Flanke, Kopfball, Tor

ROMANO SCHMID UND JOVAN MILOŠEVIĆ HARMONIEREN AUF DEM PLATZ

28.02.26 von Marcel Kuhnt | 4 Min

Fußballspieler in grünen Trikots reagieren leidenschaftlich auf dem Spielfeld, wobei ein zentraler Spieler während eines Spiels eindringlich gestikuliert.

Sie hätten zu den tragischen Figuren des Spiels werden können. Und am Ende waren sie die strahlenden Matchwinner: Romano Schmid und Jovan Milošević. In einer leidenschaftlich kämpfenden Mannschaft waren es die beiden, die an dem wichtigen Führungstreffer beim Heimsieg gegen Heidenheim maßgeblich beteiligt waren. Ein Blick auf das (un)gleiche Duo.

Vorlage Schmid, Verwertung Milošević – bereits im ersten Durchgang war diese Formel fast das Zünglein an der Waage. Nach starker Vorarbeit Schmids verpasste es der Winter-Neuzugang jedoch, den SVW verdientermaßen in Führung zu schießen. „Ich weiß nicht, was bei meiner ersten Chance passiert ist. Es war hart, aber es ist passiert. Meine Mitspieler haben mir alle gut zugeredet, und das hat es einfacher gemacht“, so Milošević, der selbst am besten weiß, dass seine Möglichkeit ein Tor sein musste.

Gleiches Lied und damit auch selbes Leid erlebte Romano Schmid. In der Nachspielzeit von Halbzeit eins musste der österreichische Nationalspieler die Grün-Weißen in Front schießen. Er scheiterte jedoch zunächst am Pfosten und im Nachschuss am Außennetz. „Wenn man solche Chancen vergibt, fühlt sich das echt scheiße an. Die Pause direkt im Anschluss tat gut, um kurz durchzupusten“, so Schmid, der sich während des Breaks auch mit Jovan Milošević austauschte: „In der Halbzeitpause haben wir zueinander gesagt: ‚Komm, wir entscheiden das Spiel heute noch.‘“

Zwei Fußballspieler in grün gestreiften Trikots feiern ein Tor auf dem Spielfeld, im Hintergrund jubelt die Menge.
Jovan Milošević erzielte das letztlich entscheidende Führungstor (Foto: W.DE).

Und genau so sollte es kommen. Denn eine exakte Flanke von Schmid auf den Kopf von Milošević ließ die Fans im Weserstadion eskalieren. „Ich freue mich, dass die beiden den Dosenöffner gefunden haben. Mit Jovan hatten wir einen starken Kopfballspieler in der Box. Und Romano hat im Halbfeld insgesamt gute Bälle gespielt“, sagte Cheftrainer Daniel Thioune nach dem Spiel auf der Pressekonferenz, was der Vorlagengeber selbst auch bestätigte. „Ich glaube, es waren ein paar gute Bälle dabei. Beim Tor gelingt mir die Flanke sehr gut, aber Jovan macht es im Zentrum auch unfassbar klasse. Er lässt ihn einfach nur abtropfen, wie es ein Stürmer machen muss. Am Ende freut es mich sehr, dass wir beide es hinbekommen haben.“

Eine Freude, die sich bereits in den letzten Tagen abzeichnete. „Wir waren die ganze Woche in einem Team während des Trainings und haben bereits da gut zusammengespielt. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass ich Chancen nutzen kann, die er kreiert. Man kann definitiv sagen, dass wir gut harmonieren“, so der Torschütze. Auch Schmid lobte sein Pendant: „Es ist ein unglaublich guter Stürmer. Und davon lebe auch ich auf dem Platz. Die Connection ist da. Obwohl er sehr jung ist, wirkt er reif und traut sich Dinge anzusprechen. Das tut uns beiden gut.“

In einer Sache unterscheiden sich die beiden Protagonisten des ersten Werder-Treffers dann aber doch. Während Milošević auf eine gute Trainingsleistung im internen Turnier zurückblickt, muss Schmid lachend korrigieren: „Wir haben beim Turnier unter der Woche richtig verkackt, alles andere ist gelogen.“

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