Rekord-Bremer im Final4-Halbfinale gegen Saarbrücken

Werders bestes Punktrunden-Ergebnis durch 3:0 gegen Fulda perfekt

19.04.26

Durch den höchsten Saisonsieg und eine wahrhaftige Rekordflut blickt der SV Werder in der Tischtennis-Bundesliga nach dem Ende der regulären Saison mit selbstbewusster Vorfreude seiner schon länger feststehenden Teilnahme am Liebherr TTBL Final4 am letzten Mai-Wochenende (30./31. Mai/alle Spiel im Livestream bei Dyn) in Frankfurt entgegen. 13 Jahre nach ihrer bislang einzigen Meisterschaft treffen die Grün-Weißen dabei aufgrund ihres 3:0-Erfolgs im letzten Liga-Spiel der Saison gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am ersten Tag der neuen Endrunde (30. Mai/Samstag/17.00 Uhr) als Punktrunden-Zweiter auf den hochfavorisierten Champions-League-Gewinner und Superstar Fan Zhendong.

Abgesehen von seiner besten Abschlussplatzierung in 20 Jahren Bundesliga nach der Hauptrunde – Rang drei als bisherige Höchstmarke datiert aus dem Meisterjahr 2013 - hatte Bremen vor 700 Zuschauern in der wieder ausverkauften Klaus-Dieter-Fischer-Halle nach seiner ersten "Herbstmeisterschaft" noch zwei weitere Gründe zum Feiern: Der 16. Saisonsieg bedeutete für das Team von Trainer Cristian Tamas ebenso eine Bestmarke nach der regulären Saison wie nunmehr neun Erfolge vor heimischen Fans. Werders Siegrekord in Punktspielen hatte zuvor seit 2020 bei 15 gewonnenen Begegnungen gestanden. Ein Jahr darauf waren die Bremer erstmals nach acht Spielen in eigener Halle als Gewinner aus der Box gegangen.

„Wir sind sehr überglücklich über Platz zwei. Aber auch die neuen Bestmarken bedeuten uns in einer sehr starken Liga sehr viel, denn die TTBL ist in dieser Saison wahrscheinlich auch die stärkste Liga der Welt, unser Ergebnis ist also sehr wertvoll“, sagte Tamas nach dem nur 79-minütigen Match gegen die aus Personalnot sogar mit ihrem Trainer Qing Yu Meng angetretenen Gäste.

Der 45-Jährige dachte in der Stunde des Erfolgs auch an weitere wichtige Faktoren für den begeisternden Saisonverlauf: „Auch in Namen unseres ganzen Teams bedanke ich mich seht bei allen Partner und Fans, die uns in der Halle, an ihren Smartphones und an den TV-Bildschirmen mit ihrer großen Unterstützung durch diese Saison getragen und mitgefiebert haben.“

Mitfiebern mussten die Werder-Anhänger gegen Fulda aufgrund der Aufstellungsprobleme bei den Osthessen, denen auch Spitzenspieler Dimitrij Ovtcharov fehlte, praktisch überhaupt nicht. Kirill Gerassimenkos 3:0 im Auftaktmatch gegen Fuldas 52 Jahre alten Trainer Meng glich zunächst fast erwartungsgemäß einem Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen. Zwar mehr gefordert, aber nicht minder souverän sorgten danach Marcelo Aguirre gegen den erfahrenen Defensivstrategen Ruwen Filus sowie Mattias Falck gegen Trainer-Sohn Fanbo Meng für den „Triple-Rekord“.

Aus Sicht von Teammanager Sascha Greber waren die Spiele von Aguirre und Falck „die einzigen Spiele, die zählen, und beide haben dabei sehr gute und tolle Leistungen gezeigt. Kirill war auch sehr dominant, aber er war in der Konstellation auch klarer Favorit“.

Erstmals blieben die Werderaner in der laufenden Spielzeit bei einem 3:0-Erfolg auch ohne einen einzigen Satzverlust. Der zuvor klarste Sieg war dem Tamas-Quartett Anfang Februar mit einem 3:0 beim TTC Zugbrücke Grenzau durch eine Satzdifferenz von 9:1 gelungen.

Vor der Vorbereitung auf Frankfurt wartet auf Bremens Spitzenduo Gerassimenko und Falck zunächst die Mannschafts-WM (28. April bis 10. Mai) in London. Während Falck sich mit dem Olympia-Zweiten Schweden erneut Medaillenhoffnungen machen darf, während Gerassimenko Kasachstans Mannschaft erst noch in die K.o.-Phase der 32 besten Nationen führen will.

Das WM-Turnier verschafft Tamas mehr Zeit für taktische Tüfteleien an der Aufstellung für das Halbfinale gegen Pokalsieger Saarbrücken. Obwohl Werder das erste Punktspiel gegen die erste Garnitur der mit Olympiasieger Fan angetretenen Blau-Schwarzen im Herbst sensationell mit 3:2 gewonnen, sieht der Coach seine Mannschaft nicht nur wegen ihres 1:3 zuletzt im Rückspiel in der Außenseiterrolle: „Saarbrücken ist definitiv der schwerste aller möglichen Gegner. Mit ihrer Aufstellung sind die Saarbrücker gegen alle Final4-Teilnehmer Favorit. Die Aufgabe ist also nicht einfach, aber wir haben einige Wochen zur Vorbereitung und werden versuchen, unser Bestes an den Tisch zu bringen und unsere große Überraschung aus dem Hinspiel noch einmal zu wiederholen.“ (Foto: Werder Bremen/Ariadna Gook)

Tischtennis-Bundesliga, 22. Spieltag (Hauptrunden-Abschluss):

Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0

Kirill Gerassimenko – Qing Yu Meng 3:0 (11:3, 11:8, 11:7)

Marcelo Aguirre – Ruwen Filus 3:0 (11:5, 11:7, 11:6)

Mattias Falck – Fanbo Meng 3:0 (11:6, 11:8, 11:4)

Nächstes Spiel:

30. Mai (Samstag): Liebherr TTBL Final4 in Frankfurt, Halbfinale:

Werder Bremen – 1. FC Saarbrücken-TT (17.00)

Weitere News