Rekord und Bonus möglich: Werder kann nur noch gewinnen

In Dortmund trotz Final-Four-Qualifikation unter positiver Anspannung

23.03.26

Lange und womöglich noch nie hat der SV Werder in der Tischtennis-Bundesliga den Endspurt der regulären Saison so entspannt angehen können wie in der laufenden Spielzeit. Nach der vorzeitig gesicherten Teilnahme am Final-Four-Turnier können die Grün-Weißen in den letzten vier Punktspielen sprichwörtlich nichts mehr verlieren und nur noch gewinnen.

Zur komfortablen Ausgangsposition gehören aber am Dienstag (19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) bei Borussia Dortmund dennoch Ambitionen: Einerseits würde das erst am Spieltag anreisende Team von Werder-Trainer Cristian Tamas durch einen Erfolg im Rennen um den wichtigen Platz eins in der Abschlusstabelle Druck auf den nur mit zwei Punkten führenden Spitzenreiter Borussia Düsseldorf machen, und andererseits können Kirill Gerassimenko und seine Mitspieler Bremens sechs Jahren alten Vereinsrekord von 15 Erfolgen in einer Saison einstellen.

„Wir haben noch Ziele und sind deswegen weit entfernt davon, nach unserer Final-Four-Qualifikation die Zügel schleifen zu lassen“, betont Tamas die Seriosität seiner Mannschaft in der Spielvorbereitung. „Es geht für uns auch darum, für das Gipfeltreffen am Freitag in unserer Halle mit Düsseldorf Selbstvertrauen zu denken“, zieht auch Teammanager Sascha Greber größere Linien zu dem bereits ausverkauften Gastspiel der Rheinländer an der Weser.

Die Chance auf den Hauptrundensieg, durch den sich das punktbeste Team für das Final Four seinen Gegner für das Halbfinalspiel aus dem Kreis der drei weiteren Teilnehmer aussuchen darf, halten Bremens Macher gleichwohl nur für klein: „Um ernsthaft von Platz eins sprechen zu können“, meint etwa Tamas, „ist unser Restprogramm zu schwer.“ Bremen muss nach der Osterpause bei Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT antreten und zum anschließenden Hauptrundenabschluss im letzten Saisonheimspiel gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell spielen.

Den Rechenschieber packen die Werderaner denn auch gar nicht erst aus. „Wir werden in Dortmund natürlich versuchen zu gewinnen, mit mehr müssen wir uns nicht beschäftigen, weil wir auf nichts anderes außer unser Spiel Einfluss haben“, sagte Greber.

Schon der sechste Auswärtssieg dürfte für den SV Werder ungeachtet des klaren 3:0 im Hinspiel kein Selbstläufer werden. Immerhin konnte Dortmund sich im Rückrunden-Verlauf zwischenzeitlich durchaus realistische Hoffnungen auf einen Platz unter den besten vier Teams machen. Mittlerweile aber gehört der BVB, wo Mattias Falcks Weltmeister-Doppelpartner Kristian Karlsson gleich in seiner ersten Saison die Rolle eines wichtigen Leistungsträgers übernommen hat, in der oberen Tabellenhälfte nicht mehr zum Kreis der Final-Four-Kandidaten: Zu Wahrung ihrer nur noch höchst theoretischen Chancen dürfen die Westfalen bis zum Hauptrundenende kein Einzelmatch mehr verlieren.

Dennoch rechnet Greber mit motivierten Gastgebern: „Dortmund hat eine sehr starke Mannschaft und im Saisonverlauf wie wir auch das Kunststück geschafft, Saarbrücken trotz Einsätzen von Fan Zhendong zu schlagen. Sie werden schon alleine aufgrund ihres Namens alles daransetzen, die Saison möglichst achtbar und möglichst weit oben zu beenden.“ (Foto: WTT)

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