4:2-Erfolg: WERDERFRAUEN drehen Spiel gegen Frankfurt

DER SPIELBERICHT ZUM HEIMSPIEL GEGEN EINTRACHT FRANKFURT

14.03.26 von Marcel Kuhnt | 5 Min

Eine Frauenfußballmannschaft in grünen Trikots feiert gemeinsam auf dem Spielfeld. Zuschauer verfolgen das Geschehen von den Tribünen aus.
(Foto: Hansepixx)

Was für ein wilder Ritt im Stadion „Platz 11“: Die WERDERFRAUEN gewinnen in einer umkämpften Partie mit 4:2 (2:2) gegen Eintracht Frankfurt. Larissa Mühlhaus (44./45.+2), Mara Alber (52.) sowie Medina Dešić (90.) trafen für den SVW. Für Frankfurt waren Nicole Anyomi (23.) und Rebecka Blomqvist (26.) erfolgreich. Der Spielbericht.

HALBZEIT 1Mühlhaus antwortet auf SGE-Doppelschlag

Cheftrainerin Fritzy Kromp nahm zwei Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum 0:1-Pokal-Aus bei der SGS Essen vor. Sarah Gutmann ersetzte Lina Hausicke (Sperre) im Mittelfeldzentrum. Für den Winter-Neuzugang war es ihr Bundesliga-Debüt. Zudem begann Verena Wieder in der Sturmspitze für Medina Dešić.

Und eben Wieder war es, die das Spiel nach wenigen Augenblicken auf die Seite des SVW hätte ziehen können. Nach einer punktgenauen Flanke von Michelle Weiß kam die Stürmerin am Fünfer freistehend zum Abschluss. Sie scheiterte jedoch an Frankfurts Lina Altenburg (3.).

Zwei Fußballspieler auf dem Spielfeld; einer in Grün, der gerade in der Luft einen Schuss abgibt, und ein anderer in Weiß, der hinter ihm herläuft. Im Hintergrund sind Zuschauer und eine digitale Anzeigetafel zu sehen.
Hatte die Führung in der Anfangsphase auf dem Fuß: Verena Wieder (Foto: W.DE).

Im Anschluss beruhigte sich das Spiel zunächst, ehe Mariella El Sherif den Blutdruck bei allen Werder-Anhänger*innen hochschießen ließ. Im Spielaufbau spielte Werders Torhüterin einen Ball in die Füße von Nicole Anyomi, die Laura Freigang bediente. Frankfurts Kapitänin umkurvte El Sherif. Bevor sie abschließen konnte, wurde sie aber von Juliane Wirtz bedrängt. Über Umwege landete der Ball am Ende bei Erëleta Memeti, die über das Tor schoss (13.).

Anyomi zielte ein paar Minuten später genauer. Die SGE wurde ein Freistoß aus 18 Metern in zentraler Position zugesprochen. Die deutsche Nationalspielerin schlenzte den Ball über die Mauer. Auch die Fingerspitzen von El Sherif konnten den Gegentreffer nicht mehr verhindern (23.).

Die WERDERFRAUEN versuchten direkt eine Antwort zu geben: Larissa Mühlhaus brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Lara Schmidt freistehend abschloss. Ihre Volleyabnahme war jedoch kein Problem für Altenburg (25.).

Im Anschluss die nächste kalte Dusche für die Grün-Weißen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schickte Anyomi ihre Sturm-Partnerin Rebecka Blomqvist. Frankfurts Nummer 28 kam im Strafraum frei zum Abschluss und ließ El Sherif keine Chance – 0:2 aus Werder-Sicht (25.).

Von diesem Doppelschlag versuchten sich Ulbrich, Wieder & Co. zu erholen, bis auf einzelne Abschlüsse kam bis zur 44. Minute nicht viel zustande. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Mühlhaus nahm sich aus 18 Metern ein Herz und schloss ab. Ihren Schuss fälschte Sara Doorsoun unhaltbar ab, so dass die Bogenlampe im Tor landete (44.).

Doch es wurde noch wilder: Die zweiminütige Nachspielzeit war schon fast abgelaufen, da trat Mühlhaus zum Freistoß an. Aus 25 Metern zirkelte sie den Ball an die Unterkante der Latte, von der die Kugel ins Tor sprang – Ausgleich für die WERDERFRAUEN (45.+2).

Fußballspieler in grünen Trikots feiern auf dem Spielfeld, während im Hintergrund die Zuschauer jubeln. Im Vordergrund steht ein Spieler in Weiß.
Doppelpack innerhalb weniger Sekunden: Larissa Mühlhaus traf sehenswert (Foto: Hansepixx)

HALBZEIT 2Tor-Premiere für Alber, Dešić mit der Entscheidung

Der zweite Durchgang begann erneut mit einem Aufreger. Einen verunglückten Querpass von Wirtz vor dem eigenen Strafraum erlief Jarne Teulings. Ihren Schuss konnte Schmidt zum Glück noch abblocken (48.).

Auf der Gegenseite dann riesiger Jubel in Grün-Weiß. Mühlhaus brachte einen Freistoß von außen an den Fünfmeterraum. Es sah zunächst nach einer sicheren Beute für Altenburg aus, doch sie ließ den hohen Ball fallen. Mara Alber nutzte den Fehler und traf zum 3:2 für den SVW – ihr erstes Pflichtspieltor im Werder-Trikot (52.)

Im Anschluss erhöhte die SGE den Druck von Minute zu Minute. Abschlüsse von Lisanne Gräwe (67.), Memeti (69.) oder Teulings (70.) fanden jedoch genauso wenig ihr Ziel, wie ein Distanzschuss von Mühlhaus (72.), der knapp vorbeiflog. So entwickelte sich in den letzten Minuten ein Kampfspiel, was die Grün-Weißen aufopferungsvoll vor 1.632 Fans zu Ende brachten. Den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Medina Dešić in der Schlussminute mit dem 4:2 (90.).

Durch den 4:2-Erfolg bleiben die WERDERFRAUEN im neunten Heimspiel der Saison ungeschlagen und beenden damit eine Serie von zuletzt vier Partien ohne Sieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Am kommenden Spieltag geht es für den SVW nach Berlin. Das Match bei Union findet am Montag, 28.03.2026, um 18.00 Uhr im Stadion An der Alten Försterei statt.


Statistik

SV Werder: El Sherif – Weiß, Ulbrich, Schmidt, D'Angelo – Gutmann, Wirtz – Sternad (88. Petermann), Mühlhaus, Alber (74. Walkling) – Wieder (63. Dešić)

Eintracht Frankfurt: Altenburg – Wolter (87. Markou), Doorsoun, Veit, Lührßen (71. Riesen) – Teulings (71. Senß) , Gräwe (87. Ivelj), Memeti – Blomqvist (71. Reuteler), Freigang, Anyomi

Tore: 0:1 Anyomi (23.), 0:2 Blomqvist (26.), 1:2 Mühlhaus (44.), 2:2 Mühlhaus (45.+2), 3:2 Alber (52.), 4:2 Dešić (90.)

Gelbe Karten: - / Reuteler

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff

Zuschauer: 1.632

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