"Viele haben gedacht, dass wir nicht wiederkommen"
DIE PRESSEKONFERENZ MIT DANIEL THIOUNE VOR DEM SPIEL GEGEN AUGSBURG
30.04.26 von Marcel Kuhnt | 4 Min
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Der Kampf um den Klassenerhalt geht in die nächste Runde. Dieses Mal ist der FC Augsburg der Kontrahent, den der SV Werder Bremen am Samstag, 02.05.2026, um 15.30 Uhr (live auf Sky, in der DAZN-Konferenz und im Live-Ticker auf WERDER.DE) auf die Bretter schicken will. So zumindest das Ziel der Grün-Weißen, um Cheftrainer Daniel Thioune. Am Donnerstagnachmittag sprach der Fußball-Lehrer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel unter anderem über…
…den FC Augsburg: „Ich glaube nicht, dass der FCA in den letzten Spielen seine Spielanlage groß verändern wird. Als Manuel Baum das Traineramt übernommen hat, ging es ihm darum, die Gegentore zu reduzieren. Das ist ihm gelungen. Daher gehe ich davon aus, dass sie tief agieren werden, um über lange Bälle ins Umschaltspiel zu kommen. Sie machen aus wenig sehr viel. Darüber hinaus haben sie mit Finn Dahmen einen guten Rückhalt. Zusammengefasst wird uns eine anspruchsvolle Aufgabe erwarten.“
…das Augsburger Umschaltspiel: „Dass sie Tempo haben, können wir nicht verhindern. Aber wir können es schaffen, dass sie nicht so viel Tempo aufnehmen. Dafür müssen wir unsere Ballverluste minimieren. Das beginnt mit einem kontrollierten Ballbesitzspiel. Wir werden in der Offensive Geduld und die nötige Genauigkeit im Passspiel brauchen. Und falls es zu Umschaltmomenten kommt, müssen wir eine gute Restverteidigung haben und schnell an den Gegner im Zweikampf andocken. Auch meine Jungs sind nicht so langsam und können die Augsburger im Zweifel einsammeln. Am Ende gehören aber alle dazu, weshalb wir als Gemeinschaft aufpassen müssen.“
…mögliche Kader-Anpassungen: „Ich plane mit den Spielern, die zur Verfügung stehen. In Stuttgart hatten wir 20 Spieler im Kader. Durch die Rückkehr von Marco Friedl und Marco Grüll werden wir dieses Wochenende Entscheidungen treffen müssen. Was nicht heißt, dass zum Beispiel ein Victor Boniface letztes Mal nur wegen der Personallage dabei war. Die Zusammenstellung des Kaders baut sich für mich so auf, wie wir agieren wollen. Die finale Entscheidung werden wir nach dem Abschlusstraining treffen und dann sehen wir, wer es in den Spieltagskader schafft. Ich bin froh, dass ich Entscheidungen treffen darf und nicht nur verwalten muss.“
…eine Startelf-Rückkehr von Kapitän Marco Friedl: „Aktuell ist es so, dass Marco, genau wie Jens Stage, vollumfänglich am Teamtraining teilgenommen hat. Niklas Stark hat dosiert trainiert. Wir werden bei den Dreien das morgige Abschlusstraining abwarten. Wenn sie da voll teilnehmen, sind alle drei Kandidaten für einen Startelfeinsatz.“
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…mögliche Systemumstellungen: „Ich habe zu Beginn meiner Zeit gesagt, dass ich mich den Gegebenheiten anpasse, die wir haben. Damals ging es um Stabilität und auch Resilienz. Gegen Stuttgart zum Beispiel haben wir entschieden, dass wir den Gegner spiegeln. Das hat geklappt, daher Haken hinter. Das heißt jedoch nicht, dass es gegen Augsburg wieder so ist. Wir sind in der Lage aus beiden Ordnungen, ob Dreier- oder Viererkette, zu reagieren. Wir werden das situativ entscheiden. Am Ende ist für mich auch nicht das System wichtig, sondern wie man sich auf dem Platz präsentiert.“
…die Tabellenkonstellation: „Sie werden mich nicht dabei erwischen, dass ich die Partie gegen Augsburg als Endspiel deklariere. Ich bin hier angetreten, um das Beste aus der Saison herauszuholen. Die erste Überschrift war der Klassenerhalt. Wenn wir unsere Saison wie ein Boxkampf sehen, dann sind wir vor Wochen auf St. Pauli richtig auf die Bretter geschickt worden. Viele haben gedacht, dass wir nicht wiederkommen. Das hat uns angetrieben und ich finde, dass wir aktuell auf einem guten Platz stehen. Wir gehen die letzten drei Spiele so an, dass wir das maximale rausholen wollen. Und dann wird zum Schluss abgerechnet. Gerade betrachten wir jedes Spiel isoliert und Samstag ist wieder eine Runde gegen einen guten Gegner - genau wie die Wochen danach mit Hoffenheim und Dortmund starke Kontrahenten kommen.“
…die Spiele der Konkurrenz: „Wichtig ist, dass wir bei uns bleiben. Von einem komfortablen Vorsprung zu sprechen, verbietet sich. Keiner im Team macht sich Gedanken, wer am Wochenende gegen wen zu welchem Zeitpunkt spielt. Das hilft auch nicht, sondern lenkt ab. Der Einflussbereich beginnt für uns am Samstag um 15.30 Uhr im Weserstadion.“
…die Unterstützung der Fans: „Das letzte Heimspiel hat eindrucksvoll bewiesen, wozu der Verein in der Lage ist, wenn alle zusammenhalten. Daher ist es auch keine Aufforderung, sondern eine Bitte uns bei diesem Matchballspiel erneut so zu unterstützen und uns Energie zu geben. In Verbindung mit den Fans hat die Mannschaft gezeigt, dass sie über sich hinauswaschen kann. Wir wollen alle zusammen am 34. Spieltag einen versöhnlichen Abschluss feiern und dafür gilt es jetzt nochmal anzupacken, damit wir das Abstiegsgespenst auf die Bretter schicken können.“
…Mitchell Weiser: „Wir sollten ein wenig den Druck rausnehmen. Wenn wir die Saison nach 34 Spielen beenden sollten, wäre es sehr anspruchsvoll, Mitch noch auf den Platz zu bringen. Er hat noch nicht einmal teilintegrativ mit dem Team trainiert. Daher ist es zu risikobehaftet. Auch wenn ich nichts ausschließen will, gehe ich nicht davon aus, dass er in dieser Saison noch für ein Pflichtspiel zurückkehren wird.“
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