Einer der Größten der Bundesliga: Ehrenspielführer Mirko Votava wird 70!
25.04.26 von Martin Lange | 5 Min
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Es sind unter anderem seine 546 Bundesliga-Einsätze, die ihn zur Fußball-Legende machen. Für die Grün-Weißen stand Mirko Votava nicht nur als Spieler auf dem Platz, sondern auch viele Jahr als erfolgreicher Nachwuchstrainer an der Seitenlinie und arbeitete zudem als Scout. Nun feiert Werders Ehrenspielführer seinen 70. Geburtstag.
Die Tatsache, dass er in Kürze in der Rangliste der Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen von Manuel Neuer eingeholt werden dürfte und auf Platz sechs „abrutschen“ könnte, wird Mirko Votava gelassen sehen. Mit Oliver Baumann ist ein weiterer derzeit aktiver Torwart nicht weit weg. Doch danach ist in den nächsten Jahren vorerst niemand in Sichtweite, der dem ehemaligen Werder-Profi den Platz in den Top 10 streitig machen könnte. Es ist zweifellos eine Zahl für die Ewigkeit.
Als Trainer Otto Rehhagel ihn 1985 zum SV Werder holte, konnte Mirko Votava bereits viel Erfahrung vorweisen: Als Kind mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Josef aus der damaligen Tschechoslowakei nach Deutschland gekommen, schaffte der junge Fußballer 1976 mit Borussia Dortmund den Aufstieg in die Bundesliga. Nach sechs Jahren als tragende Säule des Teams im defensiven Mittelfeld wechselte Votava 1982 für die damalige Rekordablöse von mehr als einer Million D-Mark zu Atletico Madrid. Mit dem Traditionsclub gewann er den spanischen Pokal. Und noch heute wird er von den spanischen Fans als Vereinsidol verehrt.
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Dass der fünffache deutsche Nationalspieler (1978 hatte Votava die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten) und Europameister von 1980 nach seinem Wechsel an die Weser im Alter von bereits 29 Jahren noch mehr als ein Jahrzehnt die Grün-Weißen und die gesamte Bundesliga maßgeblich prägen sollte, hätte damals wohl niemand zu prophezeien gewagt. Dabei war Votavas Weg beim SV Werder gepflastert mit Titelgewinnen, acht an der Zahl: zweimal Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokal-Sieger, dreimal Gewinner des deutschen Supercups und als Krönung der Europapokal der Pokalsieger 1992.
Mirko Votava nahm diese europäische Trophäe wie auch weitere als Kapitän entgegen. 1987 hatte er das Amt des Spielführers von Benno Möhlmann übernommen und gab es 1993 weiter an Rune Bratseth. „Mirko war der perfekte Kapitän“, lobte sein früherer Mitspieler Marco Bode einst. „Immer eine sensationelle Einstellung auf dem Spielfeld, viel Erfahrung, menschlich ein echter Leader, auf den man sich verlassen konnte und der immer ehrlich war.“ Klar, dass sich Votavas unbändiger Ehrgeiz insbesondere in K.o.-Spielen voll entfaltete: Mit 79 Einsätzen ist er Rekordspieler des DFB-Pokal-Wettbewerbs.
In der Bundesliga lagen zwischen seinem Debüt im Trikot von Borussia Dortmund (189 Partien bestritt er für den BVB) und seinem letzten Einsatz sage und schreibe 20 Jahre. Im Alter von 40 Jahren, sieben Monaten und elf Tagen stand Mirko Votava zum letzten (von insgesamt 357) Mal für die Grün-Weißen im Fußball-Oberhaus auf dem Platz. Genau das macht den in Prag geborenen ehemaligen Nationalspieler – neben den zahlreichen Titelgewinnen – zu einem der Größten in der Geschichte der Bundesliga.
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Nach dem Ende seiner Laufbahn als Profi und Trainerstationen beim VfB Oldenburg sowie beim SV Meppen wurde Mirko Votava im Jahr 2000 Scout beim SV Werder, wechselte dann noch einmal als Coach zu Zweitligist Union Berlin (November 2002 bis März 2004), ehe er schließlich endgültig nach Bremen zurückkehrte: Von 2004 bis 2017 trug er die Verantwortung für die U19-Mannschaft der Grün-Weißen, die er 2007, 2009 und 2016 zum Titel in der Junioren-Bundesliga Nord/Nordost führte. In dieser Zeit bildete er zahlreiche junge Fußballer aus und bereitete sie erfolgreich auf die Bundesliga vor. Anschließend folgten zwei Spielzeiten als Co-Trainer der U23 und viele Jahre in der Abteilung Scouting, bis er 2022 in den Ruhestand ging.
„Mirko hat während seiner Karriere in allen Aufgaben, die er bei Werder übernommen hat, immer alles gegeben und hervorragende Arbeit abgeliefert“, würdigt Werder-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubertus Hess-Grunewald das Idol der Grün-Weißen. „Er steht für Bodenständigkeit, Fleiß, Verlässlichkeit und Ehrgeiz – das sind Werte, für die auch Werder steht. Daher hat Mirko stets perfekt zu uns gepasst.“
Der SV Werder Bremen wünscht Mirko Votava von Herzen alles Gute zum 70. Geburtstag!
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