Das neue Gesicht der Kraichgauer

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM HEIMSPIEL GEGEN DIE TSG HOFFENHEIM

07.01.26 von Moritz Studer | 3 Min

Justin Njinmah holt zum Schuss aus, neben ihm versucht ein Hoffenheimer das zu verhindern.

Die kurze Winterpause ist vorbei. Der SV Werder begibt sich zum Start in das Fußball-Jahr 2026 direkt in eine Englische Woche, die es in sich hat. Am Samstag, 10.01.2026, um 15.30 Uhr (live auf SKY, in der DAZN-Konferenz und im Live-Ticker auf WERDER.DE) ist mit der TSG Hoffenheim eine der Überraschungsmannschaften der Saison im Weserstadion zu Gast. Zahlen, Daten & Fakten zum Duell mit dem Tabellenfünften.

Der Lauf: Für die TSG Hoffenheim kam die Winterpause sicherlich zu einem falschen Zeitpunkt. Denn die Kraichgauer sammelten aus den letzten neun Partien 20 Zähler – nur Bayern München (23) war in diesem Zeitraum erfolgreicher. Der Schlüssel zu dieser Serie lag dabei auch in der eigenen Defensivarbeit, denn die Mannschaft von Christian Ilzer kassierte währenddessen nur acht Gegentreffer. Torhüter Oliver Baumann sammelte in den neun Begegnung drei Weiße Westen und damit nur eine weniger als in der kompletten vorherigen Spielzeit.

Der Turnaround: Die Hoffenheimer entgingen als Tabellenfünfzehnter im Vorjahr nur knapp der Relegation. Trotzdem ist der Turnaround über die Sommerpause kein Zufall, sondern drückt sich auch auf dem Statistik-Zettel aus. Die Ilzer-Elf erspielt sich ligaweit die drittmeisten Großchancen, zudem brauchen sie nur sieben Torschüsse für einen Treffer. Aus dem Spiel heraus haben nur die Bayern (44) mehr Tore erzielt als die TSG (26).

Das neue Gesicht: Insgesamt hat sich die TSG im Sommer erfolgreich einem ordentlichen Umbruch unterzogen. Beim 0:0-Unentschieden beim VfB Stuttgart, mit dem sich der Tabellenfünfte in die Winterpause verabschiedete, standen sieben Neuzugänge in der Startformation. Darüber hinaus ist Grischa Prömel, der nahezu die gesamte vorherige Spielzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasste, wieder fit. Der 30-Jährige kommt immer wieder in torgefährliche Räume und hat trotz vieler Kurzeinsätze zum Jahresbeginn schon fünf Saisontore erzielt. Insgesamt stellt Hoffenheim mit elf Treffern das torgefährlichste Mittelfeld im Oberhaus.

Grischa Prömel mit Ball am Fuß in Stuttgart.
Grischa Prömel ist nach seinem Kreuzbandriss ein TSG-Schlüsselspieler (Foto: nordphoto).

Hohe Intensität: Die Kraichgauer gehen mit einem hohen Aufwand in ihre jeweiligen Aufgaben. Nur die Bayern laufen mehr Kilometer pro Begegnung als die TSG (122,97 km), mit Blick auf die Sprints und intensiven Läufe ist Hoffenheim sogar Spitzenreiter. Die beiden Sommerneuzugänge Vladimir Coufal (176,43 km, 3.) und Leon Avdullahu (169,92 km, 5.) zählen zu den laufstärksten Akteuren der Fußball-Bundesliga.

Standardphobie: Wenn die TSG in der laufenden Spielzeit eine kleine Schwäche hat, dann sind es die ruhenden Bälle. Nur zwei Mannschaften haben nach Standardsituationen mehr Gegentreffer hinnehmen müssen als Hoffenheim (8). Den Tiefstwert stellt in dieser Hinsicht der 1. FC Köln (13), dessen Schwäche der SVW zumindest über den zweiten Ball eines Eckballs bestrafen konnte. Die Kraichgauer haben bereits vier Gegentore auf diese Weise kassiert.

Das Umschaltspiel: Eine wichtige Rolle könnte auch das Umschaltspiel einnehmen. Immerhin erspielt sich Werder gemeinsam mit RB Leipzig die meisten Torschüsse nach Kontern (20). Auf der anderen Seite lässt Hoffenheim auf diese Weise die meisten Abschlüsse des Gegners zu (20). Ein wichtiges Element könnte dabei das Tempo von Justin Njinmah (35,89 km/h) sein. Der schnellste TSG-Akteur Bazoumana Touré (35,98 km/h), der zudem ligaweit mit die meisten Tiefenläufe sucht, ist mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup.

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