Werder auf dem Weg zum Final Four

Sieg gegen Mühlhausen kann im Idealfall schon reichen

12.03.26

Der SV Werder steht in der Tischtennis-Bundesliga vor einem seiner wichtigsten Heimspiele der jüngeren Vergangenheit. Ein Sieg zum Saisonwiederbeginn nach rund einmonatiger Spielpause am Montag (19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) gegen den Post SV Mühlhausen kann für Bremen im Idealfall schon gleichbedeutend mit einem Platz beim neue Final-Four-Format Ende Mai voraussichtlich in Frankfurt bedeuten. Mindestens aber würde der 14. Saisonsieg der Grün-Weißen den vorletzten Schritt für die Qualifikation für das Endturnier aus eigener Kraft bedeuten.

„Uns ist natürlich bewusst, dass wir in einer richtig guten Ausgangsposition für das Rennen um einen Platz unter den besten vier Mannschaften sind. Aber es macht gar keinen Sinn, über alle Eventualitäten zu spekulieren, weil wir nicht beeinflussen können, was unsere Konkurrenten machen“, lehnt Teammanager Sascha Greber Rechenschieberspiele dennoch ab.

Trainer Cristian Tamas hält die Fokussierung seiner Mannschaft, in der Mattias Falck nach seinem Titelgewinn beim WTT Feeder in Slowenien mit Rückenwind antritt, auf die eigenen Aufgaben im Fern-Triell mit Meister TTF Liebherr Ochsenhausen und Borussia Dortmund um das Endrundenticket ohnehin für den einfachsten Weg ins Halbfinale. „Wenn wir von unseren fünf letzten Spielen noch zwei gewinnen, müssen wir uns nicht einmal dafür interessieren, was die beiden anderen Mannschaften machen.“

Tatsächlich: Angesichts von acht Punkten Vorsprung auf die beiden letzten Rivalen auf den ersten beiden Nicht-Play-off-Plätzen kann Bremen auch schon nur ein weiterer Sieg in den verbleibenden Hauptrundenspielen reichen, wenn Ochsenhausen und Dortmund wenigstens noch einmal verlieren. Die TTF sind schon am Sonntag Gastgeber des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, und der BVB empfängt 24 Stunden nach Bremens drittletztem Heimspiel der Saison den Spitzenreiter und Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Unter bestimmten Umständen muss der SV Werder auch gar kein Punktspiel mehr gewinnen und kann dennoch am Final Four teilnehmen.

Greber will allerdings Schützenhilfe gar nicht erst in Anspruch nehmen müssen und lässt bei aller hanseatischen Zurückhaltung das über Monate gewachsene Selbstvertrauen an der Weser erkennen: „Wir stehen ja nicht aus Zufall nur zwei Punkte hinter Düsseldorf auf Platz zwei. Wir sollten unser Ziel auch alleine erreichen können.“

Zwei Zähler gegen Mühlhausen wären dabei zwar noch nicht zwingend notwendig, aber zumindest hilfreich: „Je eher wir unsere noch fehlenden Punkte sicher haben, umso besser“, meint Tamas: „Deswegen spielen wir gegen Mühlhausen natürlich auf Sieg.“

Trotz des deutlichen 3:0-Erfolgs im Hinspiel erwartet der Coach keine leichte Aufgabe. „Mühlhausen ist für uns kein angenehmer Gegner. Gegen sie tun wir uns oft sehr schwer“, warnt Tamas. In der Tat verlor Bremen drei seiner fünf letzten Heimspiele gegen die Thüringer.

Diese Bilanz aufpolieren will nicht zuletzt Sommerzugang Irvin Bertrand. Der Franzose blickt dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Vorfreude entgegen, will seinen früheren Teamkollegen allerdings nicht schenken: „Ich kenne und mag den Verein und die Menschen beim PSV, es war im Hinspiel auch schön, gegen sie zu spielen. Aber für uns ist das Wichtigste, dass wir dem Final Four noch etwas näherkommen.“ (Foto: SV Werder)

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