„Werder bleibt immer mein Heimatverein"
REENA WICHMANN IM ABSCHIEDSINTERVIEW
29.01.26 von Marie Backhaus | 3 Min
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Reena Wichmann wird in Zukunft ein neues Kapitel in ihrer Fußball-Karriere aufschlagen und sich dem VfB Stuttgart anschließen. Im Abschiedsinterview mit WERDER.DE spricht die 28-Jährige über ihre Verbindung zum SVW, ihre außergewöhnlichsten Momente im Werder-Trikot und welche Mitspielerinnen ihr in ganz besonderer Erinnerung bleiben werden.
WERDER.DE: Moin Reena, du wirst uns nach vielen gemeinsamen Jahren leider verlassen und nach Süddeutschland gehen. Es ist wahrscheinlich gar nicht so einfach für dich in Worte zu fassen, aber was bedeutet dir Werder?
Reena Wichmann: Sehr viel. Das habe ich, glaube ich, schon oft gesagt. Und jetzt, wenn man dann geht, merkt man nochmal richtig, wie viel einem der Verein aber auch alle Menschen bedeuten, die damit verbunden sind.
WERDER.DE: Am Ende sind es jetzt insgesamt über zehn Jahre geworden, die du hier beim SVW verbracht hast. Hättest du das damals gedacht, als du hier angefangen hast?
Reena Wichmann: Ich habe damit vielleicht nicht unbedingt gerechnet, aber ich glaube, es war für mich nicht ausgeschlossen, weil ich wusste, ich habe in Bremen eigentlich alles, was ich brauche. Und es hat immer für mich gepasst, bei Werder zu bleiben. Es hat einfach immer fußballerisch und menschlich harmoniert und viel Spaß gemacht.
WERDER.DE: Würdest du Bremen und Werder als deine Heimat bezeichnen?
Reena Wichmann: Ja, auf jeden Fall. Werder ist und war schon immer mein Heimatverein und ich bin mir sicher, dass das auch so bleibt.
WERDER.DE: Du hast mit Werder in den vergangenen Jahren sehr viel erlebt. Seien es Aufstiege, Abstiege oder seit ein paar Jahren die Highlightspiele im Weserstadion. Was sind die Momente, an die du dich besonders gerne zurückerinnerst?
Reena Wichmann: Ich glaube, die Highlightspiele im Weserstadion waren schon sehr besonders, aber auch die Pokalreise letztes Jahr, das Halbfinale beim HSV, war so mit das größte Highlight. Aber insgesamt die ganze Reise bleibt in Erinnerung. Am Anfang, als ich in die erste Frauenmannschaft gekommen bin, war das erste Erstliga-Jahr, dann war man erstmal eine Fahrstuhlmannschaft. Das ist schon krass, wie wir es dann geschafft haben, uns so hochzuarbeiten, dass wir letztes Jahr sogar im Pokalfinale waren und um den Pokal mitgespielt haben - jetzt stehen wir aktuell auch noch in der Liga auf dem dritten Platz. Das ist, glaube ich, schon besonders und für mich besonders schön, dass ich damit gehen kann.
WERDER.DE: Du warst ein großer Teil des Weges, den die WERDERFRAUEN gegangen sind und maßgeblich daran beteiligt, dass das Team jetzt da steht, wo es steht. Wie stolz macht dich das, dass du so an der Entwicklung mitwirken konntest über die ganzen Jahre?
Reena Wichmann: Sehr stolz. Das ist einem währenddessen immer gar nicht so bewusst. Und in dem Moment, wo das Kapitel dann quasi abgeschlossen wird, merkt man erst, wie besonders die ganzen Jahre überhaupt waren.
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WERDER.DE: Du hast im Laufe der Jahre ganz viele verschiedene Mitspielerinnen kennengelernt. Wer bleibt dir von all denen besonders im Herzen?
Reena Wichmann: Das ist eine harte Frage. (lacht) Ich glaube aber, dass Mitch (Michelle Ulbrich, Anm. d. Red.), Nina Lührßen und Lina Hausicke für mich schon so diejenigen sind, mit denen ich hier die meiste Zeit verbracht habe. Wir haben hier viel zusammen erlebt. Man wusste immer, dass man sich auf die Drei verlassen kann. Und ich wusste genau, wie sie Fußball spielen und wie sie menschlich ticken. Das habe ich schon zum ersten Mal gemerkt, als Nina gegangen ist. Da hat für mich was gefehlt, wenn ich in die Kabine gekommen bin.
WERDER.DE: Man merkt auf jeden Fall die Verbundenheit zwischen dir und Werder und speziell den WERDERFRAUEN. Hast du zum Abschluss noch ein paar Worte, die du gerne an die Fans und an den Verein richten möchtest?
Reena Wichmann: Ich bin sehr, sehr dankbar für die Zeit, die ich hatte. Ich glaube, mein grün-weißes Herz ist ein bisschen gebrochen damit, dass ich jetzt gehe. Ich habe es schon der Mannschaft gesagt und das war schön, weil ich mich jetzt auf das freue, was kommt und Lust auf eine neue Aufgabe habe. Aber natürlich muss ich jetzt auch erstmal ganz viele Momente einpacken. Ich bin dem Verein und Birte dankbar für das Vertrauen in all den Jahren. Ich bin außerdem dankbar für die Fans, die die ganzen Highlights in den letzten Jahren so mitgetragen haben und es uns auch als Frauenmannschaft ermöglicht haben, so zu wachsen. Danke für diese tolle Zeit!
WERDER.DE: Vielen Dank für die schönen Abschiedsworte und vor allem auch danke für deinen Einsatz und deine Leidenschaft über all die Jahre. Wir wünschen dir nur das Beste für deine Zukunft!
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