„Ich war mit einem Bein fast weg“

OLIVIER DEMAN IN DER MIXED ZONE

29.04.26 von Moritz Studer | 4 Min

Olivier Deman mit Ball unterm Arm in Köln.

Olivier Deman hat in den letzten acht Bundesliga-Spielen keine einzige Minute verpasst. Der Belgier ist einer der Gewinner des Trainerwechsels, nachdem er im Winter noch mit einem Wechsel liebäugelte. Der 26-Jährige sprach in einer Mixed Zone mit den Journalist*innen über…

…das Duell mit dem FC Augsburg: „Wir sind uns der Wichtigkeit des Spiels bewusst. Wir wissen, dass mit einem Sieg nach unten alles durch ist. Unser Ziel ist, fokussiert zu bleiben und ein gutes Spiel zu machen. Wir arbeiten im Training alle gemeinsam daran, den letzten Schritt zu machen.“

…die Stimmung im Team: „Die Stimmung ist die ganze Zeit schon gut, wenn Erfolge dazu kommen aber natürlich noch umso besser. Die Mannschaft hat in einigen Spielen viel Druck gehabt und es dann gut gemacht. Wir müssen damit immer noch weiter machen und als Team gut spielen.“

…seinen Stammplatz: „Ich freue mich sehr und habe schon mehrmals gesagt: Ich bin reingekommen, um der Mannschaft zu helfen – das bleibt auch mein Ziel. Ich versuche alles zu geben und meinen Kollegen zu helfen. Wenn es für uns insgesamt besser läuft, dann für mich auch.“

…einen Wechsel im Winter: „Die Situation im Januar war anders als jetzt. Ich freue mich sehr, dass sie sich verändert hat. Im Winter war ich mit einem Bein fast weg, am Ende war es richtig, den Verein nicht zu verlassen. Für mich ist es das Wichtigste zu spielen und Teil der Mannschaft zu sein. Ich bin glücklich, wenn ich spiele und umso mehr, wenn wir dann auch noch erfolgreich sind.“

…sein Tor gegen Union: „Das hat mir gut getan und war für mich eine Belohnung nach dem schwierigen Saisonstart für die harte Arbeit und den Glauben an mich selbst. Ich denke nicht viel darüber nach, versuche es aber zu wiederholen – das ist mir nur noch nicht gelungen (schmunzelt). Wenn du mehr Spielzeit bekommst, ist es auch einfacher, Scorer zu sammeln. Mein erster Job ist es aber zu verteidigen und dass der Gegner keinen macht.“

Olivier Deman jubelt nach seinem Tor in in Berlin.
Deman erzielte bei Union Berlin sein drittes Bundesliga-Tor (Foto: WERDER.DE).

…die belgische Nationalmannschaft: „Ich versuche hier meine beste Leistung zu zeigen. Ob ich dann angerufen werde oder nicht, ist dann ein Bonus. Mein Fokus liegt bei Werder: Wenn ich es hier gut mache, dann kommt es vielleicht von allein. Ich habe keinen Austausch mit dem Nationaltrainer, zuletzt aber vor meiner Verletzung mit der medizinischen Abteilung gesprochen. In der letzten Länderspielperiode war ich in der Pre-Selection – es ist immer ein Ziel und eine Ehre dabei zu sein.“

…Landsmann Samuel Mbangula: „Sam weiß, dass er immer zu Senne und mir kommen kann, wenn er was braucht – er ist aber auch eher Französisch und geht viel zu Cam oder Isaac. Jeder hat schon gesehen, was für ein großes Talent er ist und welche Qualitäten er hat. Jens ist momentan vielleicht unser bester Spieler und er hat auch kein einfaches erstes Jahr hier gehabt. Sam hat schon Tore und Vorlagen gehabt, ich wünsche ihm nur das Beste.“

den Torfluch von Senne Lynen: „Er kommt dem Tor jede Woche näher. Senne war in Köln kurz davor und am Wochenende hat er auch eine sehr gute Chance gehabt. Ich hoffe sehr für ihn, dass es bald klappt – das ist das Einzige, was ihm gerade noch fehlt. Vielleicht muss er mit mir ein paar Abschlüsse machen (schmunzelt). Er muss sich das nicht nur von mir anhören, sondern aus Spaß auch von den anderen. Er hat eigentlich einen Superschuss, vielleicht braucht er einfach ein dreckiges Tor.“

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