Last-Minute-Gegentor: Werder spielt gegen Frankfurt Remis

DER SPIELBERICHT ZUM HEIMSPIEL GEGEN EINTRACHT FRANKFURT

16.01.26 von Marcel Kuhnt | 5 Min

Romano Schmid im Zweikampf mit Frankfurts Skhiri

Der SV Werder Bremen trennt sich mit 3:3 (1:1) von Eintracht Frankfurt. Im ausverkauften Weserstadion erzielten Justin Njinmah (29.), Jens Stage (78.) und Jovan Milošević (80.) die Tore für den SVW. Arnaud Kalimuendo (1.), Nathaniel Collins (56.) und Ansgar Knauff (90.+5) erzielten die Frankfurter Treffer. Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Früher Schock, verdienter Ausgleich

Cheftrainer Horst Steffen schickte gegen die Eintracht die gleiche Startelf auf den Platz wie zuletzt beim Auswärtsspiel in Dortmund. Das Spiel war keine Minute alt, da mussten Marco Friedl und Co. das erste Mal tief durchpusten, nachdem die Gäste aus der Main-Metropole mit der ersten Aktion der Partie in Führung gingen. Ritsu Doan flankte aus dem Halbfeld an den langen Pfosten, wo Nathaniel Brown per Kopf querlegte. Am Fünfer fand er Arnaud Kalimuendo, der den Ball unhaltbar für Werder-Keeper Mio Backhaus ins lange Eck weiterleitete (1.).

In den folgenden Minuten versuchten sich die Grün-Weißen vom ersten Schock zu erholen, was mit fortschreitender Spielzeit auch gelang. Nach einem langen Ball von Jens Stage in den Lauf von Justin Njinmah kam der SVW zum ersten gefährlichen Abschluss. Aus 16 Metern verzog Werders Nummer elf jedoch knapp (20.). Ungefähr zehn Minuten später war Njinmah jedoch zur Stelle. In der 29. Spielminute war es Yukinari Sugawara, der einen Ball von der Mittellinie hinter die Kette der SGE spielte. Njinmah setzte sich im Laufduell mit Frankfurts Nnamdi Collins durch und zog von der Strafraumkante ab. SGE-Torhüter Kauã Santos war chancenlos.

Werder hatte auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs das Spiel größtenteils im Griff, verpasste es aber weitere klare Chance herauszuspielen. In der Nachspielzeit von Durchgang eins probierten es sowohl Stage (45.+2) als auch Isaac Schmidt nochmal aus der Distanz (45.+5). Beide Abschlüsse gingen jedoch deutlich am Tor vorbei.  

Justin Njinmah und Yukinari Sugawara freuen sich
Justin Njinmah erzielte nach Pass von Yukinari Sugawara den Ausgleich (Foto: WERDER.DE).

HALBZEIT 2SWerder dreht das Spiel, SGE-Ausgleich fällt spät

Mit Schwung und Offensivdrang kamen die Grün-Weißen aus der Kabine. Das Team von Cheftrainer Horst Steffen kombinierte sich mehrmals gut bis zum Strafraum durch. In der Box fand der SVW jedoch nicht die nötigen Lösungen, um Kauã Santos in Bedrängnis zu bringen.

Auf der Gegenseite sorgte eine Unaufmerksamkeit für den erneuten Rückstand. Im Spielaufbau erkämpfte sich die SGE durch Collins den Ball. Kalimuendo bediente im Anschluss Farès Chaibi, der das Spielgerät hoch reinbrachte. Der grün-weiße Defensivverbund ging nicht entschlossen genug zum Ball, so dass Collins selbst zum 1:2 aus Werder-Sicht einschob (56.).

Der SVW steckte im Anschluss keinesfalls zurück. In der 68. Minute hatten die Fans den Torschrei bereits auf den Lippen. Einen Steilpass von Stage erlief abermals Njinmah, doch sein Abschluss verpasste das Tor minimal.

In der 77. Minute hatte die SGE die vorzeitige Entscheidung auf dem Fuß, doch Chaibi vergab. Somit blieb der SVW weiter im Match. Wenige Augenblicke nach der Großchance ließ Stage das Weserstadion jubeln. Eine Freistoß-Flanke vom eingewechselten Samuel Mbangula leitete der Däne per Kopf ins Tor weiter (78.). Nur zwei Minuten später eskalierten die Fans völlig. Einen überragenden Ball von Mbangula erlief Romano Schmid, der an der Strafraumkante die Übersicht behielt und Jovan Milošević bediente. Der Winter-Neuzugang blieb eiskalt und vollendete gekonnt zum 3:2 (80.).

In der Nachspielzeit die kalte Dusche für Werder. Ansgar Knauff erzielte nach Hereingabe von Collins den Ausgleich für die SGE. Nachdem das Schiedsrichtergespann um Benjamin Brand den Ball bei der Flanke von Collins zunächst im Toraus sah, griff der VAR ein. Der Ball war noch im Spiel, wodurch der Treffer der SGE zählte (90.+5). Somit endete die Partie unentschieden.

Für den SV Werder geht es in der kommenden Woche am Samstag, 24.01.2026, mit einem Auswärtsspiel in Leverkusen weiter. Die Partie läutet die Englische Woche, die zunächst das Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim (27.01.) bringt. Den Abschluss macht das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (31.01.).

Jovan Milošević jubelt
Jovan Milošević erzielte das zwischenzeitliche 3:2 (Foto: WERDER.DE).

Statistik

SV Werder: Backhaus – Pieper, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Stage, Lynen, Schmidt (64. Milošević) – Schmid, Grüll (75. Mbangula) – Njinmah (89. Topp)

Eintracht Frankfurt: Kauã Santos - Collins, Koch, Theate – Kristensen (52. Knauff), Skhiri, Dahoud (65. Uzun), Brown – Doan, Chaibi – Kalimuendo

Tore: 0:1 Kalimuendo (1.), 1:1 Njinmah (29.), 1:2 Collins (56.), 2:2 Stage (78.), 3:2 Milošević (80.), 3:3 Knauff (90.+5)

Gelbe Karten: Schmid / Theate, Doan, Amaimouni-Echghouyab, Brown

Schiedsrichter: Benjamin Brand

Zuschauer: 41.800 (ausverkauft)

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