"Wie eine Niederlage"

DIE STIMMEN ZUM SPIEL GEGEN EINTRACHT FRANKFURT

16.01.26 von Fiona John und Marcel Kuhnt | 4 Min

Justin Njinmah sitzt enttäuscht auf der Bank.

Bitter, frustrierend, schmerzhaft: Das Last-Minute-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt war für den SV Werder Bremen ein später Tiefschlag. Die Grün-Weißen, die eine starke kämpferische Leistung boten, zweimal zurückkamen und das Spiel sogar drehten, stehen letztlich nur mit einem Punkt da. „Die drei Punkte lagen vor uns, aber wir haben sie uns leider nicht genommen“, sagt Cheftrainer Horst Steffen. Was Justin Njinmah, Jens Stage und Co. in der Mixed Zone sagten, haben wir für euch in den Stimmen zum Spiel zusammengefasst.

Cheftrainer Horst Steffen: „Heute ist das Fazit relativ einfach. Wir hätten es heute ziehen müssen. Wenn man den Spielverlauf sieht, dann muss man das Spiel gewinnen. Die drei Punkte lagen vor uns, aber wir haben sie uns leider nicht genommen. Grundsätzlich haben wir vor allem im zweiten Durchgang eine gute Spielanlage gezeigt. Doch die Enttäuschung nach der Partie ist groß und wir müssen das jetzt erstmal verdauen. Unterm Strich fehlen uns zwei Punkte.“

Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz: „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben uns ein unnötiges Gegentor gefangen. Auch beim zweiten Gegentreffer können wir es besser machen. Dennoch habe ich eine Mannschaft gesehen, die Gas gegeben und an sich geglaubt hat. Und auch den Glauben daran hatte, dass sie Tore erzielen kann. Ich fand, dass es kämpferisch eine ordentliche Leistung war. Zudem haben wir gute spielerische Ansätze gesehen. Wir hatten eine gute Boxbesetzung und waren zielstrebig im Strafraum. Das sind die positiven Dinge, die wir aus der Partie ziehen müssen. Wir wissen alle, in welcher Situation wir uns befinden. Wir haben in den letzten Wochen nicht die Punkte geholt, die wir uns vorgestellt haben. Trotzdem ist mir wichtig, dass wir positiv nach vorne blicken. Gemeinsam werden wir uns aus der Situation befreien.“

Torschütze Jens Stage: „Es war hart. Insgesamt war es ein gutes Spiel, am Ende sind es aber zwei verlorene Punkte. Es ist eine riesengroße Enttäuschung für uns. Ich bin sauer und enttäuscht. Wir können mit dem Spiel aber zufrieden sein. Nach dem Schock in den ersten Sekunden haben das Team und die Fans zusammengearbeitet. Sie haben dazu beigetragen, dass wir im Verlauf die bessere Mannschaft waren. Die Phase ist aktuell schwierig für uns. Wir müssen zusammenstehen und weiterarbeiten. Dann kommen die Punkte.“

Vorlagengeber Yukinari Sugawara: „Wir haben sehr gut gespielt und die Konzentration war auf einem Top-Level. Nach den letzten Minuten kann ich aber nicht viel sagen. Wir müssen das verteidigen, am Ende ist es zu einfach. Nach den letzten Spielen wollten wir unbedingt die drei Punkte und hatten die Chance dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben uns in den letzten Begegnungen schon einige Chancen erarbeitet und heute waren wir da. Es waren harte letzte Wochen, wir haben es gebraucht zu treffen.“

Jovan Milošević jubelt nach seinem ersten Tor
Jovan Milošević erzielte seinen ersten Werder-Treffer (Foto: WERDER.DE)

Torschütze Justin Njinmah: „Wenn du bis zur letzten Sekunde führst, fühlt es sich wie eine Niederlage an. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und waren heute klar die bessere Mannschaft, deshalb ist es sehr bitter. Wir wussten, dass heute definitiv ein Sieg drin ist. Dann lagen wir 1:2 zurück und wussten aber, wir werden weiter unsere Chancen kriegen und das Spiel machen. Ich habe dann die Chance auf das 2:2, die ich machen muss. Gott sei Dank macht Jens dann noch den Ausgleich und Jovan das 3:2. Wenn man ehrlich ist, haben wir da alle den Sieg schon eingeplant, weil wir eben besser waren.“

Debüt-Torschütze Jovan Milošević: „Nach meinem Tor sind die Emotionen natürlich hochgekocht. Ich freue mich sehr über den Treffer. Es war ein großartiger Ball von Samuel und ein starker Lauf von Romano. Die Vorarbeit hat es mir leichtgemacht zu treffen. Ansonsten ist nicht viel zu sagen. Wir müssen nach vorne schauen. Wenn wir auch im kommenden Spiel so füreinander fighten wie heute, dann blicke ich positiv voraus.“

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