Der vergebene Matchball
EIN NACHBERICHT ZUR NIEDERLAGE GEGEN DEN FC AUGSBURG
04.05.26 von Moritz Studer | 3 Min
:quality(70))
Der SV Werder hätte gegen den FC Augsburg gerne schon vorzeitig eine weitere Bundesliga-Spielzeit gebucht – der erste Matchball ist vergeben. Bei der 1:3-Niederlage gegen die Fuggerstädter gelang es den Grün-Weißen nicht, die Leistungen der vorherigen Wochen auf den Rasen zu zaubern. Auch wenn die Ergebnisse der Konkurrenz mit Blick auf die Abstiegsränge für den SVW positiv ausfielen, ging Cheftrainer Daniel Thioune mit dem eigenen Auftritt hart ins Gericht. Ein Nachbericht.
Dabei begann Werder mit einem guten Zug zum Tor, als eine Deman-Flanke abgefälscht im Außennetz landete (5.) und Yukinari Sugawara den Rebound des folgenden Eckballs nur hauchzart am linken Torpfosten vorbeifeuerte (6.). „Wir waren in den ersten Minuten noch spielbestimmend, die Energie ist uns dann über das Spiel verloren gegangen“, analysiert Coach Thioune. „Wir hatten zu einfache Ballverluste und haben immer mehr unseren Faden verloren.“
Den ersten Wirkungstreffer landeten die Augsburger, als Werder die Kugel in der Vorwärtsbewegung verlor. Michael Gregoritsch bekam die nötige Zeit, um seinen Steckpass bei Vollstrecker Anton Kade anzubringen (24.). „Mit ihrer ersten Anmeldung fiel auch direkt das Tor“, kommentiert Thioune. „Wir hatten uns viel vorgenommen und die Fallhöhe war dadurch enorm. Wir wollten den ersten Matchball verwandeln, haben dadurch aber eher verkrampft.“
Nach dem Rückstand war das grün-weiße Spiel zu unsauber, der SVW verlor zudem über zwei Drittel seiner persönlichen Duelle. Dass die Thioune-Elf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Kopfballtor von Doppelpacker Kade eine weitere Denkaufgabe mit in die Pause bekam (45.+3), erschwerte die Voraussetzung für den zweiten Abschnitt. „Wir waren mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit nicht zufrieden“, erklärt Thioune. „Wir haben offensiv gar nicht stattgefunden und deswegen die drei Wechsel vorgenommen.“
)
Seine Schützlinge drückten nun auf den Anschlusstreffer: Justin Njinmah scheiterte nach einem herausragenden ersten Kontakt an FCA-Schlussmann Finn Dahmen (48.), Vorlagengeber Olivier Deman stand beim Kopfballtor von Salim Musah im Abseits (54.). Als Romano Schmid dann doch den Anschlusstreffer herstellte (64.), wehrten sich die Augsburger mit der schnellen Antwort durch Kristijan Jakic nach einer Ecke gegen das aufkommende Weserstadion (69.). „Danach war es viel hinterherrennen und nicht mehr energetisch wie in den vorherigen 14 Tagen“, sagt Thioune. „Der Gegner hat es dann souverän runtergespielt.“
Weil der FC St. Pauli sein Heimspiel gegen Mainz 05 (1:2) verlor und auch der VfL Wolfsburg nach einer Führung nicht über ein 1:1-Unentschieden in Freiburg hinauskam, steht der SVW zwei Spieltage vor dem Ende sechs Zähler und mit dem besseren Torverhältnis über dem Strich. „Wir gehen kritisch mit uns um und es gab auch eine intensive Aussprache innerhalb des Teams“, so Thioune. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen, weil alles, was uns davor ausgezeichnet hat, gefehlt hat. Jetzt haben wir noch zwei Matchbälle, die darüber entscheiden, ob wir 1. Liga spielen oder nicht.“
)
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
:quality(80))
)
)
:quality(80))
)
:quality(80))
:quality(80))
)
)
:quality(80))