Ehrung des Freundeskreises Hersh Goldberg-Polin im Weserstadion

MAKKABI Deutschland ehrt Engagement mit dem Makkabäer-Preis

17.01.26 von Judith Zacharias | 2 Min

Vier Männer stehen auf einem Fußballfeld unter hellen Stadionlichtern und tragen Jacken und Schals. Einer hält eine dreieckige Auszeichnung in der Hand.

Rund um das Bundesliga-Heimspiel des SV Werder gegen Eintracht Frankfurt wurde am Freitagabend im Weserstadion der Makkabäer-Ehrenpreis an den Freundeskreis Hersh Goldberg-Polin verliehen.

Die Auszeichnung überreichte Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland, vor dem Anpfiff. Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald begleitete die Ehrung seitens der Grün-Weißen.

"Der SV Werder steht für Menschlichkeit und Miteinander“, betonte Hess-Grunewald in diesem Rahmen. "Wir sind sehr stolz, so eine engagierte Fanszene zu haben, die aus eigener Initiative heraus Verantwortung übernimmt und ihre Haltung für Respekt und ein klares Eintreten gegen Antisemitismus sichtbar macht.“

Der Freundeskreis Hersh Goldberg-Polin ist aus einer langjährigen Freundschaft zwischen Fans des SV Werder Bremen und Anhänger:innen von Hapoel Jerusalem entstanden. Mit ihrem Engagement erinnern die Beteiligten an Hersh Goldberg-Polin, einen israelisch-amerikanischen Fußballfan und engen Freund der Bremer Fanszene, der beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 entführt und später ermordet wurde. Der Freundeskreis setzt sich seither mit verschiedenen Aktionen und Initiativen für Solidarität, Menschlichkeit und gegen Antisemitismus ein und macht diese Werte innerhalb der Fanszene und darüber hinaus sichtbar.

Der Spieltag wurde zudem zum Anlass für weiteren inhaltlichen Austausch genommen. Die U23 des SV Werder Bremen setzte sich in einem von "Zusammen1" durchgeführten Workshop zur Antisemitismusprävention mit dem Thema auseinander. Darüber hinaus kam Alon Meyer sowohl mit Dr. Hubertus Hess-Grunewald als auch mit der Geschäftsführung des SVW zu einem vertiefenden Austausch zusammen.

Weitere News