Werder will Wiedergutmachung

In Bad Homburg ist die Auswärtsstärke der Grün-Weißen gefordert

15.01.26

Die erste Auswärtsaufgabe des Jahres in der Tischtennis-Bundesliga führt den SV Werder in den Taunus. Bei Pokal-Halbfinalist TTC OE CTS Bad Homburg wollen die Grün-Weißen am Freitag (19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) Wiedergutmachung für die 1:3-Heimniederlage zum Rückrundenauftakt 72 Stunden zuvor gegen Schlusslicht TSV Bad Königshofen betreiben. Durch seinen fünften Saisonsieg in einer fremden Halle würde Bremen seine Tabellenführung wieder festigen und vor allem die Ambitionen auf eine Teilnahme am Play-off-Halbfinale unterstreichen.

„Die Jungs wollen unbedingt die Punkte aus Bad Homburg mitnehmen“, beschreibt Werder-Trainer Cristian Tamas die Entschlossenheit im Lager des Herbstmeisters.

Auch Teammanager Sascha Greber hat im Bremer Quartett um Mattias Falck nach der ersten Heimniederlage der Saison keine Spuren von Niedergeschlagenheit oder gar Frust registriert - im Gegenteil: „Wir haben uns nach dem Spiel gegen Bad Königshofen alle einmal geschüttelt und sind richtig heiß.“

Die richtige Betriebstemperatur dürfte in Bad Homburg für Bremens Rückkehr in die Erfolgsspur - und die Behauptung des Vorsprungs von sechs Punkten auf den ersten Nicht-Play-off-Platz - auch notwendig sein. Denn die „jungen Wilden“ von TTC-Trainerlegende Helmut Hampl sorgten im bisherigen Saisonverlauf als „Underdog“ schon für einiges Aufsehen: Im Pokal-Viertelfinale warf der Vorjahresaufsteiger vollkommen überraschend Rekordsieger Borussia Düsseldorf aus dem Wettbewerb, und in den beiden zurückliegenden Liga-Duellen düpierte die Hessen nacheinander auch die Play-off-Anwärter TTC Schwalbe Bergneustadt und TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Tamas und seinen Spieler allerdings dürften für das Gastspiel in Bad Homburg die Erinnerungen an das Hinspiel bereits Warnung genug sein. Zwar entschieden die Hanseaten dabei zum Saisonauftakt auch das siebte Duell für sich, mussten dafür aber lange bis zum finalen Punkt für den 3:2-Erfolg zittern. „Wir waren“, blickt Tamas zurück, „wir waren ein glücklicher Sieger, aber wir waren eigentlich keinen Deut besser.“

War im ersten Saisonspiel Bad Homburgs Neuzugang Jo Yokotani im vorigen Sommer noch als regelrechte Wundertüte gegen Werder-Ass Kirill Gerassimenko erfolgreich gewesen, ist der Japaner mittlerweile der unangefochtene Star in Hampls Mannschaft. Mit einer Gesamtbilanz von 10:7 Siegen hat sich Yokotani denn auch in der erweiterten TTBL-Elite etabliert.

Verstecken indes muss sich Werder im Kurort unweit der Mainmetropole Frankfurt keineswegs. Immerhin hatten die Grün-Weißen auf der Zielgeraden des vergangenen Jahres durch aufeinanderfolgende Siege in Fulda sowie beim Champions-League-Viertelfinalisten Post SV Mühlhausen ihre erste Herbstmeisterschaft in fremden Hallen gesichert. Überhaupt ist Bremen bei Gastspielen in sportlicher Hinsicht ein unangenehmer Gast: Vier Auswärtserfolge konnten in der Hinrunde außer Falck und Co. nur noch die renommierten Spitzenteams Düsseldorf und 1. FC Saarbrücken-TT verbuchen. (Foto: SV Werder Bremen)

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