"Haben Zuversicht die Stimmung umzudrehen"

CHEFTRAINER HORST STEFFEN AUF DER PRESSEKONFERENZ VOR DEM FRANKFURT-HEIMSPIEL

15.01.26 von von Tom Ole Theilken | 4 Min

Horst Steffen sitzt auf der Bühne des PK-Raums und spricht ins Mikro.

Rein in die Rückrunde: Der SV Werder eröffnet die zweite Saisonhälfte der Spielzeit 2025/26 an diesem Freitagabend, 20.30 Uhr, im Weserstadion gegen Eintracht Frankfurt (live auf SKY und im Live-Ticker auf WERDER.DE). Die Grün-Weißen wollen gegen die Adler zurück in die Erfolgsspur finden. Auf der Pressekonferenz erklärte SVW-Cheftrainer Horst Steffen wie die Grün-Weißen die Partie angehen möchten und sprach darüber hinaus über...

...den Aufbau der Stimmung nach der Niederlage gegen den BVB: „Das Gute ist, dass wir nur eine kurze Zeit haben und der Fokus ganz schnell wieder auf das Spiel gerichtet ist, was nun ansteht. Grundsätzlich haben wir ein ganz gutes Gefühl aus dem Spiel in Dortmund mitgenommen, auch wenn das Ergebnis nicht passte. Es war ein Auftritt, wo die Jungs Vertrauen gespürt haben und das auch auf den Platz gebracht haben. Das wollen wir mit Richtung in Frankfurt-Spiel nehmen."

…Gegner Eintracht Frankfurt: „Es ist eine Mannschaft, die gut ist. Sie steht auf einer guten Position, sie haben gute Leute und treffen ganz ordentlich. Wir brauchen eine gute Leistung. Nichtdestotrotz hat Eintracht Frankfurt auch seine Themen und wir wollen das ausnutzen. Aber egal welcher Gegner kommt - es geht darum, welche Aufgabe haben wir auf welcher Position. Wie spielen wir zusammen? Halten wir uns an den Plan? Da liegt mein Fokus drauf, dass wir gute Lösungen gegen Frankfurt haben, den Sieg feiern können und das Gefühl von Freude wieder spüren können.“

...die Startelf-Chancen von Neuzugang Jovan Milosevic: „Es ist möglich, dass er es schaffen kann. Es ist nicht zwingend so, dass ich sage, dass muss man unbedingt machen. Es ist klar, dass eine gewisse Eingewöhnungszeit da sein wird, und er muss sich mit den Abläufen auseinandersetzen. Wir machen das über Videos mit ihm, wo er sich mit einfinden kann. Aktuell sehe ich es noch so, dass er ein guter Spieler ist, der reinkommt und unseren Sturm beleben kann.“

…eine Unzufriedenheit nach sechs Spielen ohne Sieg: „Die Stimmung ist nach sechs Spielen ohne Sieg nicht super. Das ist klar. Ich sehe die Mannschaft aber jeden Tag und da ist eine Stimmung in der Kabine, die gut ist und wir gehen da gemeinsam durch. Es ist natürlich abhängig von den Ergebnissen. Ich glaube es wäre verrückt, wenn wir eine Stimmung hätten, die lustig ist. Dann würden alle sagen, haben die es nicht verstanden, dass wir drei Punkte brauchen. Aber wir haben die Zuversicht, dass wir es gegen Frankfurt schaffen, das umzudrehen.“

Horst Steffen hält im Mannschaftskreis eine Ansprache.
Horst Steffen sah im Spiel gegen Borussia Dortmund gute Momente seiner Mannschaft (Foto: W.DE).

...die Nicht-Nominierung von Leonardo Bittencourt in Dortmund: „Wir haben auf den Positionen mit Cameron und Patrice auch Jungs, die gut sind und eingewechselt werden können. Nachdem wir Romano eine Position tiefer gestellt haben, war es dann so, dass das zwei Jungs sind, die eher nachrücken, sodass Leo dann aus dem Kader fiel.“

… die Offensive: „Wir können wieder einen guten Plan gegen Frankfurt entwickeln, in welchem wir ausarbeiten, was unsere Lösungen und unsere Räume sind und weiter das Vertrauen in die Spieler haben, die da sind. Wir müssen die Stärken und das gute Gefühl vermitteln, sodass der Knoten platzt. Das passiert am liebsten von Beginn an am Freitagabend. Jedes Spiel gibt uns die Chance zu zeigen, dass wir es besser können.“

... die Rolle von Samuel Mbangula: „Es waren Spiele, die dazu geführt haben, dass er nicht mehr von Beginn an gespielt hat. Diese Fähigkeiten, die er hat, die will ich öfter sehen. In einer Entschlossenheit im Training und in den Spielminuten, die er bekommt. Das ist der Auftrag. Was er für Fähigkeiten hat, haben wir ansatzweise schon gesehen und ich will es dauerhaft sehen. In unserem System hat er grundsätzlich die zentrale Rolle schon auch ganz gern und ist von links auch immer sehr gerne ins Zentrum gegangen. Diese Freiheit ins Zentrum zu ziehen, hatte er schon auf der linken Seite. Dass er die zentrale Rolle auf der zehn oder gegebenenfalls auch mal eine acht spielen kann als offensives Element, das spricht für ihn. Trotz der veränderten Grundordnung, die wir haben, hat er schon Positionen, wo er sich wohlfühlt.“

… die Erkenntnisse aus der Hinrunde: „Es gibt die ersten sieben, die sehr gut sind und regelmäßig Siege einfahren. Dann gibt es zwei, drei Teams, die es ins Mittelfeld geschafft haben und alle anderen müssen kämpfen, um eine Siegesserie einfahren zu können. Da gibt es schon fast eine Zweiteilung der Liga. In der Liga geht es zudem sehr körperlich zu. Am Ende sind auch alle in der Lage gute Spiele abzuliefern.“

…die Ziele für die Rückrunde: „Es ist das Ziel, dass wir Momente haben, in denen wir uns besser fühlen. Dass wir fünf Spiele haben, wo wir drei gewinnen und keins verlieren. Dann will ich auch nie etwas nach oben hin ausschließen. Erstmal sollten wir schauen, dass wir schnell unsere Erfolge feiern, um von unten wegzukommen. Für mich ist ganz klar, die bestmögliche Leistung aufs Feld zu bringen. Dafür wollen wir die Pläne richtig gut ausarbeiten, damit die Jungs ein richtig gutes Gefühl haben. Dann ist viel drin. Da war das Spiel gegen Dortmund in dem wir mehr Ballbesitz als der Gegner hatten schon ein gutes Zeichen.“

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