Gegen alle Widerstände
EIN NACHBERICHT ZUM HEIMSIEG GEGEN DEN 1. FC HEIDENHEIM
03.03.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Lächeln, Freude, Erleichterung. Auf dem Platz und der Tribüne. Der 2:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Heidenheim war Balsam für die Werder-Seele. Die Grün-Weißen überstanden Widerstände, überzeugten kämpferisch und auch mit ihrer spielerischen Vorstellung. Das Ende der Negativserie war ein erster Schritt im Abstiegskampf. Ein Nachbericht.
Zugegeben: Vermutlich hat sich der eine oder die andere in der Halbzeit gedacht, wie es mit einem Sieg klappen soll, wenn der SVW sogar die besten Gelegenheiten ungenutzt lässt. Jovan Milošević grätschte die Kugel am verwaisten Tor vorbei (36.), Romano Schmid umkurvte zwar Keeper Frank Feller, traf dann aber erst den Pfosten und anschließend das Außennetz (45.+2). Die Reaktion des Publikums, die ihr Team trotzdem anfeuernd in die Kabine entließen, half dabei gegen diese Widerstände zu bestehen. „Ein großes Kompliment, wie wir von der ersten Minute getragen worden sind“, sagt Trainer Daniel Thioune. „Ein Schulterschluss war zu erkennen.“
Und gerade Schmid und Milošević schworen in der Halbzeit den Pakt, dass sie beide ihre Farben zum Sieg führen werden. Tatsächlich hielten beide untereinander Wort, denn es war eine Flanke des Österreichers auf den Kopf des Serben für sein drittes Saisontor. Die Leihgabe vom VfB Stuttgart versetzte das Weserstadion in eine gewaltige Ekstase und brachte Werder das erste Mal in Führung (57.).
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Ein Teil des Erfolgs ließ sich sicherlich mit der Umstellung auf die Viererkette begründen, ein noch größerer mit der außergewöhnlichen Laufbereitschaft. „Jeder kennt die Heidenheimer und in den meisten Fällen ist es ihre Daseinsberechtigung in der Bundesliga zu spielen“, sagt Thioune, dessen Team über zwei Kilometer mehr abgespult hatte als der Gegner. „Das ist das, was der Zuschauer honoriert, und dafür brauche ich nicht mal eine Qualität, sondern Bereitschaft und Willen.“
Die nötige Leidenschaft half auch dabei mit, die Bemühungen der Heidenheimer nahezu komplett zu unterbinden. Erst in der Nachspielzeit verzog FCH-Joker Mathias Honsak mit einem Linksschuss in der Folge eines ruhenden Balles knapp (90.+6). Das einzige Manko an einem gelungenem grün-weißen Nachmittag blieb zuvor abermals die Chancenverwertung, sodass erst das von Justin Njinmah erzwungene Eigentor von Hennes Behrens für die Erlösung sorgte (90.+7).
Mit dem Dreier hat der SVW einen direkten Abstiegsplatz wieder verlassen und den Keller enger zusammengeschoben. Trotzdem müssen auf den ersten Schritt weitere über die bevorstehenden direkten Duelle gegen Union Berlin, Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg folgen. „Die Jungs dürfen es nun genießen“, sagt Thioune. „Ab Dienstag sind sie wieder gefordert.“
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