Der torlose Held
SENNE LYNEN WARTET IMMER NOCH AUF SEIN ERSTES WERDER-TOR
28.04.26 von Moritz Studer | 3 Min
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Wenn Senne Lynen in der laufenden Spielzeit zur Verfügung stand, dann stand der Belgier auch in der Startelf. Lediglich Romano Schmid hat im internen Vergleich als einziger Feldspieler noch mehr Minuten bestritten als der 27-Jährige. Mittlerweile fehlt Lynen nur noch ein letztes Puzzlestück, um an der Weser endgültig angekommen zu sein.
Da wäre es fast so weit gewesen. Über Umwege geriet das Leder zu Lynen, dessen erster Abschluss noch an einem Gegenspieler hängenblieb. Werders Nummer 14 fiel das Spielgerät aber ein zweites Mal vor die Füße und verfehlte das Kreuzeck nur um Haaresbreite. In den 96 Pflichtspielen vorher, und daher also auch beim 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart, gelang dem Mittelfeldspieler noch kein Treffer für die Grün-Weißen. „Ich bin sehr nah dran – es nervt mich ein bisschen, dass es nicht klappt“, sagt er. „Es nagt schon an mir, weil im Training die Bälle reingehen und zum Beispiel in Köln der Torwart meinen Schuss stark hält.“
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Der Wert des gebürtigen Antwerpeners wird allerdings ohnehin nicht an Toren gemessen. Der Rechtsfuß zählte in Stuttgart einmal mehr zu den laufstärksten Spielern auf dem Platz und hielt das Zentrum gemeinsam mit seinen Teamkollegen zusammen - am Ende übernahm er sogar die Kapitänsbinde von Jens Stage nach dessen Auswechslung. „Ich sehe die Helden, über die wenig geredet wird, die aber unglaubliche Faktoren sind“, lobt Cheftrainer Daniel Thioune in einer Medienrunde. „Wenn ich sehe, was Cameron Puertas und Senne Lynen im Defensivverhalten gezeigt haben, dann reduziere ich sie gerne auch darauf.“
Natürlich wünscht sich auch der Fußball-Lehrer, dass sein Schützling schon zeitnah das ausstehende Tordebüt feiert. Nachdem Puertas das Kunststück im Nordderby gegen den Hamburger SV gelang, ist Lynen der nächste in der Reihe. „Es ist immer ein schöner Augenblick, für seinen Verein das erste Tor zu schießen“, erklärt Thioune. „Das wird auch bei Senne kommen.“ Lynen blickt dafür gerne auch auf seine Mitspieler: Immerhin befinde sich Torschütze Stage derzeit in einer Phase, in der jeder Ball reingeht. „Diesen Moment“, lächelt Lynen, „den brauche ich auch mal.“
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