Hinspiel nicht auswetzen und musste dem starken Portugiesen ohne Satzgewinn gratulieren.
Gleichwohl herrschte vor dem Doppel Zuversicht im Bremer Lager: Falck/Bertrand hatten erst beim vorherigen 3:2-Erfolg der Werderaner beim TTC OE CS Bad Homburg ihre Harmonie bestätigt und gingen als Favorit in das Duell mit Jarvis sowie Nationalspieler Ricardo Walther. Obwohl das Gäste-Duo nach einer Schrecksekunde durch eine Verletzung an einem Auge von Jarvis stärker als zuvor agierte, ließ die Werder-Kombination nichts mehr anbrennen. Mit 3:1 machten Falck/Bertrand den elften Saisonsieg perfekt.
In der TTBL steht für das Tamas-Quartett nun eine zweiwöchige Pause auf dem Programm. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Bremer am 8. Februar (Sonntag/15.00 Uhr/Livestream bei Dyn) beim wie Grünwettersbach im Tabellenkeller rangierenden Ex-Meister TTC Zugbrücke Grenzau. (Foto: SV Werder)
Tischtennis, Bundesliga, 14. Spieltag:
Werder Bremen – ASC Grünwettersbach 3:2
Kirill Gerassimenko – Tobias Hippler 3:2 (11:5, 12:14, 10:12, 14:12, 11:7)
Mattias Falck – Tiago Apolonia 2:3 (5:11, 8:11, 11:2, 11:6, 8:11)
Marcelo Aguirre – Tom Jarvis 3:1 (11:8, 11:6, 15:17, 11:8)
Gerassimenko – Apolonia 0:3 (9:11, 8:11, 9:11)
Falck/Irvin Bertrand – Jarvis/Ricardo Walther 3:1 (11:4, 11:3, 8:11, 11:8)
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