Die System-Frage und Standard-Waffe
ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM DUELL MIT BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH
29.01.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Wichtiger als Borussia Mönchengladbach in der Tabelle zu überholen, ist für den SV Werder vor allem, wieder einen Sieg einzufahren. Dass die Grün-Weißen mit dem ersehnten Dreier auch noch an ihrem direkten Kontrahenten vorbeiziehen würden, wäre aber sicher ein gern genommener Nebeneffekt. Die Fohlen selbst treten die Auswärtsreise ebenfalls nicht mit dem ausgeprägtesten Selbstbewusstsein an. Die Zahlen, Daten & Fakten zum Duell.
Der Trend: Nicht nur der SV Werder, sondern auch Borussia Mönchengladbach erzielte zuletzt nicht die gewünschten Ergebnisse. Die Fohlen gewannen nur eine ihrer letzten sechs Begegnungen. Zudem zählen beide Duellanten zu den fünf Teams, die im Jahr 2026 erst einen Zähler gesammelt haben. Für die Gladbacher sind ihre 20 Punkte nach 19 Spielen ihr schwächstes Zwischenresultat seit 15 Jahren.
Drei oder Vier? Seitdem Cheftrainer Eugen Polanski das Sagen am Seitenrand hat, ist die Borussia vor allem mit einer Dreier-/Fünferkette aufgelaufen. Zuletzt stellte der Fußball-Lehrer gegen den VfB Stuttgart (0:3) wieder auf eine Viererreihe um. Möglicherweise hat der VfL damit auch auf den Ausfall von Abwehrchef Kevin Diks reagiert, der sich beim 0:0 in Hamburg nach einem Zusammenprall mit Luka Vuskovic eine Kopfverletzung zuzog. Nachdem die Idee, einen Offensivspieler mehr aufzustellen, gegen die Schwaben nicht aufging, sind in Bremen beide Varianten denkbar.
Fluch und Segen: Die Polanski-Elf bekam in der laufenden Spielzeit die meisten Strafstöße im Bundesliga-Vergleich zugesprochen. Insgesamt sprachen die Unparteiischen den Fohlen bereits sechs Elfmeter zu. Das Problem: Die Gladbacher vergaben die Hälfte ihrer Schüsse vom Punkt. Kevin Stöger vergab gegen die Bayern, Haris Tabakovic hätte sein Tore-Konto von bereits neun Treffern noch deutlich praller auffüllen können, scheiterte aber mit seinen Versuchen gegen Köln und zuletzt gegen Stuttgart. Der Ausfall von Kevin Diks wog daher doppelt schwer, denn der Innenverteidiger verwandelte bisher jeden seiner drei Strafstöße im Fußball-Oberhaus.
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Der sichere Rückhalt: Nachdem Moritz Nicolas das Duell im VfL-Kasten gegen Jonas Omlin für sich entschieden hatte, wurde Letzterer kürzlich zu Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen. Mit Jan Olschowsky (Alemannia Aachen) hat die Borussia bereits einen neuen Stellvertreter von Nicolas verpflichtet, der die klare Nummer 1 bleibt. Der 28-Jährige wehrte die meisten Torschüsse aller Bundesliga-Torhüter ab (78) und hielt zudem in acht der 19 Partien die Null. Lediglich Dortmunds Gregor Kobel (10) und Leipzigs Peter Gulacsi (9) überbieten den Spitzenwert des Gladbachers.
Der ruhende Ball: Gladbach zählt schon fast traditionell zu den gefährlichen Teams nach Standardsituationen. In der Saison 2023/24 waren die Fohlen mit ganzen zwölf Treffern auf diese Weise die Eckball-Meister der Fußball-Bundesliga. In der laufenden Spielzeit schlug der Tabellenelfte bereits fünf Mal (3) nach Ecken zu. Insgesamt helfen die ruhenden Bälle der Borussia immer wieder, sich wichtige Punkte zu sichern – sie erzielen mehr als ein Drittel ihrer Tore über Standardsituationen.
Der Leader: Obwohl Rocco Reitz in Duisburg geboren ist, ist der 23-Jährige ein waschechter Gladbacher-Junge. Der Mittelfeldspieler kam bereits 2009 in den Fohlen-Stall, schaffte später den Sprung zu den Profis und vertritt in der aktuellen Runde in bisher jedem Spiel Kapitän Tim Kleindienst in dessen Amt. Zudem geht Reitz auch mit seiner Leistung voran und zählt zu den laufstärksten Bundesliga-Spielern (209,18 km, 6.). Der Rechtsfuß bindet seine Gegenspieler gerne in persönliche Duelle (422) – möglicherweise kommt es auch zum Aufeinandertreffen mit Romano Schmid, der ligaweit die meisten Zweikämpfe (451) führt.
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