Auf den Geschmack gekommen

EIN NACHBERICHT ZUM 4:1-ERFOLG IN BERLIN

10.03.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min

Fußballspieler in blaugrünen Trikots feiern ein Tor auf dem Spielfeld; im Hintergrund rot gekleidete Fans.

Zwei Siege in Folge sind dem SV Werder in der laufenden Bundesliga-Saison bis zum vergangenen Sonntag nicht gelungen. Durch den 4:1-Erfolg bei Union Berlin kann jedoch auch hinter diesem Punkt ein Haken gesetzt werden. Diesen Trend heißt es jetzt fortzusetzen. Ein Nachbericht.

Wie schnell es manchmal im Fußball gehen kann, zeigen die letzten Tage. Auf eine langanhaltende Sieglos-Serie schafften es die Grün-Weißen durch Erfolge gegen Heidenheim und Union Berlin ein positives Gefühl zu entwickeln. „Ein zweiter Sieg in Folge schmeckt sehr gut“, betont ein zufriedener Daniel Thioune nach dem zweiten Auswärtssieg der Spielzeit. Sowohl für den Cheftrainer als auch für seine Spieler ist es „fantastisch zweimal hintereinander als Sieger vom Platz gehen zu können. Gerade nach den vielen Wochen davor.“

Es waren „viele Dingen, die wir aushalten mussten“, beschreibt Thioune die Situation, die er nunmehr seit knapp einem Monat hautnah am Osterdeich miterlebt. Auf Partien, wo die Spieler des SVW nicht an ihre Leistungsstärke herankamen, folgte in den letzten Wochen eine ansteigende Formkurve, die zu verdienten Erfolgen führten.

Ein Mann in einem grünen Kapuzenpulli steht auf einem Fußballfeld, zeigt den Daumen nach oben, im Hintergrund sind ein Stadion und Zuschauer zu sehen.
Sah einen guten Auftritt seines Teams: Cheftrainer Daniel Thioune (Foto: W.DE).

Werders Cheftrainer gibt aber auch zu, dass es genau wie gegen Heidenheim auch in Berlin schwierige Phase gab, wo das Spiel hätte in eine andere Richtung kippen können. „Zu Beginn der Partie hatten wir große Probleme mit den zweiten Bällen und der physischen Spielweise von Union. Das führte auch zu dem Elfmeter und dem Rückstand. Durch die Rote Karte wurden wir ins Spiel zurückgeholt. Und da muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie mit der Situation umgegangen ist. Vor allem da uns eine Überzahl in der Vergangenheit nicht immer gutgetan hat“, so Thioune, der zudem sehr „froh war, dass wir uns endlich auch für den Aufwand mit einem Standardtor belohnt haben.“

Sowohl die beiden Treffer nach Standards als auch die Beharrlichkeit weitere Tore im zweiten Durchgang nachlegen zu wollen, waren das Fundament für den Erfolg am Sonntag im Stadion An der Altern Försterei. Auf diesem Fundament gilt es nun in den kommenden Wochen aufzusetzen. „Alles, was in Berlin passiert ist, zahlt auf unsere Ziele ein. Inwieweit die Trendwende geschafft ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen“, so Thioune.

Und dennoch zeigt der Trend aktuell in die richtige Richtung. Was die Hoffnung der Grün-Weißen, den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga erfolgreich zu gestalten, größer werden lässt. Und zudem das eigene Selbstvertrauen stärkt, um den nächsten Schritt am kommenden Spieltag im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 erfolgreich zu gestalten.

Weitere News