"Den Derbysieg als Boost für uns nutzen"

DIE PRESSEKONFERENZ MIT DANIEL THIOUNE VOR DEM AUSWÄRTSSPIEL BEIM VFB STUTTGART

24.04.26 von Tom Ole Theilken | 4 Min

Ein Mann in einer grün-weißen Sportjacke spricht an einem Pressekonferenztisch, hinter ihm sind eine Leinwand und eine Markenhintergrundkulisse zu sehen.

Mit dem Derbysieger-Selbstvertrauen die nächste schwere Aufgabe annehmen. Der SV Werder gastiert am Sonntag, 26.04.2026, 15.30 Uhr, beim VfB Stuttgart (live bei DAZN und im Liveticker auf WERDER.DE) und will beim Tabellenvierten an die Leistung gegen den HSV anknüpfen. Schon zu Beginn Trainingswoche sprach Werder-Cheftrainer Daniel Thioune über den VfB von "der besten Offensive der Liga nach den Bayern." Der VfB kommt nach dem erneuten Einzug ins DFB-Pokalfinale ebenfalls mit Selbstvertrauen in den 31. Bundesligaspieltag. Auf der Pressekonferenz sprach Daniel Thioune außerdem über...

...den VfB Stuttgart: „Glückwunsch nach Stuttgart zum Pokalfinaleinzug. Ich glaube alle in Stuttgart werden sehr euphorisiert sein und haben die Erinnerungen noch im Kopf, was sie letztes Jahr geschafft haben. Es wird sicherlich einiges an Körner gekostet haben, aber sie haben eine enorme Kaderbreite und werden auch am Sonntag Energie freisetzen. Mein Kollege Sebastian Hoeneß wird es sicherlich darauf reduzieren, dass es am Sonntag für sie noch um Punkte für die Champions-League-Quali gehen wird. Sie haben die zweitbeste Offensive der Liga. Ich erwarte eine ausgeruhte und frische Stuttgarter Mannschaft."

...den Rückenwind aus dem Nordderby: „Es war in den letzten Wochen und Monaten in mehreren Situationen sehr viel Druck auf dem Kessel. Das war auch vor dem Nordderby der Fall. Aber man hat schon gesehen, dass durch den Sieg ein wenig Last abgefallen ist. Wir sind sehr beeindruckt gewesen, von der Choreo der Fans, von der Stimmung und von dem Support beim Abschlusstraining. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Das nehmen wir mit, wenn wir nach Stuttgart, zur zweitbesten Heimmannschaft der Liga, fahren.“

…den mentalen Vorteil als Derbysieger und Stuttgarts Spätschicht am Donnerstag: „Wir kommen natürlich nicht aus der schlechtesten Situation und wollen den Derbysieg als Boost für uns nutzen. Das nehmen wir mit. Aber die Stuttgarter werden so eine Breite haben, dass der physiologische Aspekt keine Rolle spielen wird. Sie können eine komplett neue Mannschaft aufstellen und werden in der Lage sein am Sonntag guten Fußball zu spielen.“

…den Schlüssel „Defensive“: „Wir müssen bei uns bleiben. In den letzten Wochen waren wir die Mannschaft, die die wenigsten gegnerischen Torabschlüsse zugelassen hat. Und das wird auch unser Ziel am Sonntag sein. Uns wird unheimlich viel Qualität in der gegnerischen Box gegenüberstehen. Es geht dann um unsere Balleroberungsmentalität und darum, dass wir auch ein bisschen leiden müssen. Darüber hinaus wollen wir auch Fußballspielen. Wenn wir den Ball haben, wird es vielleicht doch für die Stuttgarter schwerer hinterherzulaufen.“

Jens Stage und Jeff Chabot im Zweikampf.
Im Hinspiel waren die Stuttgarter dem SVW einen Schritt voraus (Foto: W.DE).

...die Rolle von Jovan Milošević: „Da Marco Grüll uns nicht zur Verfügung steht, sind wir in der Offensive einer weniger. Jovan hat sicherlich schon bessere Spiele gezeigt als zuletzt.  Aber er hatte nach der Verletzung noch nicht viel Zeit. Es war ein langer Prozess, ihn wieder dahinzubringen, dass er wieder wettkampffähig ist. Jetzt hat er wieder eine volle Trainingswoche hinter sich, die ihm helfen wird. Er ist auch in Stuttgart wieder ein Startelfkandidat. Ich denke, da er beim VfB unter Vertrag steht, wird er für die Partie brennen und will sicherlich allen zeigen, dass wir mit ihm die richtige Wahl getroffen haben und das die Stuttgarter einen fantastischen jungen Spieler verpflichtet haben, der sehr viel Potenzial besitzt.“

...die zurückgekehrten Optionen in der Innenverteidigung: „Marco Friedl kehrt zurück. Max Wöber steht wieder im Saft, was mich sehr für ihn freut. Jetzt habe ich wieder die Qual der Wahl. Es sind alles tolle Spieler, mit ihren eigenen Stärken. Es wird sehr wahrscheinlich so aussehen, dass Marco Friedl in die erste Elf zurückkehrt. Wir haben ihn auch schon positionsfremd gesehen in dieser Saison, das darf man auch nicht ausschließen bei ihm. Jetzt müssen wir schauen, was zum VfB Stuttgart passt. Sicherlich wird es aber eine harte Entscheidung sein, die ich treffen werde, wenn der ein oder andere Innenverteidiger nicht in der Startelf stehen wird, aber das ist eher ein Segen für mich, als wenn ich mir Gedanken machen müsste, wen ich überhaupt aufstellen kann."

…die Rolle und sein Verhältnis zu Cameron Puertas: „Wir müssen alle Spieler optimal behandeln. Cam hat Humor und kann auch mal etwas einstecken. Wir haben zwischenmenschlich eine sehr gute Ebene zueinander gefunden. Cam hat vom ersten Tag an sehr viel Energie gezeigt. Er hat sich die Dinge dann einfach genommen. Es ist wichtig, den Spielern Vertrauen entgegenzubringen, aber noch wichtiger ist es, dass die Spieler Leistung anbieten, da sie dann auch ein Recht auf dieses Vertrauen und Spielzeit haben. Ich finde, dass er uns sehr viel gibt, auch weil er in einem Spiel leiden kann. Ich bin froh, dass sich so ein Spieler jetzt richtig entfalten konnte und zeigen konnte, wie gut er ist.

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