„In die Bundesliga zu gehen, war mein Traum"
NEUZUGANG SARAH ERNST IM INTERVIEW
30.01.26 von Marie Backhaus | 3 Min
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Sarah Ernst verlässt erstmals den Süden Deutschlands und schließt sich im hohen Norden dem SV Werder Bremen an. Im Interview mit WERDER.DE verrät die Offensivspielerin, welchen Eindruck sie von den Grün-Weißen hat, welche Ziele sie sich gesteckt hat und was ihre Stärken auf dem Platz sind.
WERDER.DE: Moin Sarah, erstmal herzlich willkommen in Bremen beim SV Werder. Du kommst aus dem Süden Deutschlands in den hohen Norden. Warum hast du dich für diesen Schritt und für den SVW entschieden?
Sarah Ernst: Ich glaube, der Zeitpunkt ist sehr gut. Ich habe meine Ausbildung in München beendet und dann hat sich der Wechsel jetzt im Winter ganz gut angeboten. Ich glaube, ich wollte einfach auch noch mal was Neues, den nächsten Schritt gehen. Jetzt hier in der ersten Bundesliga zu sein, ist was ganz anderes, aber ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe - auch wenn es nicht ganz so leichtgefallen ist.
WERDER.DE: Wie hast du die bisherige Saison der WERDERFRAUEN verfolgt? Was hast du für einen Eindruck von der Mannschaft?
Sarah Ernst: Es ist kein Geheimnis, dass sie einen richtig guten Fußball spielen. Nicht umsonst steht Werder auf Platz drei in der Tabelle. Sie können auf jeden Fall kicken. Ansonsten habe ich eigentlich immer alle Spiele in der ersten Liga verfolgt. Selbst wenn wir bei Auswärtsspielen waren, haben wir immer Bundesliga geguckt. Da hat man schon gesehen, dass da viel Qualität ist.
WERDER.DE: Du hast für Bayern II bereits über 100 Spiele in der 2. Bundesliga absolviert. Wie sehr freust du dich jetzt auf die erste Liga und deinen hoffentlich bald ersten Einsatz da? Ist das ein Traum, der für dich damit in Erfüllung geht?
Sarah Ernst: Total, ich glaube, die kleine Sarah wäre bestimmt stolz. Die 100 Spiele in der 2. Liga haben mir in meiner Entwicklung sehr geholfen, dort bin ich zur Führungsspielerin geworden und habe viel Erfahrung gesammelt. Jetzt in die Bundesliga zu gehen, ist nochmal ein ganz großer Schritt und ganz sicher ein Traum.
WERDER.DE: Was würdest du sagen, sind die größten Unterschiede zwischen den beiden Ligen? Larissa hat in ihrer Anfangszeit oft gesagt, dass es nochmal physischer ist als in der zweiten Liga. Glaubst du das auch?
Sarah Ernst: Ja, auf jeden Fall, da gehe ich mit. Ich glaube, die Intensität ist einfach höher. Hier ist außerdem alles ein bisschen professioneller als in der zweiten Liga. Und das macht dann am Ende schon den Unterschied, ob du zum Beispiel nebenbei arbeiten musst oder zur Schule gehst oder du dann eben Vollprofi bist.
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WERDER.DE: Du warst auch bei der ersten Mannschaft hin und wieder mal mit dabei. Gibt es bestimmte Dinge, die du dir da von Spielerinnen wie Pernille Harder gut abschauen konntest, die deiner persönlichen Entwicklung nochmal guttaten?
Sarah Ernst: Auf jeden Fall. Man kann von jeder Spielerin was abschauen. Bayern ist eine sehr gute Mannschaft und steht zu Recht auf Platz 1, würde ich behaupten. Und wenn du dann mit einer Pernille zum Beispiel trainierst, kannst du sehr viel lernen. Allein die Schnelligkeit, die Intensität, die Qualität ist schon sehr bemerkenswert.
WERDER.DE: Auf was für eine Spielerin dürfen sich die Werder-Fans freuen? Was würdest du selbst als deine Stärken bezeichnen?
Sarah Ernst: Ich habe sehr, sehr gerne den Ball am Fuß. Technisch bin ich auch sehr gut, würde ich behaupten. Ich habe einfach Spaß beim Kicken und schaue, dass ich meine Qualitäten auf den Platz bringe mit Ball, aber natürlich auch gegen den Ball.
WERDER.DE: Du warst 2024 bei der U20-WM mit dabei. Wie viel Lust auf mehr hat dieses Turnier bei dir geweckt? Ist die U23-Nationalmannschaft sowas wie ein Traum oder Ziel für dich, wo du gerne mal mit dabei wärst?
Sarah Ernst: Definitiv. Die WM in Kolumbien war Wahnsinn. Ich habe dort die Kultur kennengelernt und wir haben ein richtig gutes Turnier gespielt. Ich hatte so ein bisschen die Joker-Rolle, habe auch mit einem Tor helfen können. Das Thema Nationalmannschaft ist vielleicht mal der nächste Schritt. Ich schaue erstmal, wie es so läuft.
WERDER.DE. Bleiben wir nochmal bei Werder. Was sind fürs Erste deine generellen Ziele bei und mit den WERDERFRAUEN?
Sarah Ernst: Ich glaube, dass ich menschlich einen guten Schritt nach vorne mache. Einfach aus der Komfortzone, aus München, rauskommen, dann entwickelt man sich immer am besten. Dann vielleicht auch einfach die Erfahrung aus der zweiten Liga mitnehmen und hier meine Entwicklung weitergehen. Ich glaube, ich kann viel lernen von der Mannschaft und dann sehe ich weiter, wie ich mich am besten einbringen kann. Ich möchte mein Bestes auf dem Platz geben.
WERDER.DE: Da freuen wir uns auf jeden Fall drauf. Wir wünschen dir einen guten Start hier in Bremen und erstmal vielen Dank für das Interview und deine Zeit.
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