„Ein großer Kontrast zum verschneiten Bremen“
Michelle Ulbrich im Trainingslager-Interview
15.01.26 von Marie Backhaus | 5 Min
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Erstmals in der Geschichte der WERDERFRAUEN absolvieren die Grün-Weißen ein Trainingslager auf ausländischem Boden. Im Süden Spaniens genießt die Elf von Cheftrainerin Fritzy Kromp perfekte Bedingungen, um den Grundstein für ein erfolgreiches Jahr zu legen. Im WERDER.DE-Interview gibt Abwehrspielerin Michelle Ulbrich Einblicke in die Arbeit unter der spanischen Sonne.
WERDER.DE: Moin & Hola Mitch! Wir sitzen gerade auf der Dachterrasse des Hotels, nah am Meer mit viel Sonnenschein. Erzähl doch mal: wie sehr genießt du es hier gerade? Was macht das gute Wetter mit euch als Team?
Michelle Ulbrich: Wir genießen das riesig. Wir sind in einer überragenden Anlage mit optimalen Bedingungen. Das Wetter spielt auch mit, wir haben jeden Tag 17 Grad und Sonnenschein. Das freut uns sehr.
WERDER.DE: Wie waren die ersten Tage des Trainingslagers, speziell auch auf dem Trainingsplatz?
Michelle Ulbrich: Das war natürlich ein großer Kontrast zum verschneiten Bremen, gerade in den ersten Tagen. Die Trainingsplätze sind top, alles ist wirklich überragend.
WERDER.DE: Für die WERDERFRAUEN ist es das erste größere Trainingslager, vor allem im Ausland. Was bedeutet euch diese Entwicklung?
Michelle Ulbrich: Es ist wichtig, wenn man einfach mal mehrere Tage am Stück in Ruhe zusammenwachsen und Einzelgespräche führen kann. Hier gibt es Situationen, die sich ansonsten so nicht ergeben. Das ist für das Teamgefühl sehr hilfreich.
WERDER.DE: Wie sehr kann das das Team nochmal mit Blick auf den Rest der Saison pushen?
Michelle Ulbrich: Total. Ich glaube, was wir hier zusammen erleben und Tag für Tag im Training oder in Meetings erarbeiten – das kannst du so in der Häufigkeit in Bremen gar nicht machen. Das funktioniert nur im Trainingslager, wenn du mehrere Tage dort bist. Und gerade dieser Input wird uns in dieser Saison hoffentlich noch sehr viel bringen.
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WERDER.DE: Am Mittwoch stand ein freier Nachmittag an. Wie hast du diesen genossen?
Michelle Ulbrich: Ich war wie auch einige andere in Valencia. Wir haben uns in der Stadt treiben lassen, haben in der Sonne einen Kaffee getrunken und sind in ein Restaurant gegangen, um mal was anderes zu essen. Wir haben die freie Zeit sehr genossen und gemeinsam die Stadt erkundet, das schweißt auch zusammen.
WERDER.DE: Wenn wir auf die erste Saisonhälfte zurückschauen, kann man festhalten, dass es für euch richtig gut lief. Ihr überwintert aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Was war euer Erfolgsgeheimnis?
Michelle Ulbrich: Schwierige Frage. Dadurch, dass man am Anfang der Saison nicht genau wusste, wo wir eigentlich stehen – wir hatten ein verändertes Trainerteam, einen etwas veränderten Kader – war es am Anfang etwas schwer einzuschätzen. Das hat uns im Laufe der Hinrunde dazu gebracht, dass wir das Mindset hatten, von Spiel zu Spiel und nicht auf die gesamte Saison zu schauen. Wir haben Tag für Tag unsere Arbeit gemacht. Das hat sehr gut funktioniert.
"Im Großen und Ganzen können wir uns sicherlich noch bessere Torchancen herausspielen."
Michelle Ulbrich über mögliche Verbesserungspotenziale
WERDER.DE: Ganz oft wird vor allem die Defensivleistung gelobt, die sticht etwas hervor. Das harmoniert bei euch im Verbund schon sehr gut.
Michelle Ulbrich: Ja, schon! Es hilft natürlich, dass Hanna und ich schon lange zusammenspielen, Mischu (Michelle Weiß, Anm. d. Red.) kenne ich auch schon länger. Chiara und Mari (D’Angelo und El Sherif, Anm. d. Red.) kamen neu dazu, haben sich aber nahtlos eingefügt. Aber auch das Zusammenspiel mit den Sechsern klappt gut, die da einen überragenden Job machen. Man kennt sich über die Jahre, wir sind da gut eingespielt. Alles hat reibungslos funktioniert, wir hatten da kaum Startschwierigkeiten.
WERDER.DE: Gibt es bestimmte Dinge, die du aus deiner Bayern-Zeit mit ins Team einbringen konntest?
Michelle Ulbrich: Auf alle Fälle. Das sind zum einen individuelle Themen, die man sich von Spielerinnen dort abgeguckt und gelernt hat und jetzt aus der Erfahrung weitergibt. Zum anderen auch im gesamten Konstrukt: was funktioniert, was nicht? Im Großen und Ganzen ist es aber auch was komplett anderes.
WERDER.DE: Gibt es trotzdem Baustellen, an denen ihr weiterarbeiten wollt?
Michelle Ulbrich: Als Defensivspielerin würde ich mir wünschen, noch weniger Gegentore zu bekommen. (lacht) Auch wenn es im Gesamten bis hierhin ganz gut war. Als Verteidigerin ist jedes Gegentor aber doch eines zu viel. Im Großen und Ganzen können wir uns sicherlich noch bessere Torchancen herausspielen und in bessere Abschlusspositionen kommen. Da haben wir gerade am Anfang der Saison schon gute Qualitäten gezeigt, aber da können wir noch weiter dran arbeiten.
WERDER.DE: Die Vorbereitung ist kurz, am Sonntag, 25.01.26, steht bereits das erste Bundesliga-Spiel des Jahres gegen Nürnberg an. Wie sehr freust du dich, dass es da wieder um Punkte geht?
Michelle Ulbrich: Riesig. Ich glaube, so schön wir es hier in Spanien auch haben, macht keine Fußballerin eine Vorbereitung gerne. Umso größer ist die Vorfreude, dass es wieder um Punkte geht. Gegen Nürnberg haben wir gute Erinnerungen und daran wollen wir anknüpfen.
WERDER.DE: Dann wünschen wir euch eine gute restliche Zeit im Trainingslager!
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