Werder will „Mission Play-off-Platz“ in Grenzau fortführen
Wiedersehen für Gerassimenko und Aguirre mit Ex-Klub
06.02.26
Der SV Werder befindet sich in der Tischtennis-Bundesliga weiter auf seiner „Mission Play-off-Platz“. Durch einen Erfolg im Duell der früheren Meister am Sonntag (15.00 Uhr/Livestream bei Dyn) bei Kellerkind TTC Zugbrücke Grenzau können die Grün-Weißen wieder mit Spitzenreiter Borussia Düsseldorf gleichziehen - und sich für das letzte Hauptrunden-Drittel einen beruhigenden Vorsprung von acht Punkten auf den ersten Nicht-Play-off-Platz verschaffen.
„Wir denken überhaupt noch nicht über die Tabelle nach, wir sind viel zu sehr auf das schwere Spiel in Grenzau fokussiert“, verdeutlicht Teammanager Sascha Greber jedoch die unmittelbaren Prioritäten im Bremer Lager. Werder-Trainer Cristian Tamas will trotz zuletzt zwei Siegen aus dem Ranking auch keine Ableitung einer Favoritenrolle für seine Mannschaft zulassen: „Nur weil die Positionen sind, wie sie sind, müssen wir nicht automatisch in Grenzau gewinnen.“
Immerhin ist die Ausgangsposition seines Teams vor dem Gastspiel bei den zuletzt dreimal in Serie sieglosen Westerwäldern mindestens komfortabel zu nennen. Denn während Bremen wegen der Americas-Cup-Teilnahme von Paraguays Spitzenspieler Marcelo Aguirre noch aussetzte, ließ die Play-off-Konkurrenz mit Meister TTF Liebherr Ochsenhausen und Borussia Dortmund Federn. Mithin ist der Druck für das Werder-Quartett durchaus noch erträglich, zumal Topspieler Kirill Gerassimenko nach seiner Teilnahme am Asian Cup in China (Vorrunde) rechtzeitig bei der Mannschaft ankam.
Doch in die Nachlässigkeits-Falle will Tamas seine Spieler nicht tappen lassen. Zwar setzte sich Werder bei seinen beiden vergangenen Auftritten am Brexbach durch, doch der Coach erinnert eindringlich an den eher mühevollen Heimsieg in der Hinrunde. „Das 3:1 war klarer als der Spielverlauf. Grenzaus Mannschaft hat mehr Qualität, als es die Tabelle vermuten lässt“, sagte der 46-Jährige. Greber mahnt ebenfalls zur Konzentration: „Wir müssen alle Kräfte bündeln, wenn wir die beiden Punkte mit nach Hause nehmen wollen.“
Noch offen ließ Tamas vor der vierstündigen Reise nach Grenzau seine Aufstellung. Entsprechend blieb damit offen, ob Irvin Bertrand zwei Tage nach seinem 26. Geburtstag anders als zuletzt sowie im Hinspiel wieder für ein Einzelmatch ins grün-weiße Team zurückrotiert oder auf einen Einsatz im möglichen Entscheidungsdoppel warten muss.
Für Gerassimenko und Aguirre steht die Begegnung außerdem unter einem besonderen Stern. Beide trugen bis zu ihrem Wechsel 2019 nach Bremen das Zugbrücke-Trikot. „Ich bin zwar nach fast sieben Jahren bei Werder in Bremen zuhause, aber bei Auswärtsspielen in Grenzau beschäftigen mich einige Emotionen, weil ich da an die Anfänge meiner Laufbahn erinnert werde“, gesteht Gerassimenko. (Foto: Robert Klein)
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