Kein Sieger am Millerntor: Werder trennt sich torlos von St. Pauli

DER SPIELBERICHT ZUM TESTSPIEL BEIM FC ST. PAULI

04.01.26 von Moritz Studer | 5 Min

Justin Njinmah im Zweikampf mit Karol Mets.

Keine Tore am Millerntor! Vor 25.087 Zuschauer*innen trennte sich der SV Werder mit 0:0-Unentschieden vom FC St. Pauli. Trotz des starken Schneefalls hatten die Gastgeber den Platz rechtzeitig hergerichtet, um die Partie stattfinden zu lassen. Ein Treffer blieb dem Publikum aber nicht vergönnt. Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Coulibaly rettet gegen Pereira Lage, Sugawara aus dem Rückraum

Nachdem sich der SVW mit einem 0:0-Unentschieden beim FC Augsburg in die Winterpause verabschiedet hatte, kehrte Karim Coulibaly nach seiner Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurück. Der 18-Jährige war auch direkt gefordert, als Mathias Pereira Lage im Strafraum das Tor anvisierte, doch der Innenverteidiger den gefährlichen Abschluss zur Ecke abfälschte (16.). Insgesamt war die grün-weiße Hintermannschaft zunächst gefordert, weil St. Pauli bemüht war, hoch anzulaufen.

In der Folge eines Eckballs verlängerte dann Jackson Irvine an den zweiten Pfosten, wo Hauke Wahl die Kugel aus spitzem Winkel nicht sauber auf das Tor gedrückt bekam (22.). Dadurch gelang es den Werderanern, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern. Nachdem Lars Ritzka aus der zweiten Reihe auf den Kasten feuerte und Torhüter Mio Backhaus zur Stelle war, fand aber auch die Mannschaft von Horst Steffen besser in die Partie (27.).

Zuvor gelang es den Gästen zu selten, das Tempo ihrer Offensivspieler über das Umschaltspiel auf die Straße zu bekommen. Schließlich war es ein Angriff über die rechte Seite, die für die erste Torgefahr sorgte. Die Hereingabe von Jens Stage bekamen die Kiezkicker zwar noch bereinigt, doch aus dem Rückraum kam Yukinari Sugawara angerauscht, der den Kasten wuchtig nur knapp verfehlte (33.).

Karim Coulibaly und Romano Schmid im Zweikampf mit Hauke Wahl.
Karim Coulibaly kehrte nach seiner Sperre in die Startelf zurück (Foto: nordphoto).

HALBZEIT 2Hein direkt zur Stelle, Wöber gibt Comeback

In der Pause tauschten beide Duellanten auf allen Positionen durch, nur FCSP-Schlussmann Nikola Vasilj blieb zunächst noch auf dem Platz. Damit stand auch Maximilian Wöber zum ersten Mal seit dem DFB-Pokalspiel in Bielefeld wieder im Werder-Dress auf dem Feld.

Die Boys in Brown kamen schwungvoll aus der Kabine, sodass sich Karl Hein direkt auszeichnen durfte. Nach einer flachen Hereingabe von Erik Ahlstrand machte sich der estnische Nationaltorhüter gegen Marwin Schmitz groß und verhinderte den Einschlag (46.). Kurz danach legte Manolis Saliakas für Oladapo Afolayan ab, der das Ziel knapp verfehlte (51.). Anschließend verlagerte sich das Geschehen zunehmend zwischen die Strafräumen. Den Kontrahenten fehlte der Zug in die Gefahrenzone, um das Spiel noch auf eine Seite zu ziehen. Joel Fujita zog nach einer hohen Balleroberung nochmal ab, doch wieder war Hein die Endstation (89.).

Schon in sechs Tagen wird es für die Steffen-Elf wieder richtig ernst. Der SVW empfängt am Samstag, 10.01.2026, um 15.30 Uhr die TSG Hoffenheim zum 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Weserstadion.

Patrice Covic mit Blick auf den Ball.
In der Pause wechselten beiden Duellanten nahezu komplett durch (Foto: WERDER.DE).

Statistik

FC St. Pauli: Vasilj (60. Voll) - Wahl (46. Dzwigala), Smith (46. Ando), Mets (46. Robatsch) - Pyrka (46. Saliakas), Sands (46. Fujita), Irvine (46. Schmitz (80. Schmidt)), Ritzka (46. Ahlstrand) - Jones (46. Metcalfe), Sinani (46. Ceesay), Pereira Lage (46. Afolayan)

SV Werder: Backhaus (46. Hein) - Pieper (46. Malatini), Friedl (46. Stark), Coulibaly (46. Wöber) - Sugawara (46. Grüll), Lynen (46. Alvero), Stage (46. Adeh), Schmidt (46. Deman) - Schmid (46. Čović), Puertas (46. Mbangula) - Njinmah (46. Topp)

Tore: -

Schiedsrichter: Luca Jürgensen

Zuschauer*innen: 25.087

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