Werder gedenkt der Opfer des Holocausts
27.01.26 | 3 Min
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Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts erinnert an die nationalsozialistischen Verbrechen und ihre Folgen. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand und immer weniger Stimmen von Zeitzeug*innen ist es umso wichtiger, die Erinnerung an die Ermordeten und Verfolgten wachzuhalten und Wissen über Ursachen und Konsequenzen dieser Verbrechen weiterzugeben.
Erinnern endet nicht beim Gedenken, sondern bedeutet auch, aus der Geschichte Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung sind keine Phänomene der Vergangenheit. Sie begegnen uns heute in neuen Formen, offen und subtil, national wie international. Dem treten wir als Werder Bremen im Weserstadion, in unserem Vereinsumfeld und überall dort, wo wir als Teil der Zivilgesellschaft gefragt sind, entschieden entgegen. Der 27. Januar, der an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 erinnert, ist Aufforderung, uns mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen und Haltung zu zeigen. Dazu gehört für den SVW auch, die eigene Vereinsgeschichte nicht auszublenden und sich bewusst zu machen, welches Leid Jüdinnen und Juden sowie andere Verfolgte des Nationalsozialismus auch im Umfeld des Sports erfahren mussten.
„Erinnerung ist keine Selbstverständlichkeit. Sie braucht Menschen, die bereit sind, hinzuschauen und zuzuhören. Gerade weil immer weniger Menschen aus eigener Erfahrung berichten können, dürfen wir nicht nachlassen, ihre Geschichten sichtbar zu machen und daraus Haltung für die Gegenwart zu entwickeln“, sagt SVW-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald.
Der SV Werder Bremen versteht diese Erinnerung als aktiven Prozess, der von Aufklärung, Austausch und einem klaren Bekenntnis zu Menschenwürde, Vielfalt und Respekt lebt. Deshalb unterstützen wir Initiativen wie den „Nie wieder“-Erinnerungsspieltag der Bundesliga, der in diesem Jahr unter dem Motto „Demokratie verteidigen – Lernen aus der Geschichte des Fußballs“ der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt. Rund um unser heutiges Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim findet der Gedenktag im Weserstadion seinen Platz. Das Gedenken ist Teil des Stadionprogramms und versteht sich als bewusstes Innehalten im Spieltagsablauf.
Erinnern heißt für uns, Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft zu übernehmen. Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung haben bei uns keinen Platz.
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