Nach Stages Führungstor: Werder punktet in Stuttgart

DER SPIELBERICHT ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM VFB STUTTGART

26.04.26 von Moritz Studer | 5 Min

Jens Stage klatscht nach dem Führungstor mit seinen Mitspielern ab.

Ein wichtiger Punkt im Kampf um den Ligaverbleib! Der SV Werder hat sich vor 60.000 Zuschauer*innen in der ausverkauften MHP-Arena mit 1:1-Unentschieden vom VfB Stuttgart getrennt. Der SVW lag durch Jens Stage sogar lange in Führung. Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Stage zielgenau, Backhaus glänzend

Im Vergleich zum Derbysieg stellte Cheftrainer Thioune auf eine Dreier-/Fünferkette um, wodurch Stark den Vorzug gegenüber Njinmah bekam. Kapitän Friedl fiel hingegen nach abgesessener Rotsperre dieses Mal aufgrund muskulärer Probleme aus. Die Grün-Weißen erwischten trotzdem den besseren Start: Nach einem hohen Ballgewinn von Schmid landete das Spielgerät bei Lynen, dessen erster Abschluss zwar geblockt wurde, der zweite Versuch aber nur haarscharf am Kreuzeck vorbeizischte (6.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später ließ Stage eine Schmid-Flanke über den Kopf rutschen und verpasste nur knapp das Ziel (8.).

Anschließend näherte sich auch der VfB, der nach seinem DFB-Pokalfinaleinzug gegen den SC Freiburg nach Verlängerung auf sechs Positionen umstellte, erstmals an. Ein Undav-Fernschuss zog jedoch deutlich am Gehäuse vorbei (12.), Tomas erreichte eine El Khannouss-Hereingabe nicht mehr entscheidend (14.). Deswegen war es gemessen am Chancenzettel nicht unverdient, dass Werder in Führung ging. Die Grün-Weißen verlagerten die Partie nach einem Einwurf und schließlich schlenzte Stage das Leder von der Strafraumkante durch alle Abwehrbeine hindurch aus halbrechter Position ins linke untere Eck (18.).

Die Stuttgarter waren um eine schnelle Antwort bemüht und erhöhten sofort den Druck. Torhüter Backhaus parierte jedoch glänzend gegen eine Volleyabnahme von El Khannouss (22.), einen abgefälschten Mittelstädt-Freistoß schnappte er sich im Nachfassen (31.). Werder nahm den Hausherren wiederum über ihre Konter den Schwung: Nübel lenkte einen Sugawara-Vollspannschuss über den Querbalken (35.), Solist Milošević setzte sich klasse gegen Zagadou durch, platzierte seinen Linksschuss aber neben dem Ziel (41.). Der VfB meldete sich erst im Schlussakt des ersten Abschnitts nochmal an, als Undavs Schlenzer knapp am Kasten vorbeizog (45.+1).

Milosevic mit Ball am Fuß, um ihn herum zahlreiche Gegenspieler.
Milošević stürmte gegen seinen Stammverein als alleinige Spitze (Foto: WERDER.DE).

HALBZEIT 2Joker Demirovic sticht sofort, Stage verpasst Doppelpack

Die Schwaben liefen nach dem Seitenwechsel an, doch zunächst verfehlte nur El Khannouss mit einem Distanzschuss das Ziel (51.). Schließlich brachte VfB-Coach Hoeneß mit Demirovic einen Strafraumstürmer, der nur wenig Anlauf brauchte. El Khannouss chippte das Leder an den Fünfmeterraum, wo der Bosnier einnickte (61.). Während die Gastgeber den Ball geduldig durch ihre Reihen laufen ließen, fehlte Werder die gefährlichen Entlastungsangriffe, die den Rhythmus des Gegners im ersten Durchgang noch brachen.

Erst in der 71. Minute brach Deman auf dem linken Flügel durch und fand Stage, der das Leder im Fallen nicht entscheidend traf, um Nübel zu überwinden. Der VfB leistete sich in der Folge eine kleine Pause, um in der Schlussphase doch nochmal die Schlagzahl zu erhöhen. Insgesamt tat sich der Champions-League-Aspirant aber schwer, sich Torchancen aus dem Spiel zu erspielen. Bouanani probierte es mit einem direkten Freistoß, doch Backhaus parierte (81.). Werders Nummer 30 war auch Endstation für Demirovic bei einem weiteren Kopfball (89.).

Deswegen verdienten sich die Grün-Weißen mit einer kompakten Defensivleistung im zweiten Abschnitt den einen Zähler, mit dem sie bis auf den zwölften Platz springen. Für den SV Werder bietet sich am Samstag, 02.05.2026, um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen den FC Augsburg die nächste Möglichkeit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren.

Maximilian Wöber auf dem Platz neben Demirovic.
Wöber lief erstmal in der Bundesliga für Werder auf (Foto: WERDER.DE).

Statistik

VfB Stuttgart: Nübel - Assignon (57. Führich), Jaquez, Zagadou (46. Hendriks), Mittelstädt - Chema (90. Nartey), Stiller - Tomas (57. Demirovic), El Khannouss, Leweling (78. Bouanani) - Undav

SV Werder: Backhaus - Pieper, Stark (65. Wöber), Coulibaly - Sugawara, Lynen, Puertas, Deman - Stage (83. Mbangula), Schmid (90.+4 Musah) - Milošević (65. Njinmah)

Tore: 0:1 Stage (18.), 1:1 Demirovic (61.)

Gelbe Karten: - / Backhaus

Schiedsrichter: Christian Dingert

Zuschauer*innen: 60.000 (ausverkauft)

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