Als Einheit Rückschläge überwunden
WAS WERDER AUS DEM 3:3 GEGEN EINTRACHT FRANKFURT MITNEHMEN KANN
18.01.26 von Tom Ole Theilken | 4 Min
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Als Schiedsrichter Benjamin Brand die Partie zwischen dem SV Werder und Eintracht Frankfurt nach 97 Minuten beim Stand von 3:3 abpfiff, überwog zunächst die Enttäuschung auf Seiten der Grün-Weißen. Angesichts des Spielverlaufs auch völlig verständlich. Nach einer überzeugenden und kämpferischen Leistung der Werderaner, die in einer mitreißenden Partie gleich zwei Rückstände ausglichen und in der 80. Minute durch Jovan Milošević sogar in Führung gingen, mussten die Grün-Weißen einen bitteren Last-Minute-Ausgleich von Ansgar Knauff verdauen (90.+4.). Dennoch können die Verantwortlichen der Grün-Weißen viel Positives aus dem Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer mitnehmen. Ein Nachbericht.
„Ich habe heute eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, die Gas gegeben hat, die aufopferungsvoll gekämpft hat, die dran geglaubt hat Tore zu erzielen und das Spiel gewinnen zu können“, so Werders Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz. Auch Cheftrainer Horst Steffen attestierte seiner Mannschaft Kampfgeist: „Die Mannshaft hat eine gute Reaktion gezeigt und sich auch nach dem zweiten Rückstand richtig gut präsentiert. Wir haben eine tolle Energie gehabt. Das nehme ich natürlich mit.“
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So verkrafteten die Grün-Weißen den Blitzrückstand aus der 1. Spielminute durch Frankfurts Arnaud Kalimuendo als Einheit, behielten einen klaren Kopf und waren mit Ball um eine Antwort bemüht. Zunächst scheiterte Justin Njinmah noch knapp vor dem Tor (20. Minute), ehe der 25-Jährige neun Minuten später ein Traum-Zuspiel von Yukinari Sugawara zum 1:1 verwerten konnte und somit den ersten Bremer Treffer nach drei torlosen Bundesliga-Spielen erzielte.
Auch den zweiten Rückschlag durch Frankfurts Nmandi Collins (56.) konnten die Grün-Weißen wegstecken. Vor allem nach den Einwechslungen von Samuel Mbangula und Jovan Milošević entwickelten die Grün-Weißen richtig Offensivdrang. Mbangula legte erst für Jens Stage per Freistoß das 2:2 auf (78.) und leitete nur zwei Minuten später den Premierentreffer von Milošević sehenswert ein. „Das war gut. Wenn die Jungs reinkommen, soll das belebend wirken. Beide hatten richtig Input auf das Spiel“, lobte Horst Steffen.
Gerade das 3:2 von Milošević versetzte das Weserstadion in Ekstase. Jedoch peitschten die 41.800 Zuschauer*innen die Grün-Weißen über die gesamten 90 Minuten nach vorne. Jene Einheit zwischen Fans und Mannschaft, die Horst Steffen sich vor der Partie wünschte, schaffte seine Mannschaft zu entfachen: "Wir hatten auch eine Phase, wo ich eine Viertelstunde nicht zufrieden war, wie wir es machen und trotzdem war nie ein Rumoren, sondern Unterstützung da. Dadurch konnten sich die Jungs auch straffen und steigern. Ein großes Lob an alle, die da waren“, so Steffen.
Zwar überwiege laut Steffen und Fritz unterm Strich die späte Enttäuschung, dennoch sahen die Verantwortlichen eine Mannschaft die geschlossen den richtigen Glauben hatte: „Wir haben gute spielerische Elemente gehabt, wir sind zielstrebig gewesen. Zudem sind wir mit Überzeugung in den Sechzehner gekommen und hatten eine gute Box-Besetzung. Mir ist wichtig den Mut zu sehen, dass wir an unsere Spielidee glauben und mit Überzeugung das umsetzen, was der Trainer von der Mannschaft erwartet. Das habe ich heute gesehen“, so Fritz. Steffen ergänzt: „Ich glaube die Stimmung, die wir auf dem Platz gesehen haben, spiegelt auch die Stimmung in der Kabine wider. Dass wir ein gutes Miteinander haben.“
Jene Elemente möchten die Grün-Weißen in die nächsten Partien transportieren und sich in der Folge auch wieder mit drei Punkten belohnen.
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