"Sehe mich in der Verantwortung"
JUSTIN NJINMAH VOR DEM SPIEL GEGEN LEVERKUSEN
21.01.26 von Fiona John | 3 Min
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Die Ernüchterung nach dem „verlorenen“ Sieg gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag war groß bei den Werderanern. Kaum ein Profi fand positive Worte für die Leistung beim 3:3-Remis, die über weite Phasen des Spiels durchaus ansehnlich war. „Wir waren nach dem Spiel alle enttäuscht. Wir haben es aufgearbeitet und schauen jetzt nur noch auf das Spiel in Leverkusen“, resümiert Justin Njinmah mit ein paar Tagen Abstand. Er selbst glaubt daran, dass die harte Arbeit schon bald belohnt wird.
„Wir nehmen mit, dass wir wieder gefährlicher nach vorne werden“, so der Angreifer, der seinen Torriecher gegen die SGE endlich mal wieder unter Beweis stellte. Der 25-Jährige traf zum zwischenzeitlichen 1:1, verpasste es im weiteren Verlauf ein zweites Mal auszugleichen. Eine vertane Chance, nach der Njinmah auch mit sich selbst hart ins Gericht ging. „Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch und sehe natürlich auch, dass ich ein, zwei Tore mehr hätte machen können. Es ist natürlich mein Anspruch, dass das auch gelingt“, erklärt er, „aber man vergisst in solchen Spielen auch immer schnell, dass ich ein Tor gemacht habe."
Denn das vierte Saisontor des Stürmers ist dennoch ein Ausdruck seines Fleißes in den letzten Wochen. Vom Ersatzspieler avancierte Njinmah schon in den Spielen vor der Winterpause zur Stammkraft im Bremer Angriff und genießt das Vertrauen seines Cheftrainers Horst Steffen. „Ich versuche das immer mit Leistung zurückzugeben. Ich renne mir die Seele aus dem Leib, versuche immer wieder zu Torchancen zu kommen und der Mannschaft zu helfen.“ Dass er es schafft, sich immer wieder in die gefährlichen Situationen zu bringen, lässt ihn auch die vergebenen Chancen unbesorgt sehen. „Es ist ja auch nicht so, dass die Bälle alle zehn Meter über das Tor gehen, sie gehen meistens knapp vorbei. Irgendwann ist dann der Tag, wo drei Schüsse reingehen. Das versuche ich mir zu erarbeiten.“
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Erarbeitete Chancen, die auch mit der veränderten Position des 25-Jährigen zusammenhängen. Zuletzt startete er, statt auf der Außenbahn, im Sturmzentrum der Grün-Weißen. Ob er dabei alleine in der Spitze steht oder mit einem Sturmpartner, ist für ihn nicht entscheidend. „Es gefällt mir beides, ich kann nicht sagen, wie ich lieber spiele. In der Spitze kann ich meine tiefen Läufe Richtung Tor nutzen. Ich fühle mich aber auch im Doppelsturm wohl, wenn ein Angreifer um mich herumspielt“, erklärt Njinmah, der mit Neuzugang Jovan Milošević jüngst einen neuen Kollegen für die vorderste Reihe bekam. „Jovan ist ein sehr entspannter Typ. Er bringt dieses Robuste mit, kann die Bälle gut festmachen und ist kaltschnäuzig vor dem Tor.“ Im Training versucht Werders Nummer 11 den jungen Stürmer mitzunehmen und immer wieder mit ihm zu sprechen, um ihm bei der Eingewöhnung zu helfen. „Er bringt eine Qualität mit, wo er schon selber weiß, was er machen muss. Aber klar, um in die Abläufe reinzukommen, braucht er Unterstützung. Die versuche ich ihm zu geben.“
Die Partie gegen Leverkusen bildet für die Grün-Weißen den Auftakt in eine Englische Woche, in der Duelle gegen Hoffenheim und Gladbach folgen. Spiele, in denen der SVW laut Njinmah endlich mal wieder siegen muss. „Wir brauchen einen Dreier. Es ist egal, ob du gut spielst oder nicht – wir müssen schleunigst punkten“, stellt er klar. Dabei seien nach den positiven, aber unbelohnten Auftritten die Nuancen entscheidend. „In Dortmund hätten wir in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, haben die klaren Situationen aber nicht genutzt. In Frankfurt ist es die letzte Sekunde, in der wir nicht aufmerksam sind, die dann zum Gegentor führt“, so der 25-Jährige. Zudem sei es für die Grün-Weißen wichtig, mal wieder in Führung zu gehen und nicht hinterher rennen zu müssen. „Da sehe ich mich auch selber in der Verantwortung, dass ich in den nächsten Spielen einfach mal das 1:0 schieße und wir uns Selbstbewusstsein holen können.“
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