Über die Leistung zum Schulterschluss

CHEFTRAINER DANIEL THIOUNE AUF DER PRESSEKONFERENZ VOR DEM HEIDENHEIM-SPIEL

27.02.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min

Daniel Thioune mit grüner Mütze und weißem Pullover. Er sitzt vor einem grünem Hintergrund und spricht.

Mit dem 24. Spieltag biegt die Bundesliga ganz langsam in Richtung Saisonende ein. Die Partie des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim ist daher nicht nur aufgrund der Tabellensituation eine richtungsweisende Begegnung (live auf Sky, in der Konferenz auf DAZN und im Live-Ticker auf WERDER.DE). Cheftrainer Daniel Thioune sieht das Aufeinandertreffen mit dem FCH jedoch „noch nicht als Endspiel.“ Was der 51-Jährige ansonsten auf der Pressekonferenz vor dem Match gesagt hat, fasst WERDER.DE für euch zusammen:

…den Gegner: „Wer Teams von Frank Schmidt kennt, sollte wissen, dass er immer Mannschaften auf den Platz bringt, die bis zum Ende marschieren. Für Heidenheim geht es in jeder Saison darum, sich den Traum von der Bundesliga zu erhalten. Daher erwarte ich eine Mannschaft, die, bis sie in den Bus einsteigt, alles geben wird. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie nichts im Gepäck haben.“

…die Drucksituation: „Ich bin ein stückweit davon entfernt von einem Endspiel zu sprechen. Was aus unserer Sicht alternativlos ist, ist die Tatsache, dass wir eine Leistung zeigen müssen, die die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg maximal erhöht. Auch wenn es ein Spiel auf Augenhöhe sein könnte, sehe ich uns in der Favoritenrollte – aufgrund des eigenen Anspruchs und der Möglichkeiten, die wir haben. Bei allem Respekt: Werder Bremen sollte in der Lage sein ein Heimspiel gegen Heidenheim zu gewinnen. Ein Muss ist es jedoch nicht, doch ich erwarte vom Team, das es alles dafür tut.“

…die Trainingswoche: „Durch das Sonntagsspiel war es eine verkürzte Woche, doch wir haben dennoch viel Zeit gemeinsam auf dem Trainingsplatz verbracht. Das Spiel am letzten Wochenende hat weh getan und eine Wunde hinterlassen. Natürlich haben wir die Wunde gepflegt, aber auch in sie hineingepikst. Das ist auch notwendig, um besser zu werden.“

Eine Person in Trainingsanzug und Mütze läuft auf einem Fußballfeld, im Hintergrund ist eine große Stadionmenge zu sehen.
Cheftrainer Daniel Thioune erwartet auch gegen Heidenheim volle Unterstützung der Fans (Foto: W.DE).

…die Stimmung im Weserstadion: „In den drei Partien, wo ich in der Verantwortung war, hatte ich nie das Gefühl, dass der Support gefehlt hat. Im Gegenteil. Es war immer bis zum Schluss positive Unterstützung vorhanden. Nach 13 Spielen ohne Sieg kann die Stimmung zurecht lauter werden. Eine Unzufriedenheit ist ebenfalls normal. Dass es jedoch während des Spiels immer positiv war, ist sensationell und ich habe Hochachtung davor. Das zeigt, dass es den Leuten um die Sache geht. Daher erwarte ich auch Samstag einen Schulterschluss, doch dafür sind die Jungs, die auf dem Platz stehen, mitverantwortlich.“

…die Ansprache in dieser Woche: „Es geht nicht darum alle gleich, sondern bestmöglich zu behandeln. Da gibt es unterschiedliche Typen. Wir haben ein paar Dinge gemacht, die wir vorher nicht gemacht haben. Dennoch war in dieser Woche auch vieles so wie zuvor. Es ist wichtig nicht in Aktionismus zu verfallen. Wir versuchen das Selbstwert bei allen zu stärken. Daher kann man zum Beispiel entweder über den Fehler von Mio Backhaus sprechen oder darüber reden, wie gut seine erste Saison in der Bundesliga bei seinem Heimatverein ist.“

…Jovan Milošević: „Im besten Fall übernimmt er gegen Heidenheim wieder die Torjäger-Rolle, was sein Kerngebiet ist. Jovan hat in der Woche sich angeboten und geht auch etwas unbelasteter an die Sache heran, weil er noch nicht so lange da ist. Es sollte einen nicht überraschen, wenn er morgen von Beginn an startet. Und wir hoffen, dass er da weitermacht, wo er aufgehört hat.“

…Yukinari Sugawara: „Dass Yuki nicht glücklich darüber ist, wenn er nicht spielt, ist klar. Dennoch lässt er sich nicht hängen, was auch zum Arbeitsprofil Profi dazu zählt. In der aktuellen Situation war es für uns die richtige Entscheidung ihn nicht aufzustellen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass er morgen beginnt.“

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