„Jeder Sieg schmeckt besonders gut“
LEO BITTENCOURT IM EXKLUSIV-INTERVIEW
12.03.26 von Colin Hüge | 4 Min
Drei Punkte, zweiter Sieg in Serie und eine Torvorlage: Das 4:1 bei Union Berlin hätte für Leo Bittencourt und die Grün-Weißen kaum besser laufen können. Im exklusiven WERDER.DE-Interview spricht der 32-jährige Routinier über den Impact von Neu-Cheftrainer Daniel Thioune, einen besonderen Torjubel mit Patrice Čović sowie seine persönliche Bilanz gegen den kommenden Gegner Mainz 05.
WERDER.DE: Moin, Leo! Zwei „Dreierlachse“ in Folge dürften besonders schmecken. Auch für unseren neuen Cheftrainer Daniel Thioune waren es die ersten grün-weißen Erfolgserlebnisse. Welchen Impact hat er auf die Mannschaft?
Leo Bittencourt: Er hat einen sehr großen Impact. Er hat eine Mannschaft vorgefunden, die natürlich durch die lange Sieglos-Serie sehr verunsichert war. Die ersten drei Spiele waren dann auch nicht direkt erfolgreich, aber er ist immer klar geblieben und hat an seiner Idee festgehalten. Das hat er probiert, uns Woche für Woche mitzugeben. Man sieht jetzt seine Handschrift. Durch die Erfolge glaubt die Mannschaft wieder mehr an sich, da ist ein Stück weit auch eine Last von den Schultern gefallen und daran hat er natürlich einen großen Anteil.
WERDER.DE: Uns ist aufgefallen, dass du direkt nach dem Tor zum 2:1 in Berlin im Gespräch bei Daniel und dem Trainerteam mittendrin warst. Was habt ihr besprochen?
Leo Bittencourt: Was es morgen zum Mittagessen gibt (lacht). Nein, Daniel nimmt mich schon sehr viel mit - auch während des Spiels. Wir haben geschaut, weil wir ein Mann mehr auf dem Platz waren, wie wir weiter agieren wollen, weil Union sehr gefährlich bei langen Bällen ist. Da hat er mich einfach ein bisschen mitgenommen.
WERDER.DE: Wie ist deine Rolle auf und neben dem Platz definiert?
Leo Bittencourt: Meine Aufgabe ist es, der Mannschaft zu helfen, egal ob auf oder neben dem Platz. Ich habe hier viel erlebt und da bin ich natürlich immer Ansprechpartner bei den Jungs, auch wenn ich nicht spiele. Ich selbst biete mich immer an beim Training, weil auch ich gerne am liebsten spiele (lächelt). Aber ich probiere auch von außen, den Jungs eine Hilfe zu sein.
WERDER.DE: Bleiben wir bei einer Szene auf dem Platz. Zu beobachten war ein besonderer Torjubel zusammen mit Patrice Čović. Was hatte es damit auf sich?
Leo Bittencourt: Diesen Torjubel haben wir tatsächlich schon vor Heidenheim abgesprochen (lacht). Wir wollten unbedingt zusammen jubeln und haben uns was gemeinsam ausgedacht, wenn einer von uns beiden ein Tor schießt. Dass ich ihm dann auch noch den Treffer in Berlin auflege, ist eine super Geschichte und wir beide haben dann direkt an diesen Jubel gedacht. Patrice ist ein super Junge, wir verstehen uns blendend. Er hat großes Talent und versteht das Spiel sehr gut.
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WERDER.DE: Mit Mainz wartet ein Gegner, gegen den du in den vergangenen beiden Heimspielen jeweils getroffen hast. Welche Erinnerungen hast du an die Aufeinandertreffen?
Leo Bittencourt: Stimmt, jetzt wo du es sagst, ist das vielleicht ein gutes Omen für mich gegen Mainz (lacht). Ich glaube hinten raus, war es etwas wild mit einigen Roten Karten. Wichtig waren am Ende aber die drei Punkte.
WERDER.DE: Was macht Mainz, die in den vergangenen Wochen ebenfalls Rückenwind bekommen haben, so gefährlich?
Leo Bittencourt: Sie haben in der Hinrunde wenige Punkte geholt. Der Trainerwechsel hatte dann einen positiven Effekt, wodurch sie jetzt viele Spiele gewonnen haben. Sie sind sehr erfahren und haben sich über den Strich gekämpft. Sie spielen ähnlich robust wie Union, deshalb ist es keine leichte Aufgabe für uns am Sonntag.
WERDER.DE: Wir sind zudem seit sechs Bundesligaspielen in Folge gegen Mainz unbesiegt. Warum hält die Serie am Sonntag an?
Leo Bittencourt: Wir können den Schwung aus den letzten Wochen mitnehmen und wissen, worauf es ankommt. Wir müssen die Intensität vom Trainingsplatz mit in das Spiel bringen. Wir haben gezeigt, dass wir negative Schwingungen ausblenden können, wie den Rückstand gegen Union. Das sollte uns Mut machen, weiter nach vorne zu marschieren und dann bin ich guter Dinge, dass wir wie gegen Heidenheim mit unseren Fans im Rücken den nächsten Dreier einfahren werden.
WERDER.DE: Zum Abschluss: Welche Sorte „Dreierlachs“ schmeckt denn am besten?
Leo Bittencourt: Ich glaube, jeder Sieg schmeckt besonders gut (lächelt). Da ich Mittelfeldspieler bin, mag ich natürlich viele Tore gerne, wie jetzt in Berlin. Aber auch so ein enges und wildes Spiel, wie wir es beispielsweise gegen Mainz zuhause in der letzten Saison hatten, ist ein wichtiger und schöner Sieg. Deshalb schmeckt da jedes Erfolgserlebnis gut.
WERDER.DE: So auch hoffentlich am Sonntag. Danke, Leo!
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