„Es gab keinen Grund, Werder zu verlassen“
MICHELLE WEISS IM INTERVIEW
04.03.26 von Marie Backhaus | 4 Min
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Im Sommer nach Bremen zurückgekehrt, nun die Vertragsverlängerung. Außenverteidigerin Michelle Weiß fühlt sich in der Hansestadt und bei Werder pudelwohl und wird auch weiterhin die Fußballschuhe für den SVW schnüren. Im Interview mit WERDER.DE spricht die gebürtige Ravensburgerin über ihre Rückkehr in den Norden, was ihr der Fan-Support bedeutet und welche Ziele sie sich für die Zukunft gesteckt hat.
WERDER.DE: Mischu, herzlichen Glückwunsch zu deiner Vertragsverlängerung. Offenbar fühlst du dich in Bremen und bei Werder rundum wohl…
Michelle Weiß: Ja, auf jeden Fall. Für mich gab es keinen Grund, Werder zu verlassen und ich fühle mich einfach total wohl, deswegen habe ich hier auch meinen Vertrag verlängert.
WERDER.DE: Nach einer Saison Unterbrechung, wo du bei Hoffenheim warst, bist du nun seit vergangenem Sommer wieder zurück. Wie zufrieden bist du rückblickend mit dieser Entscheidung?
Michelle Weiß: Ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung. Ich bekomme hier jetzt meine Spielzeit und Spielpraxis, die ich gerne haben wollte. Aber auch das Menschliche hier in Bremen passt einfach perfekt zu dem, was ich mir wünsche. Deswegen bin ich sehr zufrieden, wieder zurückgekommen zu sein.
WERDER.DE: Du begleitest den Verein jetzt auch schon eine Weile. Wie bewertest du die allgemeine Entwicklung der WERDERFRAUEN in den vergangenen Jahren?
Michelle Weiß: Ich glaube, wir haben eine sehr große Entwicklung hingelegt, vor allem jetzt auch dieses Jahr. Wir versuchen einfach so gut wie möglich da oben mitzuspielen und ich glaube, man sieht, welche Entwicklung wir als Werder machen. Wenn ich so an mein erstes Jahr bei Werder denke, da hatten wir vielleicht ungefähr 150, 200 Zuschauer auf Platz 11. Jetzt haben wir hier Stadionspiele im zum Teil ausverkauften Weserstadion. Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung und ich glaube auch, dass der Frauenfußball die nächsten Jahre stetig weiterwächst.
WERDER.DE: Auch auswärts sind mittlerweile immer einige Fans dabei. Erst vor kurzem gab es zum Beispiel beim Nordderby lautstarke Unterstützung. Was bedeutet euch das als Mannschaft?
Michelle Weiß: Das pusht uns auf jeden Fall. Ich muss ehrlich sagen, im Spiel merke ich das teilweise gar nicht so sehr. Da bin ich so in meinem eigenen Tunnel. (lacht) Aber vor allem, wenn man zum Aufwärmen rausgeht oder nach dem Spiel gemeinsam mit den Fans feiert, spürt man den Support extrem. Das bedeutet uns allen viel und wir merken, dass der Frauenfußball wächst und dass es uns als Mannschaft weiterbringt. Wir freuen uns über jede Unterstützung.
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WERDER.DE: Das erste Mal bist du 2021 nach Bremen gekommen. Ist der Norden für dich als gebürtige Süddeutsche mittlerweile zur Heimat geworden?
Michelle Weiß: Auf jeden Fall. Man muss auch sagen, jetzt durch diesen Winter, den wir hatten, fühle ich mich noch wohler mit so ganz viel Schnee. Das hatte ich im Süden auch immer. (lacht) Ich bin jetzt mein viertes Jahr hier und fühle mich auf jeden Fall wohl. Bremen ist schon wie eine Heimat für mich.
WERDER.DE: Wenn wir jetzt nochmal auf die aktuelle Saison blicken, wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf?
Michelle Weiß: Ich glaube, wir können uns auf jeden Fall nicht beklagen. Wir wollen einfach weiterhin unser Bestes geben und versuchen, eine noch bessere Saison als letztes Jahr zu spielen. Wir sind auf jeden Fall mit der bisherigen Saison zufrieden und hoffen, dass wir noch mehr Punkte holen können.
WERDER.DE: Im Pokal sind wir auch noch dabei, da steht bald das Viertelfinale gegen Essen an. Wie siehst du die Chancen in diesem Wettbewerb?
Michelle Weiß: Der Pokal schreibt immer seine eigenen Geschichten, das muss man einfach so sagen. Wir haben das erste Ligaspiel gegen Essen gewonnen, das war aber nicht gerade einfach. Wir gehen da auf jeden Fall rein und wollen unser Bestes auf dem Platz lassen. Wir hoffen, dass ganz viele Zuschauer auch auf unserer Seite sind und dass wir da am Ende gemeinsam den Halbfinaleinzug feiern können.
WERDER.DE: Wie viel berichten deine Teamkolleginnen noch von dem Pokalfinale in Köln letzte Saison? Ist das ein Traum für dich, das auch mal zu erleben?
Michelle Weiß: Ja, auf jeden Fall. Ich habe das Spiel damals auch im Fernsehen verfolgt und ich glaube, das Gefühl da zu stehen, ist unglaublich, auch wenn es am Ende nicht für den Sieg gereicht hat. Zweiter zu werden, ist glaube ich, trotzdem etwas ganz Besonderes. Für mich wäre es natürlich unglaublich schön, wenn ich das auch nochmal erleben dürfte.
WERDER.DE: Was hast du dir persönlich für deine kommende Vertragslaufzeit für Ziele gesteckt?
Michelle Weiß: Ich glaube, ich würde mich freuen, wenn ich im Werder-Trikot mal mein erstes Bundesligator schießen würde. (lacht) Ansonsten auf jeden Fall gesund bleiben und mich stetig weiterentwickeln.
WERDER.DE: Wir freuen uns, dass du ein Teil von uns bleibst. Vielen Dank dir.
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