Milošević auf Zeitreise

JOVAN MILOŠEVIĆ TRIFFT MIT WERDER AUF SEINEN STAMMVEREIN VFB STUTTGART

25.04.26 von Moritz Studer | 3 Min

Jovan Milosevic jubelt nach seinem Tor gegen den 1. FC Heidenheim.

Diesen Fußball-Nachmittag wird Jovan Milošević so schnell nicht vergessen. Nach dem 3:1-Erfolg im Nordderby gegen den Hamburger SV feierte der 20-Jährige gemeinsam mit seinen Mitspielern vor der Ostkurve. Nur eine Woche später wartet bereits das nächste außergewöhnliche Bundesliga-Spiel auf den Serben – verbunden mit einer Reise in seine Vergangenheit und seine Zukunft.

Mit drei Toren und einem Assist hat Milošević zuletzt angedeutet, warum sich der SV Werder Bremen im Winter bis Saisonende seine Dienste sicherte. Sein Treffer gegen den 1. FC Heidenheim wirkte wie ein Befreiungsschlag, beendete die grün-weiße Winter-Negativserie und sorgte für neuen Aufwind an der Weser. Sein Start an der Weser verlief trotzdem nicht reibungslos: Ein Trainerwechsel kurz nach seiner Ankunft und eine hartnäckige Rückenprellung stellten ihn vor Herausforderungen. „Ich habe mich gut erholt“, sagt Milošević mit Blick auf die Tage nach dem Derbysieg. „Aber es war hart, weil ich das erste Mal seit zwei Monaten wieder in der Startelf stand.“

Jovan Milosevic mit Ball am Fuß im Duell mit dem Hamburger SV.
Milošević stand im Nordderby das erste Mal seit Ende Februar wieder in der Startelf (Foto: WERDER.DE).

Vier Spiele bleiben dem SV Werder und seiner Nummer 19 noch, um den positiven Trend zu bestätigen. Anschließend liegt mit Blick auf Milošević der Ball beim VfB Stuttgart. Die Schwaben hatten den Stürmer im Winter nach Bremen verliehen und gleichzeitig als Vertrauensbeweis seinen Vertrag bis 2029 verlängert. Der Kontakt zu den Verantwortlichen ist eng geblieben, zu den ehemaligen Mitspielern dagegen lockerer. „Wir sind jetzt Rivalen und spielen gegeneinander“, sagt er mit einem Lächeln. „Ich werde wie immer mein Bestes geben, aber ich habe keine besonderen Gefühle vor diesem Spiel.“

Dennoch dürfte die Aufmerksamkeit vor allem auf dem Leihstürmer liegen, der 2023 ins Schwabenland wechselte und zuvor bereits beim FC St. Gallen und bei Partizan Belgrad Spielpraxis sammelte. In dieser Saison kommt Milošević wettbewerbsübergreifend auf 19 Pflichtspieltreffer – eine Bilanz, die er weiter ausbauen möchte. Gedanken über einen möglichen Torjubel gegen seinen Stammverein hat er sich allerdings noch nicht gemacht. „Das ist eine gute Frage“, sagt er und lächelt. „Ich werde darüber nachdenken.“ Ein bisschen Zeit bleibt ihm noch.

Weitere News