SV Werder vorzeitig für Final4 qualifiziert
3:1 gegen Mühlhausen beseitigt alle Zweifel
16.03.26
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Der SV Werder hat sich in der Tischtennis-Bundesliga vorzeitig für das Final4 qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas feierte am 18. Spieltag gegen den Post SV Mühlhausen mit 3:1 ihren 14. Saisonsieg und ist damit schon vor den letzten Durchgängen der regulären Saison bei zehn Zählern Vorsprung auf Rang fünf nicht mehr von einem der ersten vier Plätze der Abschlusstabelle zu verdrängen.
Den entscheidenden Punkt für Werder zur vierten Teilnahme an einer Bundesliga-Endrunde machte Kirill Gerassimenko mit seinem zweiten Tageserfolg perfekt. Entscheidenden Anteil an der Rückkehr des SVW in die Erfolgsspur hintereinander hatte auch Irvin Bertrand gegen seinen früheren durch seinen Punkt an Position drei zur wegweisenden 2:1-Führung, nachdem Mattias Falck im zweiten Einzel den vorübergehenden Ausgleich der Gäste quittieren musste.
„Das bedeutet uns sehr, sehr viel. Dass wir es so früh und souverän geschafft haben, sagt sehr viel über die Qualität unserer Mannschaft aus“, bewertete Teammanager Sascha Greber den Einzug in die Finalrunde.
Ausschlaggebend ist aus Sicht von Tamas im bisherigen Saisonverlauf auch gewesen, „dass wir öfter wechseln konnten, dadurch für unsere Gegner schwerer auszurechnen sind und immer daran gearbeitet haben, nicht nur zu verwalten, was wir haben, sondern uns auch immer weiter zu entwickeln“, wie der 45-Jährige am Dyn-Mikrofon sagte.
Bremen war durch seinen eigenen Sieg auch ein Nutznießer von Borussia Dortmunds gleichzeitiger 1:3-Niederlage beim TTC Zugbrücke Grenzau sowie dem 0:3 von Meister TTF Liebherr Ochsenhausen 24 Stunden zuvor gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Nur noch der BVB und der Titelverteidiger hätten den Grün-Weißen im Falle einer Niederlage gegen Mühlhausen weiterhin noch gefährlich werden können.
In seiner bislang 20-jährigen Bundesliga-Historie hatte Bremen zuvor dreimal zu den besten vier Mannschaften gehört und konnte dadurch an den damaligen Play-offs teilnehmen. 2013 holte der SV Werder auf Anhieb seinen ersten Meister-Titel, während das Tamas-Team 2020 sowie vor zwei Jahren in den Halbfinals ausschied.
Tamas demonstrierte im ersten Punktspiel nach dem 2:3 vor mehr als einem Monat beim Endrunden-Kandidaten TTC Schwalbe Bergneustadt Entschlossenheit. Seine Aufstellung mit Gerassimenko an Position eins sowie den frischgekürten Otocec-Sieger Falck und Bertrand dahinter machte deutlich, dass Werder sich aus eigener Kraft für das Final4 (30./31. Mai) qualifizieren und sich nicht gar nicht erst auf Schützenhilfe verlassen wollte.
Der Plan ging zunächst auf. Gerassimenko zeigte sich im Auftakteinzel gegen Mühlhausens Gelegenheitsspieler Liao Cheng-Ting mit 3:0 in glänzender Form, ehe Falck im Duell zweier Asse aus der Bremer Trainingsgruppe mit dem ehemaligen EM-Zweiten Ovidiu Ionescu nicht ganz an seine Leistungen in der Vorwoche im slowenischen Otocec anknüpfen konnte und nach vier Sätzen geschlagen war.
Dadurch blieb ausgerechnet Bertrand vorbehalten, die Weichen für Bremen auf Sieg und damit auch in Richtung Final4 zu stellen. Gegen Ex-Nationalspieler Kay Stumper feierte der Franzose in vier Durchgängen seinen schon achten Erfolg im elften Einsatz. Gerassimenko nutzte danach die Vorlage des Sommer-Zugangs denn auch: Der Kasache stellte im Topeinzel gegen Ionescu seine starke Form erneut unter Beweis und brachte seine Mannschaft nach drei Matchbällen über die Ziellinie.
„Es ist schön“, sagte Tamas nach dem Spiel, „dass unser Sieg völlig verdient und nicht nur glücklich zustande gekommen ist. Auf der Basis können wir uns auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.“
Auf die Grün-Weißen warten nun am 24. März (Dienstag/19.00 Uhr) ein Duell in Dortmund und drei Tage später in heimischer Halle (Freitag/27. März/19.00 Uhr/beide im Livestream bei Dyn) das „Gipfeltreffen“ mit Borussia Düsseldorf. Im Schlagerspiel gegen die Rheinländer kann eine Vorentscheidung im Rennen um den wichtigen Spitzenplatz in der Abschlusstabelle bringen: Erstmals kann der Hauptrundenerste vor dem Final4 seinen Gegner für das Halbfinale unter den drei möglichen Kontrahenten wählen. (Foto: Werder Bremen)
Tischtennis, Bundesliga, 18. Spieltag:
Werder Bremen – Post SV Mühlhausen 3:1
Kirill Gerassimenko – Liao Cheng-Ting 3:0 (11:4, 11:6, 11:2)
Mattias Falck – Ovidiu Ionescu 1:3 (5:11, 9:11, 11:9, 9:11)
Irvin Bertrand – Kay Stumper 3:1 (11:5, 6:11, 11:5, 11:8)
Gerassimenko – Ionescu 3:1 (11:5, 5:11, 11:9, 12:10)
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