3:0 in Grenzau: Werder feiert höchsten Saisonsieg

Vor wegweisenden Spielen punktgleich mit Tabellenführer Düsseldorf

08.02.26

Mit seinem höchsten Saisonsieg ist der SV Werder in der Tischtennis-Bundesliga in eine „englische Woche“ gestartet. Die Mannschaft von Bremens Trainer Cristian Tamas gewann beim Abstiegskandidaten TTC Zugbrücke Grenzau sehr deutlich 3:0 und festigte damit ihren zweiten Tabellenplatz. Zugleich demonstrierten die Grün-Weißen, die nach 15 Runden genauso so viele Punkte wie Spitzenreiter Borussia Düsseldorf auf dem Konto haben, vor den anstehenden Duellen mit den Play-off-Rivalen TTF Liebherr Ochsenhausen am Mittwoch (18.30 Uhr) in eigener Halle und zwei Tage später beim TTC Schwalbe Bergneustadt (19.00 Uhr/beide Livestream bei Dyn) als komplette Mannschaft Stärke.

„Unsere Jungs haben eine super Leistung gezeigt, waren stark und dominant“, fasste Tamas den ausgesprochen souveränen Erfolg zusammen. „Es ist gut“, ergänzt Teammanager Sascha Greber nach den Siegen von Irvin Bertrand (3:0 gegen Maciej Kubik), Kirill Gerassimenko (3:0 gegen Patrick Baum) und Mattias Falck (3:1 gegen Samuel Walker), „es ist gut, dass wir mit einem Sieg in die schwere Woche mit drei Spielen in sechs Tagen gestartet sind. Das verschafft Lockerheit.“

Zumindest auch ohne erkennbar größere Mühe fuhren die Werderaner im Westerwald ihren zwölften Saisonsieg ein. Tamas hatte beim obligatorischen Versteckspiel mit dem Gegner um die „richtige“ Aufstellung ein „goldenes Händchen“ und traf die Paarungen wie gewünscht. Nicht eine einzige Neuauflage eines Matches aus dem Hinspiel fand statt, als Falck mit Baum Probleme und Gerassimenko sogar gegen Walker verloren hatte.

„Es scheint so, als ob die Spiele uns besser lagen als Grenzau“, meinte Tamas augenzwinkernd sichtbar zufrieden auch mit der Entscheidung für Bertrands Nominierung anstelle des früheren Grenzauers Aguirre für das Auftakteinzel. „Marcelo ist zwar schon einige Tage wieder vom Americas Cup in San Francisco zurück gewesen, aber solche eine Reise bleibt länger in den Knochen“, begründete der Coach nach dem dritten Erfolg seines Teams nacheinander die Rotation. Praktisch noch im Rhythmus hingegen war Gerassimenko, der erst am Morgen des Spiels nach 17-stündigem Flug von seiner Teilnahme am Asian Cup wieder in Deutschland angekommen. Entsprechend agierte der Kasache ebenfalls an früherer Wirkungsstätte für Grenzaus Edelreservist Patrick Baum deutlich zu schnell.

Greber wies nach Spielende zudem auf einen mentalen Vorteil des Werder-Teams für die wichtigen Spiele gegen Meister Ochsenhausen und Bergneustadt hin: „Jeder aus unserer Mannschaft hat nun mindestens sein letztes Spiel gewonnen – Marcelo schon zuletzt gegen Grünwettersbach und die anderen drei jeweils in Grenzau. Das macht Eindruck, auch bei den nächsten Gegnern.“

Eindruck machte auch die deutliche Höhe des fünften Bremer Saisonsiegs ohne Spielverlust mit nur einem verlorenen Satz. Zuvor das 3:0 in der Anfangsphase der Saison bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit zwei Satzverlusten Werders klarster Sieg gewesen.

Die günstige Tabellensituation vor den letzten sieben Spielen mit acht Punkten Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz erklärten alle Beteiligten vor den wegweisenden Begegnungen der kommenden Tage zur Nebensache. „In allen Rechnungen wären noch zu viele Unbekannte“, sagte Tamas: „Vor den letzte zwei drei Spielen kann man anfangen zu rechnen, falls es die Möglichkeit dazu gibt.“

Auch für Greber waren die Play-off-Aussichten kein Thema: „Jetzt warten zwei schwere Brocken auf uns. Damit sind wir bis Freitag genug beschäftigt.“ (Foto: Wolfgang Heil)

Tischtennis, Bundesliga, 15. Spieltag:

TTC Zugbrücke Grenzau - Werder Bremen 0:3

Maciej Kubik – Irvin Bertrand 0:3 (11:13, 11:13, 8:11)

Patrick Baum – Kirill Gerassimenko 0:3 (6:11, 6:11, 8:11)

Samuel Walker – Mattias Falck 1:3 (6:11, 6:11, 11:5, 6:11)

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